Irak-Krieg belastet weltweite Werbeindustrie

7. April 2003, 14:40
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Globaler Werbemarkt wächst nur um 1,5 Prozent

Die Medienanalysefirma Zenith Optimedia hat ihre Prognose für den weltweiten Werbemarkt wegen der negativen Auswirkungen des Irak-Kriegs gesenkt. Im laufenden Jahr sei nur noch mit einem Wachstum des globalen Werbemarktes von 1,5 Prozent statt der bisher prognostizierten 1,8 Prozent zu rechnen, teilte Zenith Optimedia, ein Unternehmen des französischen Marketingkonzerns Publicis und der britischen Cordiant Plc, am Montag mit.

Für Europa rechnen die Marktforscher nur noch mit einem geringen Zuwachs von 0,4 Prozent statt bisher 1,8 Prozent. In den USA entwickle sich aber vor allem der TV-Werbemarkt besser als erwartet, weshalb Zenith die Wachstumsschätzungen auf 2,2 Prozent von 1,9 Prozent anhob.

Zurückhaltung wegen Krieg

Die weltweiten Werbemärkte haben schon im vergangenen Jahr unter der schwachen Konjunktur und daher sinkenden Werbeausgaben gelitten. Viele Unternehmen halten sich nun auch wegen des Irak-Kriegs mit Werbekampagnen zurück. Manche Analysten erwarten aber ein Anziehen der Werbekonjunktur nach dem Ende des Krieges.

Für den deutschen Werbemarkt hatte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) im Dezember noch ein Wachstum von einem Prozent prognostiziert, hält sich angesichts der Unsicherheiten über die Auswirkungen des Krieges derzeit aber mit Schätzungen zurück. Erst Ende Mai will der Verband eine aktualisierte Prognose bekannt geben. (APA/Reuters)

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