Botschafter: US-Armee griff russischen Konvoi absichtlich an

7. April 2003, 16:07
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Bei Beschuss wurden nach russischen Angaben fünf Diplomaten verletzt

Moskau - Der russische Botschafter im Irak, Wladimir Titorenko, hat den US-Invasionsstreitkräften vorgeworfen, seinen aus Bagdad fliehenden Konvoi am Sonntag absichtlich angegriffen zu haben. Nach Titorenkos Überzeugung seien die Schüsse absichtlich auf seine Fahrzeugkolonne mit Diplomaten und Journalisten abgegegeben worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA-Nowosti am Montag von der irakisch-syrischen Grenze, die der Konvoi passierte. Vier der Fahrzeuge seien getroffen, in ihrem Innern seien Patronenhülsen aus amerikanischen M-16-Sturmgewehren gefunden worden. US-Einheiten hätten die Kolonne zudem mehrfach stoppen wollen, was jedoch von den Diplomaten verhindert worden sei.

Beim Beschuss des Konvois waren am Sonntag nach russischen Angaben fünf Diplomaten verletzt worden. Botschafter Titorenko erlitt laut RIA-Nowosti eine Armverletzung. Nach russischen Medienberichten war der Konvoi mit russischen Fahnen beflaggt, als er Bagdad verließ. Die Russen gehörten zu den letzten ausländischen Diplomaten, die noch in Bagdad geblieben waren. US-Vertreter hatten betont, das Gebiet, durch das der Konvoi fuhr, sei noch nicht unter der Kontrolle von US-Truppen. US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice hielt sich am Montag zu Gesprächen über den Irak-Krieg und die bilateralen Beziehungen in Moskau auf. Dabei dürfte auch der Angriff auf den Konvoi zur Sprache gekommen sein.(APA)

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