"Neue Nahrung für Hass und Gewalt"

7. April 2003, 16:22
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EU-Präsidentschaft verurteilt israelische Kollektivstrafen

Athen - Während der deutsche Außenminister Joschka Fischer seine Nahost-Mission begonnen hat, sind die jüngsten israelischen Maßnahmen in den besetzten palästinensischen Gebieten von der griechischen EU-Ratspräsidentschaft am Montag als unzulässige und unannehmbare Kollektivstrafen scharf verurteilt worden. Die Operationen der israelischen Besatzungsarmee bei Tulkarem im Westjordanland würden "Hass und Gewalt neue Nahrung geben", heißt es in einem in Athen veröffentlichten Kommunique. Die EU-Ratspräsidentschaft habe Verständnis für Israels Sicherheitsbedürfnis. Sie sei aber der Überzeugung, dass es nur durch die sofortige gegenseitige Erfüllung des Nahost-Fahrplans und die Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates gewährleistet werden könne.

Die israelische Armee zerstört im Gaza-Streifen und im Westjordanland systematisch Wohnhäuser von Familien palästinensischer Attentäter. Das israelische Vorgehen verstößt massiv gegen die Bestimmungen der Vierten Genfer Konvention über die Behandlung der Zivilbevölkerung in besetzten Gebieten. (APA)

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