Slowakei: Wieder Diskussionen über Fertigstellung von AKW Mochovce

8. April 2003, 12:58
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Studie lässt Investition in zwei Reaktorblöcke lukrativ erscheinen - Regierung will keine Kreditgarantien gewähren

Preßburg - In der Slowakei wird wieder über die Fertigstellung der Blöcke drei und vier des Atomkraftwerks Mochovce diskutiert, nachdem sich die Beratungsagentur Deloitte & Touche in einer Studie dafür ausgesprochen hat. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung des europäischen Energiemarktes würde diese Investition nämlich schon nach 15 Jahre gewinnbringend sein, heißt es.

23 Firmen an Teilnahme bei Fertigstellung bekundet

Die Slowakischen Elektrizitätswerke (SE) wollen nun auf Grundlage der Studie mit potenziellen Investoren verhandeln. Bisher haben 23 Firmen ihr Interesse für eine Teilnahme an der Fertigstellung des Atomkraftwerks bekundet. Im Jahr 2000 war der Ausbau der beiden Reaktorblöcke eingestellt worden. Für Fertigstellung von AKW Mochovce sind noch 42,5 Milliarden Kronen (1,033 Mrd. Euro) nötig.

Zwei Reaktorblöcke in Bohunice bis 2008 abgestellt

Die slowakische Regierung hat im April 2000 die Entscheidung getroffen, keine staatlichen Garantien auf die Kredite für die Fertigstellung der beiden Reaktorblöcke zu gewähren. Katarina Sevcikova, die Pressesprecherin des slowakischen Wirtschaftsministeriums, sagte gegenüber der Wirtschaftszeitung Hospodarske noviny (Dienstagsausgabe), das Ministerium werde die Diskussion über die Fertigstellung von Mochovce aus privaten Mitteln nicht behindern.

Bekanntlich hat sich die Slowakei vor allem auf Druck Österreichs gegenüber der EU dazu verpflichtet, zwei Reaktorblöcke im Atomkraftwerk Bohunice bis 2006 beziehungsweise 2008 abzustellen.(APA)

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