Als SAP-Berater in einem Kernkraftwerk in Kalifornien
STANDARD: Sie sind als SAP-Berater in einem Kernkraftwerk in San Luis Obispo, Kalifornien, tätig. Gab es Ihnen in Europa zu wenige?
Schneck: Nein, das war es nicht. Ich habe als SAP-Berater in verschiedenen Branchen gearbeitet - im Maschinenbau, im Automotive-Bereich. 2005 wurde ich für ein Projekt hierher angefordert.
STANDARD: Was ist denn an SAP so spannend, dass man - wie Sie - 21 Jahre dabei bleibt?
Schneck: Jede SAP-Implementierung hat ihre eigenen Anforderungen, außerdem ist es ein so komplexes Programmpaket, dass man fast jeden Tag etwas Neues lernt.
STANDARD: Die San-Luis-Obispo-Homepage führt Gründe an, die einen Besuch fast zwingend machen - etwa für Ornithologen. Zu welcher Neigungsgruppe gehören Sie?
Schneck: Wanderer - an den schönen Stränden und in den naheliegenden State Parks.
STANDARD: Was mögen Sie an Kalifornien besonders?
Schneck: Das Klima. Und es gibt hier keine Mücken und Gelsen.
STANDARD: Was hält Ihr Leben zusammen?
Schneck: Der Spaß am Job. 60-Stunden-Wochen sind die Regel. Da bleibt keine Zeit, um über Sinn und Unsinn des Lebens nachzudenken.
STANDARD: Können Sie sich vorstellen, nach Österreich zurückzukommen?
Schneck: Mittelfristig ja. Aber nicht als SAP-Berater.
Standard: Sondern als was?
Schneck: Vielleicht als Verkäufer in einem Buchgeschäft. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 13./14.2.2010)