Sun bringt militärische Technologie auf den zivilen Markt

8. April 2003, 15:03
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Trusted Solaris seit zehn Jahren bei US-Militär und Geheimdiensten im Einsatz

Der US-Serverspezialist Sun Microsystems will verstärkt mit Sicherheit punkten. Wie das Wall Street Journal berichtet, plant das Unternehmen die Veröffentlichung seines Betriebssystems "Trusted Solaris", das seit zehn Jahren an das US-Militär und US-Behörden wie etwa Geheimdienste vertrieben wird. Das Betriebssystem soll vor allem verhindern, dass unberechtigte Personen Zugang zu geheimen Daten erhalten.

Kein Zugang zu Root-Rechten

Bei Trusted Solaris besteht die Möglichkeit, den Zugang zu Root-Rechten vollständig zu deaktivieren. Das System kann zusätzlich so konfiguriert werden, dass bei Veränderungen des Systems, wie der Vergaben von User-Rechten, mehrere Personen zustimmen müssen. Sun plant das Trusted Solaris in zwei Versionen, einer Desktop-Version für 999 Dollar und einer sicherheits-zertifizieren Version für 2.495 Dollar, auf den Markt zu bringen.

UltraSparc-Server für den Einsteigerbereich

Neben seinem sicheren Betriebssystem bereitet Sun auch den Launch zweier UltraSparc-Server für den Einsteigerbereich vor. Die beiden Modelle SunFire V210 und SunFire V240 sollen vor allem dem immer stärker werdenden Angebot von Xeon-Prozessoren die Stirn bieten. Beide Server kommen mit UltraSparcIIIi-Prozessoren auf den Markt. Die Chips werden im 0,13-Mikron-Verfahren auf 300 Millimeter Wafer erzeugt. Die Einstiegspreise der beiden Server werden voraussichtlich bei rund 3.000 Dollar liegen. Das Storage-Segment wird mit dem Speicher StoreEdge6000 abgerundet, dessen Anfangspreis bei 24.000 Dollar liegen soll.

Ebenfalls für den Storage-Bereich ist die N1 Data Plattform gedacht. Die 112.000 Dollar teure Software hilft Unternehmen in Datenzentren, Speicherkapazitäten nach Bedarf zuzuteilen. Die nötige Technologie dazu stammt aus der Übernahme von Pirus Networks im vergangenen Jahr.(pte)

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