Terroranschlag auf Hochzeit im Nordosten Indiens: Fünf Tote

8. April 2003, 13:58
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Weiterhin kein Lebenszeichen von entführtem Deutschen

Neu Delhi - Mutmaßliche Separatisten haben bei einem Terrorüberfall im Nordosten Indiens fünf Menschen getötet. Die Täter griffen eine Hochzeitsgesellschaft in Gandacherra im Teilstaat Tripura an. Unter den Opfern sind zwei Frauen und ein Bub. Das berichtete die indische Presse-Agentur UNI am Dienstag. Die Kämpfer der "Tripura-Befreiungsfront" zählen zur einheimischen Bevölkerung, die durch die Einwanderung von Bengalen zur Minderheit geworden ist. Es war der vierte Terrorüberfall in diesem Jahr.

Die Polizei in Indien hat unterdessen kein aktuelles Lebenszeichen von dem entführten deutschen Entwicklungsexperten Wolfgang Heinrich. Die Kidnapper, Rebellen der "Kuki-Befreiungsarmee" KLA, hatten sich zuletzt vor zehn Tagen öffentlich geäußert. Seitdem hätten die Behörden nichts mehr von ihnen gehört, hieß es am Dienstag von Seiten der Polizei im nordöstlichen Teilstaat Manipur. Die Zeitung "Hindu" hatte am Montag berichtet, dass die Verhandlungen weiter andauerten und es dabei allein um Lösegeld gehe.(APA/dpa)

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