Bayerische Polizei beschlagnahmt Münzschatz

12. Februar 2010, 17:47

Auf einem Bauernhof wurden archäologische Fundstücke und ein Brakteatenschatz aus dem 13. Jahrhundert sichergestellt

Harburg - Auf einem Bauernhof in Harburg (Bayern) hat die Polizei archäologische Fundstücke und einen Münzschatz aus dem 13. Jahrhundert sichergestellt. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung sei bei einem 39-jährigen Sondengänger eine Vielzahl an Metallobjekten und Keramiken gefunden worden, die dieser in Schachteln und Dosen auf seinem Bauernhof gehortet hatte, gab die Bayerische Polizei am Freitag bekannt.

Im Rahmen einer ersten Inaugenscheinnahme durch Mitarbeiter des Bayrischen Landesamtes für Denkmalpflege seien vorgeschichtliche und römische Artefakte wie Fibeln, Armreife und Gewandnadeln gesichtet worden. Unter den zahlreich gefundenen Münzen befindet sich den Angaben zufolge auch ein sogenannter Brakteatenschatz aus 30 Dünnblechmünzen mit Königsprägungen der Münzstätte Donauwörth aus dem 13. Jahrhundert. Die seltenen Münzen würden im Münzhandel gelegentlich zum Einzelpreis von mehreren Hundert Euro angeboten.

Die Münzen seien beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren wegen Unterschlagung eingeleitet worden. Der Fund soll vom Landesamt für Denkmalpflege wissenschaftlich ausgewertet und dokumentiert werden. (red)

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Posting 1 bis 25 von 43
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Wurzelloser Kosmopolit
26
13.2.2010, 13:18

Was auf dem unteren Foto zu sehen ist, ist Schrott, bringt insgesamt bei Ebay vielleicht zwischen 50-100 €.

Der abgebildete Brakteat, wohl das beste Stück, bringt in der Erhaltung höchstens 300 €.
Anzunehmen ist,dass die anderen 30 schlechter erhalten sind und daher zwischen 20-100 €/Stück über die Theke gehen. Gesamtwert des ganzen wohl 2500-3000 €.
Zur Zerstörung der Fundumstände hat unten schon jemand geschrieben, dass jeder Bauer dies 1000fach stärker tut und durch den Kunstdünger von den Münzen in 20 Jahren nur noch Metallstaub übrig sein wird.
Also bitte am Boden bleiben mit den Vorwürfen.

t-bonesteak
00
15.2.2010, 14:19
ebay ist der denkbar schlechteste

markt für eigentlich so ziemlich alles.

Wurzelloser Kosmopolit
00
15.2.2010, 21:32

Nun, ich weiss ja nicht auf was für Artikel Du dich beziehst, aber wennst Schrott, bzw. mittelmässige Qualität (und um das handelt es sich hier) zu Geld machen willst, dann gibt es bei Antiquitäten/Münzen, wie wohl auch bei vielen anderen Artikeln, ausschliesslich NUR Ebay. Sonst gibt es einfach keinen Markt für solche Dinge.
Lediglich mit echter Spitzenqualität kann man zu einem Auktionshaus gehen. Aber, 1. werden dort Herkunftsnachweise verlangt 2. kostet das Einliefern mindestens 30% Gebühr vom Erlös und 3. werden bei Auktionen öfters nicht einmal die Ebay-Preise erreicht.
Fazit: Ich bin auch kein besonderer Freund dieser Plattform, aber es bleibt oft nichts anderes über, wenn man seinen Ramsch zu Geld machen will.

Wurzelloser Kosmopolit
24
13.2.2010, 14:27

Ergänzung zum Münztyp:
Es sind keine Königsprägungen aus 13. sondern aus dem 12. Jhd.
Und abgebildet ist der Stauferkaiser Heinrich VI und seine Gattin Konstanze von Sizilien.

Nick Tameer
01
15.2.2010, 00:02

Ich wusste doch, dass ich die beiden von irgendwoher kannte.

Der sich den Wolf tanzt
00
14.2.2010, 12:28
also ich seh auf der münze nur eine abbildung von fix und foxi!


Nick Tameer
02
13.2.2010, 04:15

Rückblickend finde ich es auf geradezu rührende Weise überflüssig, dass der ursprüngliche Eigentümer mit der Schatztruhe zugleich auch den Schlüssel verbuddelt hat.

Der Waehlerwille
 
35
12.2.2010, 21:22
und völlig ausser fundzusammenhang :-/

wenn diese amateure wüssten was sie damit eigentlich alles unwiederbringlich vernichten ..

t-bonesteak
10
15.2.2010, 14:20
die frage ist eigentlich:

was geht es den staat an, was ich auf meinem grund und boden ausgrabe?

Gilgamesh
01
16.2.2010, 08:05

Weil sonst 10% der Weltbevölkerung 100% der Kulturschätze bei sich zu Hause hätte?

1.Kp / EW 74
 
13
13.2.2010, 00:11
Der Schaden, den er

angerichtet hat, dürfte nicht allzu groß sein. Mit der Sonde kommt er höchstens 20 cm tief.
Jeder Bauer richtet mit dem Pflug weit mehr Unglück an, der vernichtet jeden archäologischen Befund bis zu einer Tiefe von 50 cm, und zwar wirklich großflächig, gar nicht zu reden von den agressiven Düngemitteln...
Vermutlich weis der Sondengeher auf den Quadratmeter genau, wo er was gefunden hat; das Unglück ist, daß es keine offizielle und fachliche Dokumentation gibt, die in eine Publikation einfließen könnte.
Ich denke, von einer Regelung wie in England würden alle profitieren ( die Sondengeher sind legal unterwegs, melden aber jeden Fund den Behörden und dürfen ihn behalten ).

Anti-mens
102
12.2.2010, 22:31
jetzt mal ganz ehrlich:

wer muss schin so genau wissen, wer, wann, irgendjemand mit irgendwas bezahlt hat oder wer irgendjemand nach einem ritual eingeäschert hat?

mir reicht zum beispiel die tatsache, dass wenn ich etwas finde, dieses entweder wertvoll oder brauchbar ist. knochen? was mache ich mit denen; es sei denn es ist ein schädl, den kann man zu einem trinkgefäss machen.

sicher, vergangenheit ist wichtig. aber man kann es auch übertreiben. sicher ist auch, dass es dem land bayern dabei nicht um geschichte, sondern um wertgegenstände geht!

Gilgamesh
00
16.2.2010, 08:06

Ja manche wollen einfach nicht aus der Geschichte lernen....

Anti-mens
00
17.2.2010, 07:51
und was genau wollen wir daraus lernen?

das der kapitalismus schon sehr viel früher als gedacht erfunden wurde und menschen damals schon mit münzen bezahlten???????????

tolle erkenntnis! übrigens, wenn mir klar ist, dass die globalisierung schon damals stattfand, warum interssiert es mich, dass chau chau wu wuff mit maximus profitikus handel betrieb, welcher als billige lohnsklaven die beiden brüder hab nix glücknix als sklaven, bei wasser und brot, beschäftigte?

MAN KANN ES ÜBERTREIBEN! das haben auch schon die nazis mit ihrer ahnenkunde und den himmlerischen schädelvermessungstrupps! und da ging es auch um geschichte. ;-)

Gilgamesh
00
18.2.2010, 08:44

Nun wenn sie sich erkundigen würden, wüssten sie z.B. dass eine der ältesten Städte, die je gefunden wurden, NICHT gegründet wurde um sich zu schützen, sondern um zu handeln, es gibt keine Stadtmauern.
Also jene in ihren Augen niedere Bewehgründe, welche ihnen egal sind.
Würden sie nämlich weiter denken, würde ihnen auffallen was dies bedeutet, nämlich dass Menschen nicht immer kämpfen müssen und das ist ein positiver Eindruck auch für die Zukunft.

Oder sie wüssten, dass so was wie Persönliche Rechte, also ein Gesetz, schon im 2. Jahrtausend vor Christus in Stein niedergeschrieben war.

Sie wüssten, dass es Napolen war, der die Sklaverei wieder einführte in Frankreich.
Sowas kann also immer wieder passieren und das sollte man wissen.


caranx
02
14.2.2010, 09:39
"dabei nicht um geschichte, sondern um wertgegenstände geht!"

Ignorant. Wennst schon mal eine Uni von Innen gesehen hättest, wüsstest dass es nicht so ist.

Gilgamesh
00
16.2.2010, 08:08

Uni??
:D :D :D

Museum würde schon reichen, oder ein Buch, oder nur eine TV Dokumentation.. ;)

Der Waehlerwille
 
02
13.2.2010, 12:23
was ihnen wichtig ist ist das eine,

was historikern und archäologen wichtig ist das andere.

füllhornkäfer
02
13.2.2010, 09:05

Ja eben. Das nennt man Raubgräbermentalität. Ich nehme aber einmal an, dass das Land Baiern auch Landesarchäologen hat, die wissen, worum es bei einer Ausgrabung geht.

LCD
26
12.2.2010, 22:15

Na ja, das kann man den Polizisten nicht vorwerfen, schließlich wurden sie zu einer Schlägertruppe ausgebildet, und nicht zu Archäologen ;-).

Mad_Professor
02
12.2.2010, 21:22
Das Üble ist vor allem, dass der Fundzusammenhang nicht mehr rekonstruierbar ist.

Zum Glück sind wenigstens nicht alle Fundstücke versilbert worden.

Nick Tameer
02
13.2.2010, 04:21

Und bei einigen Münzen scheint sogar die Vergoldung abzublättern.

Bombayflüchtling
03
12.2.2010, 20:54

Dem Bild nach zu urteilen sind da ein paar ganz wenige feine Sachen dabei, und viel Schrott :-)

max 1231
 
199
12.2.2010, 18:37
da der mann dies gefunden hat gehört dies ihm

diese behördenschmarozer sollen abhauen, die tun nichts um dies zu finden, die terrorisieren nur die keute die halt was durch mehr oder weniger zufall gefunden haben. die bayuwarischen cleverlinge die dem mann seine sachen stehlen wollen sollen doch mal, jetzt nach etwa 700 jahren nachweisen wem das gehört ! dieser staat ist wirklich zum kotzen !

Jürgen Rembremerding
00
17.2.2010, 23:01
Es nennt sich Schatzregal und ist ein staatliches Recht!

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