Es krachte im Minutentakt

7. April 2003, 14:50
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In Deutschland passierten hunderte Unfälle im Schnee - Erhebliche Lawinengefahr in Bayern

Hamburg - Winterchaos auch in Deutschland: Plötzlicher Schneefall hat am Montag zu hunderten Unfällen mit mindestens drei Toten und zahlreichen blockierten Autobahnen geführt. Lastwagen stellten sich im Berufsverkehr reihenweise quer. In den Alpen wuchs die Lawinengefahr.

Bei einem Unfall auf der spiegelglatten Autobahn A 2 (Magdeburg- Hannover) starb bei Helmstedt ein 47 Jahre alter Mann. Das Auto, in dem er saß, prallte auf einen Lastwagen, der sich plötzlich quer gestellt hatte. Wenige Stunden später kam dort ein 31-Jähriger ums Leben, als ein Kleintransporter in Richtung Berlin ins Schleudern geriet und sich überschlug. Bei Biberach in Baden-Württemberg wurde ein 30-jähriger Autofahrer tödlich verletzt, dessen Wagen auf einer vereisten Brücke in einen Sattelzug und zwei andere Autos rutschte.

Es krachte im Minutentakt

Auf bayerischen Autobahnen fuhren bei zwei Unfallserien mehr als siebzig Autos und Lastwagen ineinander. Rund fünfzig Fahrzeuge wurden bei plötzlich auftretenden Schneefällen auf der Autobahn A 7 Ulm-Füssen nahe Illertissen in mehrere Serienunfälle verwickelt. Auf der Autobahn A 96 München-Lindau nahe Landsberg kollidierten auf regennasser Fahrbahn zahlreiche Autos und Lastwagen. Mindestens zwölf Menschen wurden bei den Massenkarambolagen verletzt.

Erhebliche Lawinengefahr in Bayern

In vielen Städten krachte es in der Früh im Minutentakt: So zählte die Polizei allein in Berlin rund neunzig, in Dresden mehr als sechzig Unfälle. Am Vormittag normalisierte sich die Lage.

Im bayerischen Alpenraum herrsche nach den jüngsten Schneefällen erhebliche Lawinengefahr, berichtete die Lawinenwarnzentrale Bayern in München. Sogar ohne Einwirkung von außen könnten Lawinen abgehen. (APA/dpa)

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    April: Wintereinbruch in Sachsen

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