Schlag gegen Kinderpornos in Deutschland

7. April 2003, 16:22
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Zweihundert Wohn- und Geschäftsräume durchsucht - Ermittlungen gegen Passauer als Ausgangspunkt

München - Bei einer Razzia in rund zweihundert Wohn- und Geschäftsräumen im ganz Deutschland haben Ermittler erneut einen Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie landen können. Nach monatelangen Ermittlungen seien in allen Bundesländern Objekte durchsucht worden, teilte das federführende Bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Montag in München mit.

Es seien zahlreiche Bild- und Videodateien sichergestellt worden. Die Verdächtigen sollen laut LKA einen intensiven Austausch mit kinder-, gewalt- und tierpornografischen Darstellungen betrieben haben. Erst Ende März hatte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden von einem Schlag gegen Nutzer von Kinderpornografie im Internet berichtet.

Tauschring

Ausgangspunkt der Ermittlungen in dem neuen Fall war eine Durchsuchung bei einem 39 Jahre alten Mann aus Passau. Bei der Auswertung seines Computers seien insgesamt mehr als 15.600 E-Mails gesichert worden. Teil dieses Mailsystems sei ein regelrechter Tauschring für die verbotenen pornografischen Darstellungen gewesen. Am vergangenen Mittwoch schlugen die Ermittler dann zu.

Insgesamt seien im gesamten Bundesgebiet mehr als 180 Tatverdächtige betroffen gewesen, berichtete das LKA. Fünfzig Personen hätten die ihnen zu Last gelegten Vorwürfe bereits eingeräumt. (APA/dpa)

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