Image der Zeitungen: STANDARD-Leser schätzen Hintergrundberichte

7. April 2003, 17:11
posten

Studie bescheinigt: Gute Kommentare, politisch unabhängig, modern

Alle zwei bis drei Jahre erfragt Fesssel + GfK, was die Leser von den Zeitungen halten - jenen, die sie selbst lesen wie auch von den übrigen. Am STANDARD schätzen seine Leser vor allem die Qualität der Hintergrundberichte, der Kommentare, seine politische Unabhängigkeit, seine Modernität, berufliche Wichtigkeit und gute Gliederung. Montag veröffentlichten die Meinungsforscher diese jüngsten Daten.

78 Prozent der STANDARD-Leser bescheinigen ihrer Zeitung gute Hintergrundinformationen. Der "Presse" weist die Umfrage 76 Prozent aus. Die "Salzburger Nachrichten" kommen auf 52 Prozent.

Gute Kommentare finden 68 Prozent der STANDARD-Leser und 64 Prozent jener der "Presse". Wer zum Kleinformat greift, mag sogar dessen Kommentare: 72 Prozent sind es bei der "Krone".

Nicht alles aber glauben die Freunde des Kleinformats Herausgeber Hans Dichand. Da kann er noch so oft Unabhängigkeit als wichtige Erfolgskomponente nennen: 27 Prozent der "Krone"-Leser empfinden sie als "politisch unabhängig". 39 Prozent attestieren das STANDARD wie "Salzburger Nachrichten". Die "Presse" kommt auf 34 Prozent, der "Kurier" beispielsweise auf 19, das "Wirtschaftsblatt" auf 15 Prozent.

Lüsterne "Krone"

Uneinholbar ist ein Spitzenwert der "Krone", geht es um Sensationslüsternheit. Das bescheinigen ihr gleich 72 Prozent ihrer eigenen Leser. Die "Vorarlberger Nachrichten" folgen mit nur 20 Prozent, die "Kleine Zeitung" kommt auf 18.

Beruflich wichtig ist DER STANDARD 46 Prozent seiner Leser, die "Presse" 36 Prozent der ihren. Höher wird hier nur das monothematische "Wirtschaftsblatt" eingestuft.

Obwohl deutlich kürzer auf dem Markt bescheinigen dem "Wirtschaftsblatt" aber nur 22 Prozent seiner Leser, modern zu sein. Die "Presse" mit ihren fast 155 Jahren schafft hier 31 Prozent. Den STANDARD finden 59 seiner Leser modern.

Sie fühlen sich bei ihrer Zeitung offenbar auch immer wohler: Fanden ihn 1996 noch 32 Prozent seines regelmäßigen Publikums "angenehm zu lesen", so sind es in der neuesten Untersuchung 58 Prozent. Der "Presse" attestierten das 43 Prozent ihrer Leser vor dem jüngsten Relaunch des Bürgerblattes. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 8.4.2003)

Share if you care.