Kyrle: Irak-Einsatz österreichischer Soldaten von UN-Mandat abhängig

8. April 2003, 06:35
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Bundesheer könnte bis zu 300 Mann stellen

Wien - Ein möglicher Einsatz österreichischer Soldaten im Irak nach Beendigung des Krieges gegen US-amerikanische und britische Truppen ist von einem entsprechenden UNO-Mandat abhängig. Diese Meinung vertrat der Generalsekretär im Außenamt, Johannes Kyrle, in der Nacht auf Dienstag in der ORF-ZIB 3.

Es komme darauf an, welches Mandat der Sicherheitsrat bezüglich der Rolle der Vereinten Nationen in der Nachkriegsordnung im Irak finden werde, meinte Kyrle. Bei einer breiten Mandatierung sei ein Einsatz von österreichischen "UNO-Blauhelmen" auch mit der Frage der Neutralität vereinbar, so Kyrle.

Österreich könnte in einer UNO-Truppe im Irak 200 bis 300 Mann stellen, sagte Brigadier Christian Segur-Cabanac vom Bundesheer. Denkbar sei ein Beitrag "in bewährter Art und Weise "mit Feldspital oder bei der Trinkwasseraufbereitung". Je nach Standard der Ausrüstung könnte so ein Einsatz "mehrere Millionen Euro" kosten.

Verteidigungsminister Günther Platter (V) hatte am Montag in einer Aussendung erklärt: "Nach Beendigung des Irak-Konfliktes wird auch Österreich seinen Beitrag durch Entsendung von Truppenteilen leisten". Die Priorität der Zukunft des Bundesheeres liege bei künftigen internationalen Solidaritätsleistungen. (APA)

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