Aus Österreich

Zwölf Milliarden Schwarzgeld in der Schweiz

12. Februar 2010, 18:09

Das Ausmaß der Steuerhinterziehung in der Schweiz ist laut einer neuen Untersuchung weit größer als bisher vermutet

Das Ausmaß der Steuerhinterziehung in der Schweiz ist laut einer neuen Untersuchung weit größer als bisher vermutet. Demnach versteuern Anleger nur ein Fünftel der Gelder, Österreicher sogar nur ein Zehntel.

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Genf/Wien - Viel Schwarzgeld liegt in der Schweiz. Doch über diese Binsenwahrheit hinaus wusste man bisher wenig über Herkunft und Ausmaß der nicht deklarierten Mittel in der Eidgenossenschaft. Eine neue Untersuchung des auf Finanzrecherchen spezialisierten Genfer Unternehmens Helvea führt nun zu einer Auflistung, die ausländische Steuerbehörden interessieren dürfte. Demnach haben Anleger aus EU-Staaten 862,9 Mrd. Franken in der Schweiz gebunkert. Davon wurden 16 Prozent deklariert.

Nur elf Prozent aus Österreich deklariert

Österreicher horten demnach 20,4 Milliarden Franken im Nachbarland, von denen nur elf Prozent deklariert sind. Die größte Investoren-Community im Bankenparadies stellen nicht ganz überraschend Deutsche dar, die auf 280 Milliarden Franken kommen. Immerhin deklarieren die Deutschen ihr Vermögen zu fast einem Drittel. Die Untersuchung, die dem STANDARD vorliegt, wird wohl für zusätzlichen Gesprächsstoff bei dem für Sonntag anberaumten Treffen der deutschsprachigen Finanzminister sorgen.

Auch die aggressive Vorgangsweise der italienischen Finanz in Sachen Steuerhinterziehung über die Alpen wird mit dem Bericht plausibel. Die Italiener bilden laut Helvea nicht nur die zweitgrößte Gruppe der Anleger in der Schweiz, sondern sind mit 99 Prozent Schwarzgeld gemeinsam mit Griechen die intensivsten Hinterzieher.

Quellensteuer als Basis

Da stellt sich natürlich die Frage, wie das Unternehmen angesichts der hohen Diskretion zu den Zahlen gelangt. Als Basis fungierten die Quellensteuereinnahmen, die zu drei Vierteln an die Finanzämter der Herkunftsländer der ausländischen Investoren überwiesen werden. Aus Durchschnittswerten über Portfolioveranlagungen werden Umgehungsprodukte, bei denen die EU-weite Zinsertragssteuer nicht anfällt, eingerechnet. Damit hätten die Experten einmal die Summe der Gelder geschätzt. Zudem gibt es die Option, die Erträge in die Steuererklärung aufzunehmen. 2007 zählte Helvea 64.516 derartige Fälle. Aus der Häufigkeit dieser Deklarierungen nach Nationalität der Anleger wird in der Untersuchung der Anteil der Schwarzgelder hochgerechnet.

Obwohl der größte Brocken der Schweizer Gelder aus der EU stammt, macht er nur etwas mehr als ein Drittel der insgesamt von Ausländern gebunkerten Mittel von 2,2 Billionen Franken aus. Diese Summe lag 2007 noch bei 3,1 Billionen und ist 2008 infolge der diversen Steueraffären und des verstärkten Drucks internationaler Finanzermittler sowie wegen rückläufiger Wertentwicklung an den Finanzmärkten deutlich zurückgegangen. Laut Schweizer Nationalbank stammen 60 Prozent der in dem Land veranlagten Vermögen aus dem Ausland.

Doch die diversen Steueraffären setzen dem Finanzplatz zu. Die Zahl der Selbstanzeigen bei den deutschen Behörden ist in den vergangenen Tagen einer Umfrage der Nachrichtenagentur DAPD zufolge sprunghaft gestiegen. 850 Anleger wandten sich demnach an die Finanz (siehe Artikel). (as, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13./14.2.2010)

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Josef Hehenberger
11

die diskussion ist wieder einmal typisch für uns österreicher. weil der neid die welt regiert, glauben viele linke, der staat sei gerettet, wenn man eben woanders die pipeline anzapft. dass man aber längst über die verhältnisse gelebt hat und den schaden aus den schuldenmachen kaum mehr wettmachen kann (kreiskys spruch war leider ein schuss ins eigene knie), glaubt man, bereits versteuertes vermögen (auch wenn es nicht in ö bunkert) nochmals kräftig besteuern zu müssen.
ich verdenke es keinem, der sich hier gefrotzelt fühlt und alle massnahmen ergreift, um sich davor zu schützen. vor allem weil keine gegenleistung da ist.
wie wäre es, wenn die soziallleistungen auf die hälfte gekürzt würden. da würde die linke aufjaulen.

Vermeeren
01
24.2.2010, 16:05

Da die Steuersünder Debatte immer weitere Kreise zieht, boomen natürlich die Selbstanzeigen. Da wird einigen Leuten ziemlich flau im Magen sein.
Eine andere Möglichkeit ist auch die Repatriierung von Schwarzgeld. Dafür gibt es einige Institute die massiv dafür werben, z.B. die Capital Bank ( www.capitalbank.at ), die mit einer neuen Private Banking Strategie Aufmerksamkeit erregen.

Cyber Motzer
20
16.2.2010, 05:47
So, noch was--Schauen Sie sich die Steuererklaerung

des oesterreichischen Staates Mal an. zBSP Einkommenssteuererklaerung, muss ich da Kapital im Ausland angeben. Nein, also Schluss mit der dummen Diskussion. Wieso soll ich Kapital das ich schon versteuert habe angeben...???

unguat
00
19.2.2010, 20:20

das kapital nicht, aber die einkünfte aus dem kapital.

Cyber Motzer
21
16.2.2010, 05:13
Leutchen Schwarzgelder sind nicht das Problem

des Staates Oesterreich. Das Problem sind zu hohe Steuern, zu viele Beamte, und die Steuerstruktur. Ein Politiker der sich anmasst ueber oest Kapital in der Schweiz zu motzen sollte getrost heimgehen muessen. Das Motto ist: ein Drittel weniger Beamte, ein drittel weniger Ausgaben, keine Lohnsteuer, keine Einkommenssteuer, Schweizer Pensionssystem... Dann boomt unser Staat wieder.... aber das kapiert ja kein Politiker dieser Generation, noch weniger die Besucher dieser Website die sich alle in Karl Marx verirrt haben....

francgustav
00
17.3.2010, 10:33
Weil die Schweiz ja boomt?

Unsinn ist ja nicht wirklich zu verstehen, da muss ich die Politiker schon verteidigen!

Cyber Motzer
00
21.3.2010, 00:56
6,5 Beamte pro Einwohner ist kein Unsinn

das ist Wahnsinn

Cyber Motzer
00
16.2.2010, 05:05
An alle Schwarzmaler gegen Vermoegen

jeder der nur etwas Cash uebrig hat sollte seine Kohle im Ausland bunkern. Wieso ? Das Bankengeheihmnis wurde von unseren Politikern schon mehrfach durchloechert. So haelt man kein Kapital. Gestern gabs ne Vermoegensteuer, heute keine, morgen wieder ??? Das ist Unsicherheit. Kapital das schon 3 Mal versteuert wurde darf nicht noch Mal versteuert werden. Das gilt fuer Vermoegen und Erbvermoegen. Was glauben Sie wie viele kleine Haeusl-Erben sich den letzten Cent absparen muessen um die abstrusen Steuern zu bezahlen. Da wird der Eine oder Andere halt kreativ. Kapital ist flexibel, na und. Immobilien nicht. Mit oest Politikern gewinnt man da keine Wirtschaftskrise...Basta

also dann ...
22
14.2.2010, 19:23
die steueroasen = CH, LUX, LIE + dellaware, und jene denen GB "vorschub" leistet - gehören für IMMER ausgetrocknet !

W I E der "schmarotzer - staat CH funktioniert" . . .
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf... 04/text/4/

Es ist der Schweizer Banken-Oligarchie gelungen, das Land bis weit in die Politik hinein zu kolonialisieren.
Die ganze Schweiz übt sich in Loyalität im Verhältnis zu den Banken. Das ist ein Feudalverhalten. Es ist der Finanzindustrie gelungen, aus privaten Steuerbetrugsfällen einen interstaatlichen Konflikt zu machen.
Aber es sind Banken, die uns sowohl die Finanzkrise als auch die Steueraffären einbrocken. Der schwei-zerische Finanzplatz lebt von der H e h l e r e i ( ! ), seit Urzeiten.
Wenn man D ...angreift, verteidigt man die Hehler-tätigkeit der Großbanken.

Per Notrecht (OHNE parl. Zustimmung !)
hatte 2008 ...

1st Ltd. cocksuckerin
00
14.2.2010, 18:27
a jede(r) is a nuttn weil käuflich

intelligenzvergleich:

frau von generaldirektor - frau von sozialhilfeempfänger

mann von unternehmerin - mann von lidl verkäuferin

und besser isses unversteuert weil mehr bleibt. eh klar oder net ?

José Atento
00
14.2.2010, 21:27

interessanter nick ;-)
fuc*

Gerhard Gilnreiner
 
01
14.2.2010, 18:24
Unfassbar - wie wir Bürger und die Parteien.....

.....gelernt haben, mit solchen Meldungen zu leben.

Fritz der Spritzfreudige
24
14.2.2010, 17:59

In Thailand zahlst gar keine Steuern. Nix. Nada. Da zahlst für deine Schmier ein bisserl Schutzschmier. Das wars. Und Thailand ist ein schönes Land. Österreich eine Bananenrepublik und bald pleite.

José Atento
00
14.2.2010, 21:32

Auch ein interessanter nick ;-)

Aber Thailand ist wirklich ein schönes Land, da kann ich Ihnen nur beipflichten.
Und der Staat beschränkt sich dort auch auf das Wesentlichste. Hin und wieder ein Militärputsch, das war's. In den großen Städten (BKK) erstickt man fast und am Strand gibt es Zunamis...
Aber die Menschen lächeln trotzdem immer.

Susi Beinspreitzerin
00
14.2.2010, 17:36
schön blöd wär ich wenn ich schwarzgeld nicht annehmen würde

wenns der nicht versteuert hat muss ich es auch nicht. logisch oder. bei so einem tollen deal geht blasen aufs haus. bleibt noch immer mehr als wenns der fiskus frißt.

Wer regiert ?
30
14.2.2010, 16:42
Besser ÖVP und Schwarzgeld als Aids haben

Warum wählen HIV positive immer grün oder rot ?

Wer regiert ?
10
14.2.2010, 16:28
Bruhahhahha geilstes Forum nach laufhaus.at talkseite

Doris Altmann
62
14.2.2010, 16:25
Unglaublich, was sich die gierigen Vollkaskowohlfahtsstaaten mit ihren überbordenden Sozialsystemen anmaßen.

Stecken ihre gierigen Finger in Dinge die sie nichts angehen und vergreifen sich am Eigentum anderer.

Cyber Motzer
10
16.2.2010, 05:08
war zwar etwas derb von Ihnen ausgedrueckt, aber

da muss ich Ihnen Recht geben. Wir zahlen ja schon genug Steuern, und da wundert es mich nicht, dass es nach mehr als einem Zehent zu einer neuerlichen Revulition gekommen ist....

||||||||||||||||||||||||||||||||||
24
14.2.2010, 16:34


fragt sich nur, wie sie zu ihrem eigentum gekommen sind?

el_vira
05
14.2.2010, 16:38

ich komme langsam zum schluss, solchen schwachsinn einfach zu ignorieren ist besser als sich davon provozieren zu lassen und darauf zu reagieren ..
lassen wir die dame in ruhe geifern ..

el_vira
01
14.2.2010, 14:54

ist das eigentlich ein beissreflex der marktradikalen, dass sie ihre offentsichtlich kaputte ideologie mit ihren diversen haarsträubenden auswüchsen (wie zb steuerhinterziehung der vermögenden im großen stil) damit verteidigen wollen, dass sie in eine generalbeschimpfung von staat und politikern ausbrechen - völlig undifferenziert
oberstes ziel: den marktglauben mit zähnen und klauen (!) verteidigen, egal was bei dieser attacke in den dreck gezogen wird und kaputt geht

amber103
12
14.2.2010, 13:12
101%

Kaum eine Gesetz wird zu 100% befolgt, wird es nicht befolgt, kann der Staat den Erwischten mit einer entsprechenden Strafe belegen.

In letzter Zeit beobachtet man aber immer häufiger, dass Politiker im Windschatten der Finanzkrise versuchen ihre Macht in den illegalen Bereich hinaus auszuweiten, sie versuchen sich als Hehler, Rächer der Entrechten oder als Lynchrichter, um Applaus von den billigen Rängen zu erhaschen. Ihre Absicht ist es dabei nicht, mehr Gerechtigkeit zu erzeugen, sondern ihre Macht weiter auszudehnen als ihnen zusteht.

Matxalen epelde
04
14.2.2010, 12:57

In Deutschland wird jedem kleinen Steuersünder der Prozess gemacht und die wirklich Reichen (und damit Mächtigen), bunkern ihr Geld in den Alpen und schlürfen noch Sekt mit den deutsche Politikern.

Die deutsche Regierung tanzt munter mit dem Teufel und dessen hinterlassene kleine Feuerchen (der kleine Otto Normal Schwarzarbeiter), ist aber das eigentlich Böse aus der Hölle?

net-diver
 
10
16.2.2010, 11:52
Wer...

... zu blöd ist ein Nummernkonto anzulegen gehört bestraft. Das hat mit reich und superreich nichts zu tun. Das kann jeder machen. Kostet 855 Euro pro Jahr. Jede diesen Betrag übersteigende Steuerlast ist es wert dort gebunkert zu werden, und das auch noch mit derzeit reizvollen Konditionen.

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