37 Prozent der Verkehrstoten sind Opfer von Raserei

8. April 2003, 13:23
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Zu geringer Sicherheitsabstand verschärft die Situation

Zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand - das sind nach wie vor die "Hauptsünden" im Straßenverkehr. Dies bestätigt jetzt auch eine Analyse des Unfallgeschehens in Oberösterreich, die Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider (S) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Linz gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit präsentierte.

Nicht weniger als 37 Prozent der Unfälle mit tödlichem Ausgang, die sich im Jahr 2002 in Oberösterreich ereigneten - insgesamt gab es 176 Verkehrstote - waren auf überhöhtes Tempo zurückzuführen. Wobei das größte Unfallrisiko bei der Altersgruppe der 18- bis 24-jährigen Lenker besteht. Statistisch gesehen ist das Unfallrisiko in dieser Altersgruppe um 50 Prozent höher als beispielsweise bei den 24- bis 41-Jährigen.

Größte Gruppe aller Unfalltypen

Haider zu einem weiteren alarmierenden Faktum der Statistik: "Bedingt durch das erhöhte Verkehrsaufkommen und vor allem durch zunehmende Missachtung des notwendigen Sicherheitsabstandes ist die Gruppe der Auffahrunfälle mit 30 Prozent des Unfallgeschehens mit Verletzten und Getöteten die größte Gruppe aller Unfalltypen". Eine wesentliche Maßnahme in diesem Zusammenhang müsse daher die konsequente Überwachung des Sicherheitsabstandes sein, so Haider. Entsprechende Vorkehrungen an den oberösterreichischen Autobahnen für die Überwachung des Sicherheitsabstandes seien eingerichtet worden.

Erfreulich sei, so wurde bei der Pressekonferenz erläutert, ein Rückgang der Unfälle mit alkoholisierten Lenkern. Die Zahl der Toten in diesem Zusammenhang sank in Oberösterreich von 18 im Jahr 2001 auf sieben im vergangenen Jahr. Dazu Haider: "Es ist ein Faktum, dass dieser Level beziehungsweise eine weitere Reduktion nur mit rigorosen Kontrollen und flankierender Bewusstseinsbildung erreicht werden kann". (APA)

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