EU: 1,2 Prozent Wachstum in Österreich

9. April 2003, 10:50
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EU-Prognose rechnet 2003/04 mit höherer Arbeitslosigkeit als heimische Wirtschaftsforscher

Brüssel - Mit der Frühjahrsprognose liegt die EU-Kommission zwischen den Vorausberechnungen für Österreich, die die heimischen Konjunkturexperten des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) und des Instituts für Höhere Studien (IHS) am 28. März veröffentlichten.

Die EU-Kommission sagt Österreich für 2003 ein Wachstum von 1,2 Prozent voraus, 2004 sollen es dann 2,0 Prozent sein. Damit prognostiziert die EU-Institution optimistischer als das Wifo (1,1 und 1,7 Prozent), aber pessimistischer als das IHS (1,5 und 2,5 Prozent).

Die Inflation soll laut EU-Kommission in Österreich in beiden Jahren 1,8 Prozent betragen. Das Wifo rechnet hingegen für 2003 mit 1,9 Prozent und für 2004 mit 1,5 Prozent, das IHS mit 1,6 und 1,75 Prozent.

Höhere Arbeitslosigkeit

Weniger optimistisch als Wifo und IHS ist die EU-Kommission bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Die EU-Institution rechnet mit 4,5 und 4,4 Prozent, die Österreicher mit 4,2 bzw. 4,0 Prozent.

Während sich die EU-Kommission in ihrer Defizitprognose an die offiziellen Zahlen der Bundesregierung hält (1,1 und 0,4 Prozent) gehen die österreichischen Institute von einer leicht höheren Neuverschuldung aus: Wifo rechnet mit 1,2 und 1 Prozent, IHS mit 1,3 und 0,75 Prozent.

2002 "enttäuschend"

Die EU-Kommission bietet aber auch einen Rückblick auf das Jahr 2002. Die wirtschaftliche Entwicklung sei "recht enttäuschend" gewesen, heißt es da. Ursache waren inländische Faktoren. Exporte hätten sich hingegen positiver entwickelt als erwartet, da die Nachfrage aus Osteuropa stark geblieben sei. (APA)

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    Die EU-Kommission ist für die Entwicklung des Arbeitsmarktes weniger optimistisch als die heimischen Wirtschaftsforscher.

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