S&T - Analysten erhöhen Umsatzprognosen nach Fujitsu-Akquisition

7. April 2003, 13:44
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BA-CA sieht Gewinnanstieg für 2003 und 2004 - RCB revidiert Gewinn je Aktie für 2003 nach unten

Die Anlageexperten der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und Raiffeisen Centrobank (RCB) zeigen sich uneinig bezüglich der Gewinnentwicklung für den Wiener Systemintegrator S&T nach der bekannt gegebenen Übernahme der Fujitsu Services Niederlassungen in sieben zentral-, ost- und südeuropäischen Staaten. Die BA-CA hat ihre Umsatzprognosen für 2003 um 15 Prozent und für 2004 um 20 Prozent auf 221 bzw. 256 Mio. Euro erhöht. Die RCB sieht im Jahr 2003 Gesamterlöse von 214,76 (vorher: 184,76) Mio. Euro. Für 2004 liegt die RCB-Schätzung bei 239,67 Mio. Euro.

Auf den Gewinn je Aktie werde sich die Übernahme laut RCB "neutral" auswirken. Grund dafür seien die anfallenden Integrationskosten sowie eine höhere Zinsbelastung. Das originäre Wachstum haben die RCB-Experten wegen der "weiterhin schwachen Investitionsneigung von Großkunden" von 13 auf acht Prozent reduziert und die Schätzungen für den Gewinn je Aktie im Jahr 2003 von 0,52 auf 0,45 Euro zurück genommen. Im Folgejahr rechnet die RCB mit einer Margenverbesserung und einer Erhöhung des Gewinns auf 80 Cent je Aktie. Das "Neutral"-Rating wurde von der RCB beibehalten.

Die BA-CA sieht hingegen auch für das Jahr 2003 einen positiven Effekt auf den Gewinn je Aktie. Dieser wurde von 0,45 auf 0,56 Euro revidiert. Für das Geschäftsjahr 2004 erwarten die BA-CA-Experten einen Gewinn je Anteilsschein von 98 (zuvor: 77) Cent. Daraus ergeben durchschnittlich um 20 Prozent niedrigere Kurs-Gewinn-Verhältnisse für die beiden Jahre.

Auf Grund der Schuldenerhöhung, welche aus der Finanzierung der Akquisition und der zu erwartenden Erhöhung des Nettoumlaufvermögens resultiert, werde die Übernahme das Verhältnis von Unternehmenswert zu Betriebsergebnis (EV/EBIT) erhöhen. Deshalb habe man das "Hold"-Voting weiterhin beibehalten, so die BA-CA in ihrer jüngsten Analyse.(APA)

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