Deutsche Unternehmen außen vor

8. April 2003, 10:55
22 Postings

Im US-Kongress gibt es Pläne, Firmen aus dem Land der "Unwilligen" den Zugang zum US-Markt zu erschweren - Erstes Opfer: Die Post

Frankfurt - Der Deutschen Post drohen offenbar politische Probleme bei der geplanten Übernahme des US-Expressdienstes Airborne durch ihre Tochter DHL. Im US-Kongress gebe es Bestrebungen, deutschen Firmen den Zugang zum amerikanischen Markt zu erschweren, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstagausgabe).

Im Zuge der Verhandlungen um einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Irak-Krieges werde in Washington ein Vorschlag diskutiert, wonach nur reine US-Frachtunternehmen militärisches Gerät transportieren dürfen. Auch eine Ausweitung auf andere Transportgüter sei möglich, so die "FAZ".

Die Deutsche Post hatte im März angekündigt, dass DHL den Überlanddienst der in Seattle im US-Bundesstaat Washington ansässigen Firma Airborne für knapp eine Mrd. Euro übernehmen wolle. Unter dem Namen DHL sollte das Unternehmen dann die Nummer drei in den USA nach UPS und FedEx werden. Die Luftfracht-Sparte von Airborne sollte ausgegliedert und als unabhängiges Unternehmen weitergeführt werden. (APA/AFP)

  • Artikelbild
    montage: derstandard.at
Share if you care.