Brustoperationen auf Krankenschein

8. April 2003, 11:36
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Krankenkassen übernehmen in bestimmten Fällen Kosten bei Brustreduktionen

Wien - Einschneidende BH-Träger, Rücken- und Nackenbeschwerden, Wundsein unter der Brust und sogar Wirbelsäulenveränderungen: Das sind lediglich die körperlichen Beschwerden, die viele Frauen mit sehr großen Brüsten zu ertragen haben. Dazu kommen oft psychischer Druck, vermindertes Selbstwertgefühl und Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten, wie eine vom Krankenhaus Lainz des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) durchgeführte Studie bestätigt. Seit kurzem besteht bei der Gebietskrankenkasse für Wien, Niederösterreich und Burgenland jetzt eine Neuregelung zur Kostenübernahme bei Brustreduktionen, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

Kriterien

Ab welcher Brustgröße die Kasse die Operationskosten erstattet, unterliegt nicht allein dem subjektiven Ermessen eines Arztes, sondern exakt definierten Kriterien. Dabei gilt es laut KAV Folgendes zu beachten: Die BH-Körbchengröße sollte D oder größer sein, es muss zu einer Gewebereduktion von einem halben Kilo je Brust kommen, und der Body-Mass-Index darf 29 nicht übersteigen, da bereits ab einem Body-Mass-Index von 25 Übergewicht vorliegt.

Procedere

Ob alle Kriterien erfüllt sind, muss von plastischen ChirurgInnen (Krankenhaus Lainz, Wilhelminenspital, AKH oder niedergelassener Facharzt) beurteilt werden. Diese überweisen die Patientinnen mit einem entsprechenden Schreiben zur Krankenkasse. Die Operation kann dann in einem Wiener KAV-Spital (Krankenhaus Lainz, Wilhelminenspital oder AKH) oder auch in einem Privat-Spital durchgeführt werden. Die Operationsdauer ist abhängig von der Größe der Brüste und kann zwischen zwei und vier Stunden dauern, wobei vor jeder Operation auch auf etwaige Risiken (Nachblutung, Wundinfektion, Narbenbildung usw.) hingewiesen werden muss, so der KAV. (APA)

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