Entwarnung für Marillen-Fans

8. April 2003, 14:57
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Kältewelle verzögert Blüte in Niederösterreich, richtet aber keine größeren Schäden an

St. Pölten - Entwarnung für alle besorgten Marillen-Fans: Die Kältewelle der vergangenen Tage wird die Blüte zwar verzögern, größere Schäden hat sie jedoch keine angerichtet. "Es ist noch nicht Feuer am Dach", beschrieb Wolfgang Lukas von der NÖ Landwirtschaftskammer die Situation in der Wachau und im Weinviertel auf Anfrage der APA.

Von den eisigen Temperaturen waren lediglich jene Bäume betroffen, die in extrem warmen Lagen - also etwa an Hausmauern - stehen. Doch bei den meisten Trägern der schmackhaften Steinfrüchte haben sich die Blüten noch nicht einmal geöffnet. "Normalerweise hätten wir mit einer Vollblüte in der Karwoche rechnen dürfen. Aber mit der derzeitigen Wetterlage wird das sicherlich noch dauern", so Lukas.

Ein paar warme Tage reichen

Es würden jedoch schon drei bis vier warme Tage ausreichen, um die Bäume austreiben zu lassen. "Die Wetterprognosen sagen aber weiterhin kalte Temperaturen voraus", dämpft der Marillen-Experte allzu große Erwartungen.

Rund 90 Prozent der gesamtösterreichischen Marillenanbaufläche befindet sich in Niederösterreich: Die rund 400 Hektar teilen sich auf Wachau sowie die Region um Poysdorf auf (je 200). Etwa 800 Landwirte haben Marillen in ihrem "Programm" - meist in Kombination mit Wein- oder Ackerbau. (APA)

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