London wirft Frankreich und Russland vor, das Irak-Embargo zu verletzen

7. April 2003, 22:55
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Verteidigungsminister Hoon will keine Details nennen

London - Die britische Regierung hat französischen und russischen Firmen die Verletzung von UNO-Sanktionen gegen den Irak vorgeworfen. Auf die Frage nach der möglichen Rolle beider Länder beim Wiederaufbau des Irak entgegnete Handelsministerin Patricia Hewitt am Montag im Rundfunksender BBC, darüber müssten die UNO und die künftige irakische Regierung entscheiden. "Ich muss sagen, wenn ich ein irakischer Minister wäre in der neuen irakischen Regierung, dann hätte ich ein schlechtes Bild von Unternehmen, die die UN-Sanktionen verletzt und das abscheuliche Regime von Saddam Hussein unterstützt haben", fügte Hewitt hinzu.

Der britische Verteidigungsminister Geoff Hoon hatte zuvor im Parlament die Vorwürfe gegen französische und russische Rüstungsunternehmen nicht kommentieren wollen. Das Thema werde aber weiter "sorgfältig beobachtet", sagte Hoon auf eine entsprechende Frage. Die UNO hatte nach dem Einmarsch in Kuwait 1990 ein striktes Handelsembargo gegen den Irak verhängt, das mit dem Programm "Öl für Lebensmittel" später etwas gelockert wurde. (APA)

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