Präsident gibt ersten Satelliten des Landes in Auftrag - Soll nach einem Befreiungskämpfer der Indigenas benannt werden
La Paz - Der Andenstaat Bolivien will hoch hinaus:
Präsident Evo Morales hat den Bau eines Kommunikationssatelliten für
sein Land in Auftrag gegeben. Schon im März solle mit der
Konstruktion in China begonnen werden, meldete Bauminister Walter
Delgadillo. 2013 solle das Gerät, das den Namen des indigenen
Befreiungskämpfers Tupac Katari tragen wird, ins All geschossen
werden.
"Der Satellit ist wichtig für unser Land zur Verbesserung der
Kommunikationssysteme", begründete Delgadillo das ehrgeizige Projekt.
Er soll auch zur Entwicklung der Produktion, Bildung, Gesundheit und
Technologie beitragen.
Der Satellit des Modells DFH-4 der dritten Generation wird 300
Millionen Dollar (218 Mio. Euro) kosten, wovon einen großen Teil
internationale Organisationen tragen werden. Dafür habe Morales eine
Agentur gegründet, so Delgadillo. Eine Million Dollar soll aus der
Staatskasse bezahlt werden. Bei erfolgreichem Start wäre Bolivien
nach Brasilien, Argentinien und Venezuela das vierte Land Südamerikas
mit einem eigenen Satelliten. (APA/dpa)