Weiterhin Uneinigkeit im UN-Sicherheitsrat über Nordkoreas Atomprogramm

8. April 2003, 11:56
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Konsens scheitert an China

New York - Die fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder haben in New York über das nordkoreanische Atomprogramm beraten. Sie konnten sich aber wegen des Widerstands Chinas nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen, wie am Montag aus diplomatischen Kreisen verlautete. Die Beratungen der Fünf dienten der Vorbereitung der Sitzung aller 15 Mitglieder des Sicherheitsrats zu dem Konflikt am Mittwoch. Die USA dringen auf eine Verurteilung Nordkoreas, weil sich das Land aus dem Atomwaffensperrvertrag zurückgezogen hat.

Nordkorea besteht auf direkten Verhandlungen mit den USA zur Beilegung des Streits. Jegliche Sanktionen des Sicherheitsrats würden als Kriegserklärung gewertet, hieß es. Die USA dringen auf eine multilaterale Lösung, weil das Problem nicht nur die USA, sondern auch andere Länder wie Südkorea und Japan betreffe. Nordkorea bezeichnete die Entscheidung des Sicherheitsrats, sich überhaupt mit dem Konflikt zu befassen, als "Vorspiel zum Krieg".

Der Sicherheitsrat befasst sich auf Antrag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit Nordkorea. Das kommunistische Land hatte im Jänner den Atomwaffensperrvertrag gekündigt. Diese Kündigung wird am Donnerstag wirksam, einen Tag nach der Sitzung des Sicherheitsrats.(APA/AP)

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