Es muss nicht immer "illegal" sein

9. April 2003, 15:29
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Musikdienst "On Demand Distribution" lädt zum "Digital Download Day" - aber nur in Deutschland

Um den kommerziellen und entgeltlichen Download von Musikstücken unters Internetvolk zu bringen, veranstaltet der deutsche Musikdienst "On Demand Distribution" (OD2) einen "Digital Download Day", der sich erstens über mehrere Tage erstreckt und bei dem zweitens digitale Musikstücke verschenkt werden.

Musikguthaben im Wert von fünf Euro

Internetuser, die sich zwischen 9. und 15. April mit einer E-Mail-Adresse www.digitaldownloadday.com/ registrieren lassen, erhalten ein Musikguthaben im Wert von fünf Euro, meist in Form eines Punktekontos: 300 Punkte stehen dabei zur Verfügung, das entspricht 300 Streams, 30 Downloads oder drei auf CD gebrannten Titeln bzw. jeder beliebigen Kombination hieraus. Das Musik-Archiv von OD2 umfasst das Angebot von WOM.de, Tiscali, MTV.de, hotvision.de und Karstadt.de. Das digitale Rechtemanagement sorgt dafür, dass sich die Musik nur für die nächsten 30 Tage abspielen lässt - es sei denn, man wird kostenpflichtiges Mitglied, dann "hält" die Musik für die Dauer der Mitgliedschaft.

"Herzlich eingeladen"

Da OD2 derzeit keine Kooperationen mit Handelspartnern in Österreich unterhält, ist Österreich auch nicht offiziell in die Aktion mit einbezogen. Dennoch sind österreichische Teilnehmer "herzlich eingeladen", so OD2-Pressesprecherin Anke Fleischer.

www.custommixcd.com

Sony startet in den USA einen neuen Service, so die New York Times. Auf der Seite www.custommixcd.com soll es künftig möglich sein, sich CDs nach eigenen Vorstellungen zusammenzustellen. Derzeit werden auf der Seite jedoch nur Songs von zwei Interpreten angeboten.

Rollout geplant

"In wenigen Wochen", so Universal-Österreich-Chef Bogdan Roscic, werde in Deutschland aber endlich auch ein Dienst angeboten werden, mit dem das Musikangebot sämtlicher großen Labels abgerufen werden können soll, nicht nur der Katalog einzelner Firmen. Dieser Dienst werde vorerst auf Deutschland beschränkt sein, ein Rollout in andere europäische Länder sei aber geplant, so Roscic.

Popfile

Der Dienst werde, wie auch die Universal-eigene Plattform www.popfile.de, die Songs vom Gebrauch her nicht limitieren. Popfile ermöglichte dies erstmals, zu 99 Cent pro Track, ist aber auch nur für deutsche User zu nutzen - aus "verrechnungstechnischen Gründen". (ruz, szem, DER STANDARD Printausgabe, 8. April 2003)

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