Ein besonderes Rollenverständnis

8. April 2003, 11:01
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Rowan Atkinson: "Mr. Bean braucht keinen Partner, um lustig zu sein"

Berlin - Rowan Atkinson (48) kann die von ihm geschaffene Comedyfigur Mr. Bean eigentlich nicht ausstehen. "Mr. Bean ist einer der unangenehmsten Menschen, denen man begegnen kann", sagte Atkinson. "Ich finde, er ist ein wirklich unverschämter Typ, ein völlig egoistischer Mann", so der britische Schauspieler. "Aber einen Menschen zu spielen, der keine Manieren hat und komplett egoistisch ist, das macht definitiv großen Spaß."

Dennoch sei es eine einsame Erfahrung, Mr. Bean zu spielen, meinte Atkinson. Ganz anders sei das in seinem neuen Film "Johnny English - Der Spion, der es versiebte" gewesen. "Mr. Bean braucht keinen Partner, um lustig zu sein." In der James-Bond-Parodie "Johnny English" dagegen entwickle sich die Komik im Zusammenspiel mit dem leicht vertrottelten Assistenten des Spions und der von der Popsängerin Natalie Imbruglia gespielten Doppelagentin.

"Mr. Bean ist eine Art Monolog, Johnny English ist eher ein Ping-Pong-Spiel zwischen den Charakteren." Und: "Johnny English ist ein sehr viel netterer Mensch als Mr. Bean", sagte Atkinson. "Er ist nicht so gut, wie er glaubt, aber er ist mutig und hat ein gutes Herz."

Rollenspiel

Er selbst sei privat eigentlich kein besonders lustiger Mensch, meinte der Schauspieler. "Um lustig zu sein, muss ich in die Rolle einer anderen Person schlüpfen. Ich bin nicht von selbst lustig." Schon in der Schulzeit habe er sich überlegt, wie er die anderen beeindrucken könnte. "Dann entdeckte ich, dass meine Schulfreunde überraschenderweise davon beeindruckt waren, wenn man die Fähigkeit hatte, vorne auf der Bühne zu stehen und die anderen zu unterhalten." Das seien damals aber noch keine komischen Rollen gewesen, sondern Charaktere in ganz normalen Theaterstücken. (APA)

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