Trotz chinesischer Kritik

Obama empfängt Dalai Lama

12. Februar 2010 08:04

Peking fordert US-Präsidenten zu Verzicht auf Treffen auf - "Beziehungen nicht weiteren Schaden zufügen"

Washington/Peking - Trotz scharfer Kritik aus China hält US-Präsident Barack Obama an einem baldigen Treffen mit dem Dalai Lama fest. Das Präsidialamt in Washington teilte am Donnerstag mit, Obama werde das geistliche Oberhaupt der religiösen Tibeter am 18. Februar empfangen. Wenige Stunden später forderte die Regierung in Peking die sofortige Absage des Termins.

"Chinesisch-amerikanischen Beziehungen keinen Schaden zufügen"

Ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Ma Zhaoxu, sagte am Freitag, das für Treffen sollte abgesagt werden, "um den chinesisch-amerikanischen Beziehungen nicht weiteren Schaden zuzufügen". Ma sagte, die chinesische Regierung bitte die USA dringend, "die hohe Sensibilität der mit Tibet verbundenen Fragen vollständig zu verstehen, sich an ihre Verpflichtung zu halten, Tibet als Teil Chinas anzuerkennen und sich gegen eine Unabhängigkeit Tibets zu wenden". China wirft dem Dalai Lama vor, die Unabhängigkeit Tibets anzustreben. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter hat dies zurückgewiesen.

China nur vorübergehend verschnupft

Aus US-Kreisen verlautete, man gehe davon aus, dass die kommunistische Führung Chinas wie früher in solchen Fällen nur vorübergehend verschnupft reagieren werde. Der Friedensnobelpreisträger hält sich am 17. und 18. Februar in der US-Hauptstadt auf. Obama wurde vielerorts dazu gedrängt, bei dieser Gelegenheit eine offizielle Einladung für den Dalai Lama auszusprechen. China hat das geplante Treffen schon mehrfach scharf kritisiert.

Obama freut sich auf konstruktives Gespräch

"Der Dalai Lama ist eine international respektierte geistliche Leitfigur", sagte der Sprecher des US-Präsidialamts Robert Gibbs. Der Präsident freue sich auf ein konstruktives Gespräch. Die beiden Friedens-Nobelpreisträger sollen sich nicht im Oval Office des Weißen Hauses treffen, sondern im Kartenzimmer. Damit soll signalisiert werden, dass dem Dalai Lama kein Staatsempfang bereitet wird. Dies entspricht der Vorgehensweise bei vorherigen Besuchen des buddhistischen Mönchs, der sich bereits mit Präsidenten wie George W. Bush getroffen hat. China hatte diese Gespräche verurteilt, jedoch keine konkreten Maßnahmen ergriffen.

USA rechnen mit kurzfristiger Abkühlung der Beziehungen

Aus US-Kreisen verlautete, auch diesmal rechne man mit Kritik aus China an dem Treffen und "dass wir dann weitermachen". Die amerikanische Regierung gehe davon aus, dass es vielleicht einige Monate lang eine Abkühlung der Beziehungen geben werde. "Aber das wird weder die Beziehungen zerstören, noch wird es von langfristiger Dauer sein", hieß es. China wirft dem Dalai Lama vor, Tibet in die Unabhängigkeit führen zu wollen. Der Mönch selbst spricht von einer größeren Souveränität für das tibetische Volk. Chinas Armee war 1950 in Tibet einmarschiert. Der Dalai Lama lebt seit 1959 im Exil.

Obama hatte aus Rücksicht auf China eine frühere Gelegenheit zu einem Treffen mit dem Dalai Lama nicht wahrgenommen. Dies brachte ihm in den USA heftige Kritik von Kongressabgeordneten und Menschenrechtgruppen ein. Jeder US-Präsident in den vergangenen 20 Jahren hat sich mit dem Dalai Lama getroffen. Obama hat bereits im vergangenen Jahr der chinesischen Regierung signalisiert, dass er sich ebenfalls mit dem Friedensnobelpreisträger treffen wolle.

Drittgrößte Religion in den USA

Nach einer Studie des Pew Forum ist der Buddhismus nach dem Christen- und Judentum inzwischen die drittgrößte Religion in den USA, wenn auch mit deutlichem Abstand. China hatte bereits auf die Ankündigung von Waffenlieferungen an Taiwan scharf reagiert. Die USA sind ihrerseits verärgert darüber, dass China seine Exporte in die USA mit einem künstlich niedrig gehaltenen Kurs der eigenen Währung fördert.

Die Beziehungen zwischen Washington und Peking sind in den vergangenen Wochen von der Ankündigung der USA belastet worden, Taiwan Waffen im Wert von 6,4 Milliarden Dollar zu liefern. Auch die Aufforderung von Außenministerin Hillary Clinton, Peking solle Hackerangriffe aufklären, die Google an einen Rückzug aus China denken ließen, und Obamas Drohung zu einer harten Linie in einem Währungsdisput belasten das Klima. (APA/Reuters)

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Posting 1 bis 25 von 63
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Franz_Josef
13.03.2011 18:08
60 Millionen

also 60 Millionen hat der Mao umbringen lassen mit seinen Ideen.
Beim Dalai Lama wäre mir noch nichts aufgefallen, ausser dass er sagt, mit dem Unsinn von gegenseitig umbringen aufhören.

Burkhard Henze
16.08.2010 14:50
Dalia Lama Heuchler und Täuscher

Die Informationen und Bilder sind natürlich manipuliert und gefälscht.Man kennt diese Reaktionen von der so friedfertigen buddhistischen Dalai Lama Gemeinde schon.Wer gegen den Dalai Lama und das von ihm vertretenen feudal-theokratische Herrschaftssystem des "alten Tibet" ist, muss nicht notwendigerweise für die chinesische Militärdiktatur sein. Allerdings: Was immer von den Chinesen nach 1959 an Falschem und seinerseits Unterdrückendem in Tibet eingeführt wurde, sie schafften Schuldverknechtung, Sklaverei und Leibeigenschaft ab, und damit die menschenunwürdigen Verhältnisse, unter denen die große Masse der Bevölkerung dahinvegetierte, ausgebeutet bis aufs Blut von einer alles beherrschenden Clique aus Adel und hohem Klerus und genau das w

tec nine
12.02.2010 13:58
TSCHING TSCHANG TSCHUNG - ihr benehmt euch dumm.

Herr und Frau Österreicher
 
12.02.2010 13:46
...und es reimt sich sogar!

Ingrid Goeschl1
12.02.2010 12:48
Selbst wenn ich vom Dalai Lama nichts halten würde

würde es mich empören, wenn China ständig anderen Ländern vorschreibt, wen sie einladen dürfen und wen nicht, und sich bei Zuwiderhandeln ins Trutzwinkerl verzieht.

Walter KURTZ
 
12.02.2010 11:03

"Drittgrößte Religion" - nachdem das Christentum in den USA insbesondere sehr zersplittert ist und da noch die Mormonen reingerechnet werden, sagt das nicht viel aus.
"deutlicher Abstand" - Judentum 1.7%, Buddhisten 0.7% lt. wikipedia. Also so groß ist der Abstand auch nicht...

Zum Dalai Lama Besuch: tja, das ist eben Obamas "smart power". Nachdem er die Europäer brüskiert hat, legt er sich mit China an. Aber war nicht genau das Bushs Sündenfall, daß er alle vergrault hat? Aber Moment, zumindest hatte der noch die Briten...

uinsel
12.02.2010 12:42

hm.
wie hat obama die europäer brüskiert?

und zu den chinesen kann ich nur sagen: wenn die kritik an ihrem zugang zu menschenrechten ernst nehmen und ihre verhaltensweise ändern, können sie auch in diesem punkt berechtigt kritik üben und ernstgenommen werden.

vorher tun die wie die wollen, und der rest halt wie der rest will. und das war schon von obama so.

Chien de Pique
12.02.2010 13:45

Ihr Gedächtnis scheint etwas kurz. Die jüngste, aber nicht einzige Brüskierung (und ich habe für dieses Brüskieren das vollste Verständnis und würde es als POTUS nicht anders halten):

http://derstandard.at/126370657... senpolitik

vikto1313
12.02.2010 10:44
Lieber Herr Ma: Richten Sie ihrer Regierung aus!

Wir bitten China darum, endlich zu verstehen, dass wir das okkupieren von Ländern niemals tolerieren werden. Wir lassen uns auch nicht von anderen Ländern vorschreiben, wen wir empfangen oder nicht.

Die Unabhängigkeit Tibets und Taiwan ist eine Grundvoraussetzung für das anerkennen der chinesischen Regierung und ein Zeichen des Respektes gegenüber anderen Religionen, Ländern und Menschen.

Diese Antwort würde man sich von den demokratischen Regierungen erwarten. Leider ist dem nicht so.

Lukas Chen
12.02.2010 14:39
Leider ist es die harte Wahrheit,

die man einschlucken muss, dass alle Laender der Welt Tibet als ein Teil Chinas anerkannt, ob Oesterreich oder die USA, alle Laender die eine diplomatische Beziehung mit China haben wollen, hatte diese Bedingung akzeptiert, sonst wird China gar nicht eine normale Beziehung mit diesen Laendern gruenden.

h 90
12.02.2010 11:12

Oesterreich wuerde sehr wohl protestieren wenn ein anderes Land zb. einen Nazi-Kriegsverbrecher einladen wuerde, der dann dort seine Parolen von sich geben wuerde.

insertnamehere
 
12.02.2010 17:10
Ist Ihnen mal aufgefallen, dass die Perolen des Dalai Lamas irgendwie ganz anders klingen?

Neo-Darwin
 
12.02.2010 17:42
Die Parolen des Dalai Lama


Die Parolen des Dalai Lama
klingen nach Leibeigenschaft,
mittelalterlicher Knechtschaft,
Theokratie,
feudaler Ausbeutung,
Cäsaropapismus,
Frauenverachtung,
Mullahsystem,
Pfaffenwirtschaft,
Lamaismus halt eben ...

inframan vs. vaycha shanka vulgo mothra
13.02.2010 10:38

und genau dafür hat dieser mann den friedensnobelpreis bekommen. für sie als anhänger des geistigen lahmaismus gibts leider nichtmal nen trostpreis, aber jetzt bitte nicht weinen!

langzen
12.02.2010 16:14
Monosodiumglutamat

Werter h90, ihre Frau sollte einige Zeit auf msg im Essen verzichten. Es bekommt Ihnen nicht. Auch wenn es so schön glänzt und Appetit macht.

inframan vs. vaycha shanka vulgo mothra
12.02.2010 17:12

ich fürchte, der schaden ist bereits irreparabel ...

Hardcoreboson
12.02.2010 13:54
in der tat

haette ich mir proteste erwartet als Mao von den amerikanern eingeladen wurde.

soviele leute wie der am gewissen hat.

das meinten sie doch, oder?

Lucky Luke 1988
12.02.2010 13:47
nix würde österreich machen

österreich hat auch den kroatischen auslieferungsantrag vom naziverbrecher milivoj asner abgelehnt angeblich wgeen gesundheitlichen gründen... dabei wurde er während der wm gesehen wie er munter durch klagenfurt spazierte. john demanjuk auf der anderen seite kann kaum alleine atmen und wurde an deutschland ausgeliefert --> conclusio : österreich hat kein interesse seine vergangenheit aufzuarbeiten.

--: SID :--
12.02.2010 12:10
Habe ich mich verlesen ?

Oder haben sie tatsächlich den Dalai Lama, das Oberhaupt der weltweit friedlichsten religiösen und kulturellen Einheit mit einem Naziverbrecher gleichtesetzt ?!? Das darf doch nicht wahr sein !

4321
12.02.2010 13:27

wer sich ein bild aktuell machen möchte:
http://www.savetibet.at/

Karma Thrinley
12.02.2010 12:50
Trolle bitte nicht füttern !

h 90
12.02.2010 12:30

Wegen friedlich, Sie wissen aber schon, dass die Kloester permanent gegeneinander Krieg gefuehrt haben.

h 90
12.02.2010 12:24

Friedlich: Haut abziehen, Fuesse und Haende abhacken, Augen rausreissen etc etc.
3000 Sklaven hatte er persoenlich.
Aber er wuerde sich sicher ueber eine Gleichsetzung freuen, hat er doch mehrfach seine Bewunderung fuer die Nazis und die Rassentheorien ausgesprochen (was er aber nach Deutschlands Niederlage schnell wieder vergessen hat)

insertnamehere
 
12.02.2010 17:11
"3000 Sklaven hatte er persoenlich."

Und Mao Zedong hatte eine gute Milliarde.

Die er übrigens auch nicht besser behandelt hat.

langzen
12.02.2010 16:18
bei Kriegsende

war der Dalai Lama 9 Jahre alt.
Wieso antworte ich auf Ihren S.chwachsinn noch?

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