UNO will Folgen von Uran-Munition im Irak-Krieg klären

7. April 2003, 14:53
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Auswirkungen panzerbrechender Munition für die Umwelt unklar

Amman - Die UNO will so schnell wie möglich die Folgen der von den alliierten Truppen im Irak-Krieg eingesetzten uranhaltigen Munition prüfen. Sobald es die Sicherheitsbedingungen und die politische Situation erlaubten, würden sich die Vereinten Nationen deswegen an die Streitkräfte der USA und Großbritanniens wenden, sagte der Sprecher des UN-Umweltprogramms (UNEP), Michael Williams, am Montag in der jordanischen Hauptstadt Amman. Beide Länder gaben ihm zufolge zu, diese Munition im Irak einzusetzen. Die Einsatzorte müssten auf radioaktive Verstrahlung untersucht werden.

Die Nachforschungen der Folgen dieser Munition auf dem Balkan hätten keine alarmierenden Ergebnisse zu Tage gefördert, sagte Williams. Allerdings sei noch unklar, ob die Munitionsreste das Trinkwasser verstrahlen oder ob radioaktive Partikel die Luft belasten könnten.

Nach Angaben der US-Streitkräfte verfügen die Abrams-Panzer sowie die A-10-Kampfflugzeuge über die panzerbrechenden Granaten mit abgereichertem Uran. Die US-Militärs hatten Vorwürfe zurückgewiesen, die im Golfkrieg 1991 eingesetzte Uran-Munition habe eine hohe Zahl von Leukämie-Erkrankungen unter irakischen Kindern ausgelöst. 1991 hatten die alliierten Streitkräfte im Irak etwa 320 Tonnen Uran-Munition eingesetzt. (APA)

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