Südkorea will USA zum Verzicht auf Zölle für Hynix bewegen

7. April 2003, 17:33
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Strafzölle sollen trotz wettbewerbswidriger Subventionen vermieden werden

Südkorea will die Chip-Lieferungen des Speicherchip-Herstellers Hynix in die USA begrenzen, um so massive Strafzölle zu vermeiden. Man wolle mit der US-Regierung eine entsprechende Vereinbarung erzielen, die auch einen Mindestpreis für Speicherchips (DRAMs) von Hynix umfassen könnte, teilte das koreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie am Montag in Seoul mit.

Das US-Handelsministerium war vergangene Woche in einer vorläufigen Entscheidung zu dem Schluss gekommen, dass Hynix in seiner Heimat wettbewerbswidrige Subventionen erhalten und damit US-Konkurrenten Schäden zugefügt hat.

Sollte diese Einschätzung bestätigt werden, müsste Hynix bei US-Importen ab August Strafzölle in Höhe von 57 Prozent hinnehmen. Eine Entscheidung wird für den 16. Juni erwartet. Bis Mitte April will das US-Handelsministerium entscheiden, ob es mit Südkorea Gespräche über einen möglichen Verzicht auf Strafzölle aufnimmt.

Auch die Europäische Union prüft derzeit, ob sie Strafzölle gegen Hynix erlässt, nachdem der Münchener Konkurrent Infineon ein entsprechendes Verfahren angestrengt hat. Eine Entscheidung wird Ende April erwartet.(APA/Reuters)

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