derStandard.at-Interview

"Der Assistenzeinsatz sollte beendet werden"

Rosa Winkler-Hermaden, 14. Februar 2010, 12:35
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    "Vorwahlzeiten sind kostentreibende Zeiten. Und wenn es ständig Wahlen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gibt, dann führt das zu enormen Kostensteigerungen."

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    "Die Situation ist für mich jetzt schon eine, wo wir Finanznöte haben. Wir hatten 2008 mehr als 70 Milliarden an Einnahmen, im heurigen Jahr haben wir nur 57 Milliarden zu erwarten. Das sind 13 Milliarden weniger."

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    "Der Assistenzeinsatz kostet 38 Millionen Euro jährlich, es sind 800 Grenzsoldaten im Einsatz und es gibt 9 Aufgriffe."

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    "Wir müssen uns anstrengen, möglichst viel für Sicherheit zu tun. Aber mit den dafür ausgebildeten Einheiten. Dass die Anwesenheit der Grundwehrdiener zur Beruhigung der Bevölkerung beiträgt, das mag schon stimmen. Aber diese Beruhigungspille um 38 Millionen ist keine billige Pille."

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    "Beim letzten Bauernbundball habe ich mich stundenlang mit dem grünen Abgeordneten Werner Kogler unterhalten. Da kann man in einer anderen Atmosphäre mit politischen Gegnern zusammenkommen. Und das ist für die politische Arbeit durchaus von Vorteil."

Staatssekretär Lopatka über die hohen Kosten des Bundesheer-Einsatzes und die "Herkules-Aufgabe" der Verwaltungsreform

38 Millionen Euro kostet der Assistenzeinsatz des Bundesheeres in der Grenzregion in Niederösterreich und dem Burgenland jährlich. Das sagt Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP) im Interview mit derStandard.at. Er habe entsprechende Informationen. Damit widerspricht er Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) deutlich, der zuletzt behauptet hatte, der Einsatz koste 12,5 Millionen Euro jährlich. Lopatka fordert ein sofortiges Ende des Assistenzeinsatzes, denn auch für die Grundwehrdiener stelle er eine "enorme psychische Herausforderung" dar und habe in den letzten zwei Jahrzehnten zu 23 Selbstmorden geführt.

Lopatkas eigentliche Aufgabe ist es, die Verwaltung im Bund und in den Ländern effizienter gestalten. Er hat damit aber so seine Probleme, weil die Landeshauptleute "nicht allzu viel verändern wollen", sagt er. Vor allem dann nicht, wenn Wahlen in den Bundesländern anstehen.

*****

derStandard.at: Sie kommen aus der Steiermark und obwohl Sie schon seit Jahren in der Bundespolitik tätig sind haben Sie einen starken Bezug zu Ihrem Heimatbundesland. Sind Sie stolz darauf, ein Steirer zu sein? 

Lopatka: Ich bin weder stolz darauf, ein Steirer zu sein, noch stolz darauf, ein Österreicher zu sein, aber glücklich darüber. Ich bin glücklich in Europa geboren zu sein und nicht in Schwarzafrika. Bei uns sind die Chancen für einen Durchschnittsbürger um ein vielfaches höher, als in anderen Teilen der Welt.

derStandard.at: Ich frage deshalb, weil es Stimmen gibt, die meinen, dass die starke Identifikation des Österreichers mit seinem Bundesland der Grund dafür sei, warum es für die Bundespolitik so schwierig ist, Reformen in Hinblick auf eine effizientere Verwaltung über die Ländergrenzen hinweg durchzusetzen. Sehen Sie das auch so?

Lopatka: Da ist sicherlich viel Wahres in dieser Aussage. Man merkt ja auch an der Sprache, dass jedes Bundesland sein eigenes Idiom hat. Wenn man im Ausland Österreicher trifft, auch Leute, die im diplomatischen Dienst sind, definieren sie sich über das Bundesland. Sie stellen sich nicht als Österreicher vor, sondern als Steirer, Wiener oder Tiroler. Deswegen glauben die Vertreter der Länder, also in erster Linie die Landeshauptleute, dass man, was die Verwaltungsstrukturen betrifft, nicht allzu viel ändern soll.

derStandard.at: Aber Sie sind da als zuständiger Staatssekretär anderer Meinung. Woran liegt es, dass bei manchen Ländern der Reformwille fehlt?

Lopatka: Wer gibt schon gerne für seine engsten Mitarbeiter Sonderrechte auf? Der Wiener Bürgermeister wird das beispielweise sehr pragmatisch sehen. Er sagt, ich habe Wahlen am 10. Oktober, auch wenn ich im Finanzausgleich mit meiner Unterschrift einer Pensionsharmonisierung zugestimmt habe, setze ich den Reformschritt nicht um, weil Landtagswahlen vor der Tür stehen. Wenngleich das nur für einen Akademiker auf die Lebenspensionszeit gerechnet mehr als 200.000 Euro an Zusatzkosten schafft.

derStandard.at: Sie haben zuletzt deshalb auch gefordert, dass die Landtagswahlen aller Bundesländer an ein und demselben Tag stattfinden sollen. Was würde das bringen?

Lopatka: Das würde vieles erleichtern. Schauen Sie sich das Verhalten der Landeshauptleute an. Als weiteres Beispiel nenne ich Ihnen die Beamtenbezüge. Bevor wir noch auf Bundesebene begonnen haben darüber zu diskutieren, haben die Landeshauptleute aus Kärnten und Salzburg gesagt, bei uns gibt es eine Nulllohnrunde. Dort waren gerade die Landtagswahlen vorbei. Gleichzeitig hat der Landeshauptmann aus dem Burgenland, wo die Landtagswahlen noch anstehen, gesagt, egal was ihr auf Bundesebene wollt, bei uns gibt es keine Nulllohnrunde. Vorwahlzeiten sind kostentreibende Zeiten. Und wenn es ständig Wahlen zu unterschiedlichen Zeiten gibt, dann führt das zu enormen Kostensteigerungen. 

derStandard.at: Aber wie stellen Sie sich jetzt vor, dass Sie jemals auf einen Nenner mit den Ländern kommen? Sie verfolgen ja offenbar unterschiedliche Interessen.

Lopatka: Das wird nur aus der Not heraus gehen. Die Situation ist für mich jetzt schon eine, wo wir Finanznöte haben. Wir hatten 2008 mehr als 70 Milliarden an Einnahmen, im heurigen Jahr haben wir nur 57 Milliarden zu erwarten. Das sind 13 Milliarden weniger. Wenn wird da nicht bereit sind, auf der Ausgabenseite was zu tun, dann führt uns das in nächster Zeit in eine Sackgasse. Der Bund wird diese riesige Aufgabe, man kann ruhig auch von einer Herkules-Aufgabe sprechen, nur dann bewältigen können, wenn auch Beiträge von den Ländern kommen. Das ist im Verhandlungsweg zu erreichen. Wenn das nicht geht, dann werden die Staatsbürger, unabhängig von ihrer Landesbürgerschaft, die Leidtragenden sein. 

derStandard.at: Im Zusammenhang mit der Verwaltungsreform und dem Finanzausgleich haben Sie vergangene Woche im Interview mit der "Furche" gemeint, der Assistenzeinsatz, der dem Bund sehr viel Geld kostet, bringe nichts. Sie haben das sehr hart formuliert: "Man zählt - überspitzt formuliert - mehr Selbstmorde von jungen Grenzsoldaten als Aufgriffe". Haben Sie diese Aussage im Nachhinein bereut?

Lopatka: Ich wollte zum Nachdenken anregen. Der Assistenzeinsatz hat unseren Informationen zufolge Gesamtkosten in der Höhe von 38 Millionen Euro jährlich. Es sind 800 Grenzsoldaten im Einsatz und es gibt 9 Aufgriffe. Für die jungen Grundwehrdiener ist es eine enorme psychische Herausforderung und das hat in den letzten zwei Jahrzehnten zu 23 Selbstmorden geführt. Auch das sollte man mitbedenken. Steht das dafür?

derStandard.at: Was fordern Sie?

Lopatka: Meines Erachtens sollte der Assistenzeinsatz beendet werden. 

derStandard.at: Auch wenn die Kosten das Land übernehmen würde?

Lopatka: Entweder sehe ich so etwas als sinnvoll an oder nicht. Und ich sehe es als nicht sinnvoll an. Daher wird es nicht besser oder sinnvoller, wenn ein Bundesland die Kosten trägt.

derStandard.at: Die Landeshauptleute von Niederösterreich und dem Burgenland und der Verteidigungsminister stehen stark hinter dem Assistenzeinsatz.

Lopatka: Vielleicht ist es noch zu wenig diskutiert worden. Die Schengen-Außengrenze wird ja von unseren Nachbarn immer effizienter bewacht. Wenn wir das ernst nehmen, dass sich Europa weiter entwickeln soll, dann wird man irgendwann - hoffentlich möglichst bald - unseren Nachbarn zutrauen, dass sie unsere Außengrenze sichern. Ich traue es ihnen zu.

derStandard.at: Aber die Bevölkerung im Burgenland ist froh, dass es die Präsenz des Bundesheeres gibt. 

Lopatka: Wenn die Politik immer genau das macht, was die Bevölkerung will, dann müssten wir schleunigst alle Steuern abschaffen. Das geht auch nicht. Ich bin sehr dafür, dass die richtigen Personen für Sicherheit sorgen. Polizeiliche Aufgaben hat die Polizei zu erfüllen und militärische das Bundesheer. Wir müssen uns anstrengen, möglichst viel für Sicherheit zu tun. Aber mit den dafür ausgebildeten Einheiten. Dass die Anwesenheit der Grundwehrdiener zur Beruhigung der Bevölkerung beiträgt, das mag schon stimmen. Aber diese Beruhigungspille um 38 Millionen ist keine billige Pille.

derStandard.at: Sie haben am Donnerstag den Opernball besucht, am Freitag den steirischen Bauernbundball. Sind Sie ein guter Tänzer?

Lopatka: Das müssen Sie meine Frau fragen.

derStandard.at: Aber Sie besuchen Bälle gerne?

Lopatka: Ich sehe sie als einen Teil meiner Arbeit. Beim letzten Bauernbundball habe ich mich stundenlang mit dem grünen Abgeordneten Werner Kogler unterhalten. Da kann man in einer anderen Atmosphäre mit sogenannten politischen Gegnern zusammenkommen. Und das ist für die politische Arbeit durchaus von Vorteil.

derStandard.at: Am steirischen Bauernbundball war Beatrix Karl, die neue Wissenschaftsministerin, zu Gast. Auch Ihnen wurden Chancen auf den Posten ausgerechnet. Warum sind nicht Sie der neue Wissenschaftsminister geworden - weil Sie ein Mann sind?

Lopatka: Nein, sicher nicht. Als Politiker kann man sich nicht dagegen wehren, wenn Zeitungen ein solches Name-Dropping betreiben. Das muss man bis zum Tag der Entscheidung aussitzen. 

derStandard.at: Ein Posten ist jetzt wiederum frei, der des Generalsekretärs des ÖAAB ...

Lopatka: ... da bewerb ich mich nicht.

derStandard.at: Was die ÖVP noch sucht, ist ein Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahl. Wen würden Sie ins Rennen schicken?

Lopatka: Gott sei Dank ist es nicht meine Aufgabe das zu entscheiden.

derStandard.at: Sie haben aber sehr viel Erfahrung als ehemaliger ÖVP-Wahlkampfstratege.

Lopatka: Darüber sollen sich aber die jetzigen Strategen den Kopf zerbrechen. Zurufe von jenen, die früher in solchen Funktionen tätig waren, sind nicht von Vorteil. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 14.2.2010)

Zur Person: Reinhold Lopatka (50) ist ÖVP-Staatssekretär im Finanzministerium. Davor war er Sportstaatssekretär und Generalsekretär der ÖVP.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 156
1 2 3 4
Friedrich Neuhofer1
00
17.3.2010, 23:16
Probleme an der Schengen-Grenze

Herr Lopatka hat die Situation ja richtig erkannt nur sollte es nicht heißen "...die Schengen-Grenze wird von unseren Nachbarn bewacht" sondern "...sollte bewacht werden". Ich kann mich erinnern als Österreich zur Schengen-Aussengrenze wurde hat der damalige bayrische Innernminister Beckstein rigorose Kontrollen zur österreichischen Grenze aufgezogen und uns all die Früchterl, die versucht haben illegal ind ie BRD einzureisen, postwendend übermittelt. Warum machen wir nicht ähnliches? Weil dies nur Exekutivorgane machen können und die hat uns des Herrn Lopatka Parteifreund Strasser wegrationalisiert.

pater hirni
24
17.2.2010, 09:46
der lopotka-einsatz sollte beendet werden.

bundesbruder lobius wird vom cv sicher gut untergebracht -- die wienerInnen haben sich eh für hausmeister ausgesprochen.

ego n
00
19.2.2010, 19:56

ein versorgungsposten bei der bahn, gleich neben parteigenossen ito wäre ein wahnsinn!

ob er dann noch immer solche lügen verbreiten würde?

3.märz-oder 4.
11
15.2.2010, 16:53
ich bin nicht stolz ein österreicher zu sein

impliziert:nichts selber für österreich getan zu haben.
darauf kann man nicht stolz sein.
astsäge.

spoiled ballot
02
16.2.2010, 00:24
nein, er könnte stolz auf österreich sein

weil er entscheidendes für die positive entwicklung österreichs getan hat, das wäre aber größenwahn.

aber er kann nicht stolz darauf sein, österreicher zu sein, denn sein einziger beitrag dazu war, dass er nicht eine anderer staatsbürgerschaft angenommen hat.

ceiberweiber.at
01
15.2.2010, 17:55
Das ist nicht so schlimm

also ich verstehe es so, er ist österreicher, aber durch den zufall, hier geboren zu sein, was ja kein verdienst ist. alles im leben, das er erreicht, wird dann kein zufall gewesen sein...

Woyt'sa Vadshn?
 
12
15.2.2010, 13:19
hat in den letzten zwei Jahrzehnten zu 23 Selbstmorden geführt

Schwachsinn! Nicht, dass ich nicht seiner Meinung wäre, der Assistenzeinsatz ist wahrlich für die Fisch, aber die psychische Beanspruchung hält sich doch sehr in Grenzen - außer man rechnet die Demütigung einer Niederlage beim allabendlichen Komasaufen mit ein!

Und ich weiß, wovon ich rede, ich war 3x an der Grenze, und zwar ab '91, da war die 'psychische Beanspruchung' noch bei weitem höher! Völlig fassungslos war ich damals, als man den von uns Aufgegriffenen auf der Flüchtlingssammelstelle dann einen Fahrschein nach Traiskirchen in die Hand gedrückt und sie zur Bushaltestelle gestellt hat!

Tatsache!

Tom Tom5
12
15.2.2010, 15:41

ist auch deswegen ein Schwachsinn, weil in der selben Menge an jungen Leuten innerhalb von 10 Jahren auch ohne Heer eine ähnlich hohe Anzahl an Suiziden zu verzeichnen wäre. Die genannten Zahlen sind nicht signifikant und die Thematik ist so komplex, dass man kaum eine seriöse Aussage treffen kann. Deswegen wahrscheinlich auch perfekt für politisch populistische Aussagen zu gebrauchen.

spoiled ballot
02
15.2.2010, 14:49
da die begründung für den asse

das "sicherheitsgefühl" ist,
kann man schon unsachlich bleiben, und die selbstmorde in die diskussion einwerfen.

wenn die burgenländer und niederösterreicher zur bewachung ihrer gartenhütten das bundesheer wollen, müssen sie damit leben, dass sich dabei jedes jahr einer das leben nimmt.

und die frage ist nicht warum sie es machen, weil die kann niemand klären, sonder warum schafft der staat die voraussetzungen dafür.

der wirtschaftsbetrieb, indem jedes jahr während der arbeitszeit einer selbstmord begeht, wäre dauerthema.

Hare75
01
15.2.2010, 22:32

den gibt es: z.B. France Telecom (keybrand Orange)

spoiled ballot
00
15.2.2010, 23:58
und der orf berichtete darüber

Woyt'sa Vadshn?
 
01
15.2.2010, 15:07
warum schafft der staat die voraussetzungen dafür???

Tut er das?

Die hätten sich auch in der Kaserne töten können, oder sich aufhängen, oder vor den Zug springen. Der ursächliche Zusammenhang mit dem BH fehlt völlig!

spoiled ballot
01
15.2.2010, 21:33
man gibt ihnen eine geladenen waffe und eine menge zeit alleine

in der kaserne hat man beides nicht.

auch unverständlich der unterschied zwischen schulschießübungen, bei denen es ordentliche sicherheitsvorkehrungen gibt, und der fahrlässige umgang beim asse.

und wenn man jemand eine waffe in die hand drückt und der sich damit das leben nimmt, trägt man die verantwortung, weil erstens macht das ja fast niemand freiwillig, und zweitens war der psychologische test, der den betreffenden als geeignet bescheinigt hat, offensichtlich falsch.

Tiroler Bursch
01
15.2.2010, 12:23
Komischerweise

hat sich die ÖVP dazu entscheiden alle unpopulären aber sachlich natürlich einzig richtigen Dinge von Herrn Lopatka präsentieren zu lassen - aus dem Mund von Pröll, Fekter usw. würde man das nie hören! Trotzdem eine gute Startegie - die man bei den roten gänzlich vermisst!

Mac User
42
15.2.2010, 12:18
Das österr. Bundesheer

ist zwar nicht dafür zuständig, die Grenzen zu sichern,
aber es ist die einzige sinnvolle Tätigkeit, die diese Organisation ausübt.

Mehr Polizisten kann sich Österreich eben nicht leisten. Deswegen wird das weitaus billigere Bundesheer zur Grenzsicherung eingesetzt.

Und bei aller angeblichen Ineffizienz, die österr. Polizei wäre sicher noch um einiges schlechter bei der Grenzsicherung.

Denn die haben etwas anderes zu tun, nämlich Geld beschaffen, vor allem bei den Autofahrern.

hagen hilf
10
15.2.2010, 12:37
"die einzig sinnvolle Tätigkeit"

das sehe ich doch ein wenig anders, sowohl was die Sinnhaftigkeit des Assistenzeinsatzes als auch was die Sinnlosigkeit anderer Tätigkeiten, wie z.B. dem Katastrophenschutz oder von UN-Einsätzen, betrifft.

byron sully
23
15.2.2010, 12:10
nanu,

ich hab lopatka aus früheren zeiten recht unsympathisch und populistisch in erinnerung. dieses interview ist so ziemlich das gegenteil davon. und daß ein politiker ein großpartei das ende des assistenzeinsatzes fordert - hut ab!

lobo marunga
01
15.2.2010, 11:42

"Für die jungen Grundwehrdiener ist es eine enorme psychische Herausforderung und das hat in den letzten zwei Jahrzehnten zu 23 Selbstmorden geführt."

immer schön wenn menschen ursache und wirkung so einfach benennen können. nicht das ich für den assistenzeinsatz bin der ist komplett für die fisch. aber a bissal a seriosität tätat den politikern schon gut. aber nein die tun alles für einen guten spruch...

anton-aus-tyrol
 
00
15.2.2010, 11:06
"Der Assistenzeinsatz sollte beendet werden"

Da hat er recht! Jetzt muss er es noch zwei Landeskaisern beibringen, die sich um die "subjektive Sicherheit" ihrer Wähler sorgen und somit um die subjektive eigene Sicherheit, die nächste Wahl zu gewinnen...

Übrigens, einer ist aus der eigenen Partei! Könnte also sein, dass der Lopatka als Nestbeschmutzer gilt. Nur subjektiv natürlich...

ceiberweiber.at
00
15.2.2010, 11:37
Dazu fällt einem aber eines ein

die werte frau parteikollegin (auf besuch im fernen kanada) ist ja wohl schon informiert worden, was der herr parteikollege auch von ihr fordert? nimmt sie es zur kenntnis, ist sie sauer, sagt sie etwas dazu? dürfen wir das auch erfahren?

michelkholhaas
01
15.2.2010, 11:01
Lopatka war mir immer unsympathisch,

aber die ruhige, sachliche Art, unprätenziös und ohne Aggression in diesem Interview sowie die Vernunft, die er tlw. gegen die eigene Parteilinie hier zeigt, lassen Hoffnung aufkeimen!

Entropix
00
15.2.2010, 10:53
Ja!

Und zwar sofort!

ubu roi
12
15.2.2010, 10:32

als övp-wahlkampfchef war er nicht zum aushalten, das hier ist aber ein sehr vernünftiges interview. gegen bundesheer an der grenze, gegen sinnlos-föderalismus usw - vielleicht gibt es ja doch noch hoffnung.

lobo marunga
02
15.2.2010, 11:47

das hat programm bei der övp - aus der zweiten reihe sagt immer einer halbwegs gscheite sachen wo man als denkender bürger zustimmen kann (siehe reformpapier (oder wie das hieß) vom pröll). aber das was umgesetzt wird ist weiterhin so reaktionär wie eh und jäh.

cheesy10
11
15.2.2010, 11:32
endlich einer der die wahrheit sagt

Muß sagen der Herr ist mir symphatisch einer der die Wahrheit sagt. Unser lieber Verteidigungsminister lügt ja Tag und Nacht und verteidigt seinen Assistenzeinsatz nur weil er der nächste Landeshauptmann in Burgenland werden will.
Wer so das Steuergeld beim Fenster raus wirft gehört auch rausgeworfen der hat nix verloren als Minister. Finde auch die Idee gut mit den Landeswahlen würde sicher was bringen und uns viel Steuergeld sparen. Aber leider wird alles so weitergehen, bis wir so darstehen werden wie Griechenland.

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