Caracas lässt das Orinoco-Öl fließen

11. Februar 2010, 16:47

Präsident Chavez: Ausländische Ölfirmen haben Rechtssicherheit - "Wir stellen das Orinoco-Becken der Welt zur Verfügung"

Caracas - Venezuela hat ausländischen Öl-Gesellschaften die volle Rechtssicherheit bei anstehenden Milliarden-Investitionen im Orinoco-Becken im Osten des Land zugesichert. Der linksgerichtete Präsident Hugo Chavez hieß die Konzerne Chevron (USA), Mitsubishi (Japan) und Repsol (Spanien) ausdrücklich willkommen, die in Konsortien in verschiedenen Gebieten des riesigen "Carabobo"-Feldes Öl fördern sollen und entsprechende Lizenzen bekamen. Die Konzerne hätten alle Garantien, die in der venezolanischen Verfassung und den Gesetzen stünden. Dies betreffe sowohl die Investitionssicherheit als auch die Kapitalrückführung.

"Wir stellen das Orinoco-Becken der Welt zur Verfügung", sagte Chavez am Mittwoch. "Ihre Anwesenheit trägt dazu bei, der Welt die Wahrheit darüber zu sagen, was hier passiert", betonte er mit Blick auf die Konzerne. Allein im "Carabobo I"-Feld sollen bis bis 2016 pro Tag schätzungsweise bis zu 400.000 Barrel (je 159 Liter) Öl gefördert werden. Chavez verwies auch auf die Anwesenheit anderer Ölkonzerne im Orinoco-Becken, wie die russische Gazprom und die italienische ENI. In die Erschließung der Felder würden in den kommenden fünf bis sechs Jahren rund 80 Mrd. US-Dollar (58,5 Mrd. Euro) investiert.

PDVSA hält 60 Prozent

Auf "Carabobo 1" sind unter anderem die Firmen Respol, Petronas (Malaysia) und die Indian Oil Corporation (Indien) tätig. Die Gesellschaften zahlen für die Lizenz einen Bonus von 500 Mio. Dollar (365,6 Mio. Euro). Für "Carabobo 3" wurden Chevron, Mitsubishi und Inpex (Japan) berücksichtigt. In diesem Fall liegt der zu zahlenden Bonus bei rund einer Mrd. Dollar (731 Mio. Euro). Die Verträge sollen am 25. März unterzeichnet werden. An beiden Projekten hält die staatliche venezolanischen Ölgesellschaft PDSVA 60 Prozent der Anteile.

Caracas rechnet allein für diese beiden Gebiete mit Investitionen in Höhe von 30 Mrd. Dollar. Nach Regierungsangaben verfügt Venezuela über die weltweit größten Ölreserven. Bis Dezember 2009 bezifferte Ölminister Rafael Ramirez die Höhe der zertifizierten Reserven auf 175 Mrd. Barrel. In diesem Jahr werde dieses Volumen bei 210 Mrd. Barrel liegen. Venezuela ist der größte Ölproduzent Lateinamerikas und der fünftgrößte der Welt. Die Einnahmen aus dem Ölexporten tragen etwa 50 Prozent zum nationalen Haushalt Venezuelas bei. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 106
1 2 3
Sophist1
00
Früher hat sich die Exploration des Ölschiefers - es sind.....

....keine Ölvorkommen wie in Maracaibo beispielsweise - aus Kostengründen verboten. Wenn jetzt die Ölsande bzw. der Ölschöpfer im Orinoco-Gebiet abgebaut wird, deutet dies auf eine enorme Geldprobleme hin. Der Abbau des Orinoco-Öls wird nach Berechnungen neutraler Fachleute sich erst rechnen, wenn der Preis p.t. um 40 Euro höher ist, als derzeit.

analustia
 
00
28.9.2010, 19:01
Richtig ist, dass Chavez kein Geld mehr hat

Die Milliarden welche Chavez verzockt in Militär und Propaganda fehlen dem Land. Chavez sieht daher keine andere Möglichkeit als seine Feinde die "Kapitalisten" wieder ins Boot zu höhen, die verstaatlichten Betrieb sind ineffizient und marode!

Agnostiker1
00
30.9.2010, 11:52
Ergänzung zu Geldmangel dank Chavèz:

Die Explorationsrechte an den Orinoco-Ressourcen sind an Rußland verscherbelt worden, weil Venezuela nicht in der Lage war, seine immensen Waffenkäufe zu bezahlen. Was die Waffen bei dieser Operettenarmee eigentlich sollen, erschließt sich mir nicht

Agnostiker1
00
30.9.2010, 11:48
Teile Ihre Meinung. Und unter dem Geldmangel leidet auch....

...."seine" Freundschaft zu den Kollegen Mittel- und Südamerikas, weil er seine Spendierhosen ausziehen mußte. Man muss auch wissen, dass ein Großteil seiner sündteuren Sozialprogramme in Nebenhaushalten geführt werden. Das hat den großen Vorteil, dass es das offizielle Budget nicht belastet, die Gelder zwar geflossen sind, aber kein einziges der Programme durchgeführt wurde. Der Saldo zwischen Einnahmen und Ausgabe sind bei den Freunderl der "Boli Bourgeoisie" gelandet. Am Ende der Ära Chavèz bleibt ein ausgeplündertes Venezuela übrig.

Gilgamesh
33
17.2.2010, 12:36

"...Ausländische Ölfirmen haben Rechtssicherheit..."

Zumindest solange, bis es dem Pseudostalin gefällt mal wieder zu verstaatlichen...

Wer in diesem Land einen Cent investiert, ist selbst schuld wenn er alles verliert...

hansito
52
15.2.2010, 21:00

Juanes, ein international berühmter Sänger aus Kolumbien, hat sich einen Scherz über Chavez erlaubt und wird jetzt auf Twitter voll angegriffen von den Chavistas.

http://www.noticierodigital.com/2010/02/j... puta-gana/

Dabei hat er doch nur den PIN von Hugo Chavez durchgegeben! H1JOD3PU7A = hijodeputa

Alle chavistas regen sich jetzt auf! :-))))))))))))
Viva la robolucion!

Austro-Spanier0
01
15.2.2010, 23:57
PIN de Hugo Chavez

muy bueno!

hansito
00
19.2.2010, 04:46

Jetzt kommt das Beste! Villalba, Abgeordneter im AN, sagt jetzt öffentlich, dass die Aussage von Juanes eine internationale Verschörung gegen Chavez ist! Da sieht man wie krank die chavistas eigentlich sind.

http://www.noticierodigital.com/forum/vie... p?t=621300

Horst Holger
00
20.2.2010, 00:45
ja klar, Chavez hat ja auch schon von sich gegeben

daß die bösen Imperialisten im Norden über irgendeine Geheimwaffe (die er nicht näher benennen konnte) das Erdbeben unter Haiti ausgelöst haben. Wahnwitz hat einen Namen= Hugo!

Diwan Bartwisch
47
13.2.2010, 12:17
Well done.

Die alten, miesen Ölverträge aufgelöst mit den Ölmultis und gegen neue Vereinbarungen dürfen die Firmen auch wieder Geschäfte machen in Venezuela, so dass dem Land auch Geld bleibt.

Und wäre Venezuela nicht vorgeprescht, hätte dies weder Bolivien noch Ecuador nachahmen können.

Venezuela unter Chavez ist ein positives Modell hinsichtlich des fairen Umgangs zwischen reichen und armen Ländern, zwischen Rohstoffliferanten und Multis.

Sophist1
01
Sie haben wohl jeglichen Verstand verloren.

In Wirklichkeit steht Chavez mit dem Rücken zur Wand. Er hat das Land ausgebeutet, wie noch keiner seiner Vorgänger es jemals getan hat. Es hat in der Tat eine riesige Vermögensverteilung stattgefunden: die Rancheros wurden noch ärmer als jemals zuvor, keine seiner großmaulig angekündigten Reformen ist durchgezogen worden, aber das Geld für diese Reformen ist in den dunklen Kanälen von Hugo, seinem Bruder Adán, seinen Spezi Arne Chacón Escamilio und seinen Saufkumpanen der BoliBourgeoisie auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Die Verstaatlichung hatte nur eine Aufgabe, die Erlöse in die Taschen der Bande um Hugo zu lenken. Inzwischen ist der Lebenstandard bei einem Entwicklungsland der untersten Kategorie angekommen.

Gilgamesh
11
17.2.2010, 12:36

Widerlich, wie sich hier der linke Mob gegenseitig feiert...

Horst Holger
31
13.2.2010, 00:11
hehe "Wir stellen das Orinoco-Becken der Welt zur Verfügung"

lustig der Bursche! Erst schmeisst er die Öl-Consultants Schlumberger und Halliburton, die die meisten Ölanlagen und Raffinerien im Kand betrieben haben ausser Landes, da die PDVSA die Schulden nicht mehr bezahlen kann, dann stellt er wiederum das Orinoco Becken "der Welt" zur Verfügung..
Für wie dumm hält er die ausländischen Investoren. Nur weil die PDVSA nicht in der Lage ist aus den Ölsanden Öl herauszupressen braucht Chavez nun mal wieder ausl. Ölexoperten (die er nicht hat). Wer aber investiert Milliarden an Infrastruktur wie Anlagen und Straßen in ein Land, das: a.) wirtschaftlich darniederliegt und b.) ein Präsident der zuschaut, wie ausl. Firmen Anlagen aufbauen, die er dann umgehend enteignet, sobald sie produktiv gehen..

Austro-Spanier0
21
14.2.2010, 12:59
braucht Chavez nun mal wieder ausländische Ölexperten (die er nicht hat)

aber in der Vergangenheit sehr wohl hatte, sie aber jedoch entliess, um deren Posten mit inkompetenten Freunden zu besetzen, wäre wohl noch hinzuzufügen.

nAK
16
12.2.2010, 20:57
permobil, "Der neue mensch", "Black Adder", Zantana

warum sagt mir nur meine innere Stimme, das das alles der gleiche geifernde Poster ist ...

Vielleicht der Stil, z.B. der Begriff "Chavez-Jünger", das gleich in mehreren Postings zu Venezuela vorkommt, wenn auch immer unter anderem Nick.

Dabei antwortet er sich immer selber, mit untersch. Nicks.

Frage: wie definiert sich Schizophrenie?

Sophist1
00
Wer noch ein gutes Haar an Chavez läßt, ist der gleiche Gauner.

Nicolas Castillo
00
16.2.2010, 09:34
Sie sollten nicht von sich auf andere schliessen ...

die grünen Stricherl geben Sie sich doch auch alle selbst, gell?

hansito
00
14.2.2010, 03:35

Sie haben sich die Frage selbst beantwortet! Frage: Hören Sie diese Stimmen immer?

permobil
11
13.2.2010, 09:19

Das mit dem Stimmenhören sollten Sie vielleicht einmal professionell behandeln lassen ;-)

pepitant
00
12.2.2010, 12:33
Wenn ich mir ansehe, was die Chavez-Feinde

hier so vorbringen: Ich hätt ihm gar nicht zugetraut, soviel offene Feindschaft auf sich zu ziehen.

hansito
00
19.2.2010, 04:49

Sollte ich unter die Kategorie "Chavez-Feind" fallen, so sagen Sie mir doch, was ich gegen Chavez vorbringe, das Sie gar so sehr schockt! Das er geputscht hat und für den Tod von vielen und das Leid von vielen verantwortlich ist? Meinen Sie das?

Horst Holger
00
19.2.2010, 00:21
Feindschaft oder berechtigte Kritik?

da gibt es kleine Unterschiede pepitant, Sie sollten sich besser mit dem Land beschäftige, dann erkennen auch Sie diese

permobil
31
12.2.2010, 16:22

Tja für die Jünger die der "Revolution" und ihrem Führer bedingungslos folgen, ist es manchmal schwierig zu akzeptieren, dass dieser und diesem nicht alle ununterbrochen zujubeln ;-)))))

Und sogar in Venezuela gibt es ziemlich viele, die dem Führer und der Revolution gar nichts abgewinnen können. So knapp die Hälfte in etwa. Aber eben nur knapp und nicht mehr.

pepitant
01
16.2.2010, 11:53
Nicht zujubeln würde ich schreiben, ginge es

um SPÖ oder ÖVP.
Diese Poster hier regiert aber der blanke Hass. Wie Joe Dalton in Lucky Luke, wenn auch mit maximal Averalls Intellekt. :-)

Sophist1
52
12.2.2010, 11:26
Die Exploration des Orinoco-Öls war doch bislang immer......

....unwirtschaftlich. Jetzt, nachdem Venezuela den 3. Platz der am meisten finanzielll gefährdeten Staaten rangiert, gilt dies wohl nicht mehr. Wenn die Venezolaer Ihrern Chavez nicht bald zum Teufel jagen, bleibt eine korruptes, verarmtes Entwicklungsland übrig.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 106
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.