Drei chinesische Schulkinder an Sojamilch gestorben

8. April 2003, 13:00
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3.000 weitere schwer erkrankt - Ursache noch unbekannt

In der nordostchinesischen Provinz Liaoling sind Zeitungsberichten zufolge mindestens drei Schulkinder nach dem Verzehr von Sojamilch gestorben. Weitere 3.000 klagten über Magenschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindelanfälle, wie die "Peking Times" am Dienstag meldete.

Acht Schulen betroffen

Betroffene Eltern berichteten der Zeitung, die Kinder hätten Sojamilch eines örtlichen Herstellers getrunken, die von der Schulkommission der Provinz ausdrücklich empfohlen worden war. Insgesamt seien acht Schulen betroffen. Ob die Sojamilch versehentlich verseucht oder bewusst vergiftet worden war, stand zunächst nicht fest.

In China gibt es immer wieder spektakuläre Fälle von vergifteten oder verseuchten Lebensmitteln. So starben im März 44 Menschen nach dem Genuss verseuchter Milch. Anfang Januar war der Leiter eines Kindergartens hingerichtet worden, weil er die Küche einer anderen Vorschule mit Rattengift verseucht hatte (derStandard.at berichtete). 70 Kinder und zwei Erzieher mussten ins Krankenhaus. Im September starben 42 Menschen, weil ein Imbissbesitzer in das Essen eines Konkurrenten Rattengift gemischt hatte. (APA)

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