Investierter Staatspreis

7. April 2003, 19:19
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Heinz Karl Gruber sei dem "typisch österreichischen Schicksal" entgangen, in der Heimat zu wenig gewürdigt zu werden, so die Laudatio

Wien - Mit dem Großen Österreichischen Staatspreis, den er am Sonntag von Kunststaatssekretär Franz Morak überreicht bekam, sei Heinz Karl Gruber dem "typisch österreichischen Schicksal" entgangen, in der Heimat zu wenig gewürdigt zu werden. Nun sei er "in all seiner Vielfalt definitiv zu Hause angekommen", meinte Laudator Friedrich Cerha im 20er Haus. Gruber selbst dankt, beklagte aber, dass die Leistung der Kreativen im Vergleich mit den Interpretierenden finanziell zu wenig gewürdigt werde. Er will daher mit seinem Preisgeld von 22.000 Euro "etwas Nützliches machen", denn "die Moderne muss Eingang in den Alltag finden". Konkret: In Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus initiiert er die Förderaktion "Klanginvestment". Dabei können sich Musikliebhaber an Kompositionsaufträgen finanziell beteiligen. Sie werden in der Partitur des Werkes genannt sowie über Aufführungen informiert. (APA)(DER STANDARD, Printausgabe, 8.4.2003)

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