Norwegen will weltgrößte Windkraftturbine bauen

13. Februar 2010, 18:55

Das Windrad soll mehr als 162 Meter hoch sein

Oslo - Norwegen will die leistungsfähigste Windkraftturbine der Welt bauen. Die Anlage solle mit zehn Megawatt rund dreimal so viel Energie liefern wie die bisher üblichen Windräder, teilte die für erneuerbare Energien zuständige Abteilung des norwegischen Energieministeriums, Enova, am Freitag mit. Das Windrad soll mehr als 162 Meter hoch sein und einen Rotordurchmesser von 145 Metern haben.

Die 137 Mio. Kronen (17 Mio. Euro) teure Anlage wird im südwestnorwegischen Oeygarden vom norwegischen Unternehmen Sway gebaut und soll laut Plan im Jahr 2011 ans Netz gebracht werden. Die Anlage wird vorerst zwar an Land stehen, erforscht werden sollen damit aber Möglichkeiten, die Effizienz von Windkraftanlagen im Meer zu verbessern. Die Tests sollen laut Enova zwei Jahre dauern. Dann sei das Verschiffen der Turbine auf die Nordsee hinaus geplant, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. (APA/red)

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24 Postings
Multivac, 2010-18-42, Donnerstag
00
17.2.2010, 08:58

gibts nicht schon bessere mit senkrechter nabe (windrichtungsunabhängig, leiser und keine psychoprobleme der anrainer)

nichtkaefer
00
13.2.2010, 13:55
Hoffentlich wird das kein GROWIAN

http://de.wikipedia.org/wiki/Growian

A ndreas Bogeschdorfer
25
13.2.2010, 17:34
Das ist sehr unwahrscheinlich.

Growian war ein Produkt großer Energiekonzerne, die mit diesem Projekt d damals noch junge Windkraft diskreditieren wollten.

Heute kann dieser Ansatz nicht mehr gelingen, denn d Windkraft hat ihre Einsatzfähigkeit mittlerweile eindrucksvoll unter Beweis gestellt u erfreut sich großer Zustimmg.

Widerstand aus d Energiekonzernen konzentriert sich heute auf d Argument d "Landschaftsschutzes", über politische Wege durch Raumordnungsgesetze (siehe Hessen) u über d Schüren v Neid d Betreibern gegenüber, d als Abzocker dargestellt werden. (Was überall d verpufft, wo es breite Einbindung d lokalen Bevölkerung in Investitionen u anschließende Ausschüttungen gibt)

Empfehlung: "Wind des Wandel", Hermann Scheer, Franz Alt u.a. - Ponte Press.

yomellamo
04
13.2.2010, 22:52

... landschaftsschutz ist ohnehin ein dummes argument gegen windenergie, denn ein gas/öl/kern/..kraftwerk trägt auch nicht besonders zum landschaftsschutz bei.

gigngogn
 
41
14.2.2010, 00:49
Ach ja?

Wie viele Windkraftwerke brauchen sie um die 1,6GW eines EPR an Leistung ans Netz zu bringen?
Wenn sie moderne Windkraftwerke der 2MW Klasse nehmen, brauchen sie 800 Windräder.
Wieviele Windkraftwerke brauchen sie um gleichviel Strom zu erzeugen wie ein EPR?
Der EPR wird eine Arbeitsverfügbarkeit von 94% haben, ein Windkraftwerk hat ~20%.
Der EPR erzeugt im Jahr ~13TWh, um gleich viel Strom mit Windkraftwerken der 2MW Klasse zu erzeugen, brauchen sie 3760 solcher Windräder und die brauchen natürlich auch Platz und zwar jede Menge.

Top Quark
04
14.2.2010, 18:52
Gut, dass Atomkraftbefürworter immer so ganzheitlich denken,...

...und nicht darauf vergessen, dass zB. weder das Endlagerproblem des bei der Atomkraft entstehenden, für Jahrzehntausende (!) tödlich hochradioaktiven Mülls gelöst ist, geschweige denn die Rückbaukosten (500 Mio € aufwärts) eines ausgedienten Atomkraftwerkes in die Kostenbilanz miteingerechnet wird. Ah ja, und was war nochmal dieses Tschernobyl?...

I Need Space
12
14.2.2010, 15:43
Kinder halten sich auch die Hände vor die Augen

und verwechseln das mit Veschwinden

yomellamo
01
13.2.2010, 23:55

(ganz zu schweigen von den Kohle und Öl abbaugebieten)

greenling
55
13.2.2010, 13:23
man sollte noch viel mehr

in kleine windgeneratoren investieren.
gibt schon einige tolle beispiele dafür, nur müssen sie noch effizienter, leiser und rentabler werden!
am besten auf jedes neue haus ein geräuschloser windgenerator und solarzellen- energieautarkie fängt bei jedem haus selbst an.

1komma144729886
01
13.2.2010, 15:49
nun, ehrlich

klngt ganz nett, aber wär's nicht für den anfang mal besser, geld in g'scheite wärmedammungsförderungen zu stecken? hier ist die politik gefragt, denn je weniger energie wir zum heizen benötigen, deso besser kann der technologische fortschritt auch genutzt werden.

und für alternative energien wie windräder und solarzellen ist eben nicht überall platz (ich kann zb aufgrund von altem baumbestand keine solarthermie, und schon gar keine solarzellen nutzen, und ich habe hierfür auch die umweltberatung in anspruch genommen, damit ich die tatsächlichen möglichkeiten maximal ausnutzen kann), die wärmedämmung meines hauses allerdings macht sich bezahlt, die kosten sind nur geringfügig höher als für die wohnung vorher, pro qm gerechnet.

Nadlehee
00
14.2.2010, 10:58
Strohballenbau

Zu diesem Thema: empfehle die Auseinandersetzung mit dem Thema Strohballenbau.Findet sich eh einiges dazu im Internet auch auf youtube.
Habe mir vom Keimblatt Ökodorf deren DVDs mit einem Fortrag und Videos eines sChweizer Architekten schicken lassen: Beeindruckend!!!
Diese Häuser brauchen überhaupt keine Heizung mehr!!!
In der Errichtung sind sie nicht teurer als konventionelle Häuser. Außerdem ist der CO2 Koeffizient für das Baumaterial super niedrig.

yomellamo
01
13.2.2010, 22:57

ich denke, dass ist keine frage von entweder/oder, sondern von sowohl/als auch.

Ein Windrad am Dach schliesst ja das wärmedämmen nicht aus.

A ndreas Bogeschdorfer
04
13.2.2010, 17:25
Effizienz und Energiesparen haben begrenzte Potentiale.

Schon klar, daß nicht jede ern. Energietechnologie überall einsetzbar ist. D Mix machts aus.

Dennoch kann auf eine energietechnische Revolution nicht verzichtet werden, denn global betrachtet steigt d Bedarf an Energie, wie effizient d Technologien auch sein mögen.

Wenn sich dann alle auf d begrenzt verfügbaren fossilen o nuklearen Energien stürzen, d nach einmaligem Einsatz für immer verloren sind, droht nicht nur d ökologische Wahnsinn, sondern auch d soziale u militärische.

Wenn aber d Ind.länder nicht handeln u d Technologien auf d Märkten voranbringen, kann es auch keine Entwicklung i d "3. Welt"- Ländern geben, weil d Kostenentwicklung stecken bleibt.

Effizienz u neue Energietechnologien müssen Hand in Hand gehen.

Nadlehee
01
14.2.2010, 11:06
Energiesparen

Also ich denke es gibt ENORME Energiesparpotentiale.
Ich selbst habe meinen Stromverbrauch auf unter 700 kWh (Singlehaushalt) gedrückt im letzten Jahr.
Wodurch:
- Nichts im Standby
- Besen statt Staubsauger
- im Winter ist mein Kühlschrank ausgeschaltet, Lebensmittel lagern in Plastikboxen am Fensterbrett.
-Energiesparlamoen im Wohnzimmer.

Aber da geht noch viel mehr:
-Hauptverbraucher ist mein PC - ein älteres Modell, mit Röhrenbildschirm, leider Stromfresser. Wenn der mal ausrangiert ist kommt ein Laptop oder Stromspar-PC.

-Wenn der alte Kühlschrank eingeht kommt ein A oder A+

Ich bin überzeugt, dass ich locker unter 500 kWh, vielleicht sogar knapp an die 300 kommen könnte. Ein Bruchteil des Durchschittsverbrauches.

Franz Stefan
00
16.2.2010, 21:17
Ihr Engagement in Ehren

... im Singlehaushalt. Mit Kindern können Sie sich das getrost abschminken.
Obwohl, wenn ich unseren Stromverbrauch durch 5 Köpfe teile, dann komme ich auch nur 25-30% über ihre 700kWh/a...

500kWh/a braucht allein unsere Heizung (Brennwertgastherme u 15m2 therm Solaranlage). Ebensoviel wie die Kühltruhe und familientauglicher Kühlschrank zusammen.
Ach ja, Gas brauchen wir so um 450m3/a und 2-3fm Brennholz.

Nadlehee
00
17.2.2010, 11:34

Naja, eigentlich bieten Mehrpersonenhaushalte auch durchaus Einsparungspotential gegenüber Singlehaushalten. Und natürlich muss man den pro Kopf-Verbrauch rechnen.

Aber wenn sie eine thermische Solaranlage im Betrieb haben, dann sind sie da eh auch schon sehr engagiert.
ich habe übrigens in einem vorherigen Post schon auf Häuser in Strohballenbauweise hingewiesen, die brauchen dann gar keine Heizung mehr. Da würden sie noch mal ganz grob geschätzt 2/3 weniger an Gas und Strom aufwenden - Warmwasseraufbereitung gerade im Winter braucht wohl noch immer Energiezufuhr.

Nur damit eventuelle Vergleiche einfacher werden: Ich wohne in einer 40qm Wohnung. Sie im Einfamilienhaus, habe ich das recht verstanden.

nix fir unguad
20
15.2.2010, 10:39
Wenn Sie so leben wollen, ist das Ihre Sache

Ich will nicht so leben.

Nadlehee
00
17.2.2010, 11:39

Hm, naja ein paar Details dazu wie sie sich ihr Leben vorstellen im Vergleich zu dem von mir skizzierten wären jetzt hilfreich. Ich versuche aber mal trotzdem auf ihren Einwand einzugehen:

Wo sehen sie die großen Komforteinbußen bei dem was ich skizziert habe?
-Kühlschrank (Für mich ist es mittlerweile völlig normal, dass ich von Dezember bis März einfach das Fenster öffen und mein Kühlgut den Kunststoffboxen am Fensterbrett entnehme.) Und wenn man so eine Form der Kühlung schon bei der Errichtung eines Hauses plant, dann ließe sich dieser Winterkühlschrank ganz einfach ins Mauerwerk integrieren und wäre super einfach in der Handhabung.

Besen vs. Staubsauger - ich bin mit dem Besen nicht langsamer, für Teppiche benutz ich Staubsauger

Nadlehee
01
14.2.2010, 11:24
Zusatz Energiesparen

Hier noch ein link:
http://www.energiesystem.de/Auswahl/K... rauch.html

Der durchschnittliche Energieverbrauch (Singlehaushalt) bei 1600kWh.
Ich bin also jetzt schon unter der Hälfte. Mit meinen angepeilten Optimierungen komme ich auf unter 1/3 im Extremfall (den ich für realistisch halte, auf 1/5 ~300 kWh)

1komma144729886
00
13.2.2010, 18:34
natürlich,

sie haben recht, aber wird die mega-technologie für die 3. welt nutzbar sein?

unsere kummerln hatten vor jahren schon das projekt "sonne für kuba", wo massiv in solartechnologie investiert worden ist. wenn die technologieoffensive basisnahe, d.h. robuste und mit geringeren kosten behaftete systeme hervorbringt, dann weiter so, aber diese art von groß, größer, am größten bringt der 3. welt null, da dort kleine, dezentrale einheiten, die noch dazu vor ort repariert werden können, sinnvoller sind.

dennoch bin ich der meinung, dass die einsparungspotenziale durch modernere geräte, sofern durchsetzbar, eine der säulen der energiepolitik sein muss. derweil sind die neuen e-formen höchstens ein tropfen auf einen viel zu heißen stein.

yomellamo
00
13.2.2010, 22:59

stellen sie sich vor... zb. Wien , .. tausende häuser... wenn auf jedem ein paar kleine windräder wären und auf jedem ein paar solarzellen. Dann noch gut wärmedämmen...

Nadlehee
00
17.2.2010, 11:50
Schöne Vision

Eine schöne Vorstellung.
Wenn man dann noch im Nullenergie- oder zumindest Passivhausstandard baut, bzw. darauf hin saniert...
Wenn Energiesparende Geräte steuerlich dermaßen begünstigt würden, dass jeder automatisch dazu greifen würde,...
Ich bin sicher Wien könnte mit 1/5 der Energie auskommen. Sowohl Strom als auch Heizenergie.
Und das OHNE Komforteinbußen

Das dann umgelegt auf ganz Österreich: Die bestehenden Wasserkraftanlagen würden einen gehörigen Überschuss produzieren - den man für gutes Geld ins Ausland verkaufen könnte.

Dann noch Versuche mit Flächenwidmungsplänen etc. bewusst darauf hin zu steuern, dass man nicht zu weit vom Wohnort arbeitet, ein mutiger Ausbau der Radwege,...
Huiii, was da alles möglich würde

A ndreas Bogeschdorfer
07
12.2.2010, 22:41
Könnte als Element der Energieversorgung künftiger Seefahrt interessant werden.

Zugleich sollte aber auch die Selbstversorgung der Schiffe mit Wind und Solar weiter erforscht und entwickelt werden.

Greenpeace zeigt hier mit seiner Flotte die Möglichkeiten auf. 80% der Greepeaceflotte beziehen ihre Energie aus modernen Segeln.

Gerry Mander
33
12.2.2010, 19:51
Die effizienz sollte durch die bauform gegeben sein

Die ausbeute, also der mehrertrag wenn sie im meer aufgestellt, sollte man eher effektivität nennen.

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