Palmers baut Arbeitsplätze ab

8. April 2003, 18:46
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Neue Vorstände müssen "umstrukturieren" - Gerüchteküche brodelt

Wiener Neudorf - Die beiden neu bestellten Vorstände der Palmers Textil AG, Walter Wölfler und Joachim Knehs, melden sich erstmals öffentlich zu Wort: Eine "Neustrukturierung der Filialen" stehe an, heißt es in einer Aussendung vom Dienstag, "unterfrequentierte Standorte" müsse man "auflassen bzw. redimensionieren". Auch bei Shopgestaltung und Sortiment gebe es "Nachholbedarf". Wie viele der 112 eigenen Standorte in Österreich (178 sind in Franchise vergeben) in Frage stünden, war am Dienstag nicht zu erfahren. Es sollen 180 Jobs (von 1860) abgebaut werden - "über natürliche Fluktuation".

Verstimmung

Der neue starke Mann im Konzern, Aufsichtsratschef Paul Tanos, hatte dementsprechendes schon angedeutet. Er soll mit abschätzigen Äußerungen über Shops und Mitarbeiterinnen die Belegschaft verunsichert und verärgert haben. Dafür habe sich Tanos dem Vernehmen nach bereits entschuldigt. Auch deswegen, weil die Eigentümer, vor allem die Familie Wilhelm, schwer verstimmt gewesen sein soll.

Gerüchte

Bei Palmers brodelt indessen die Gerüchteküche weiter: Mitarbeiter wollen wissen, dass Rudolf Humer, lange Jahre "Mr. Palmers", erwäge, die operative Textil-AG der Familie abzukaufen. Dem Palmers-Clan verbliebe sein riesiges Immobilienvermögen. Weiters Gerücht: Christian Michael Palmers, zuletzt Humers Widersacher, wolle das Kaufhaus Braun am Wiener Graben selbst übernehmen und dort Humers Exprotegé Astrid Gilhofer, Opfer im jüngsten Machtkampf, als Chefin einsetzen. (szem, DER STANDARD, Printausgabe 9.4.2003)

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