Tomandl: Regierung könnte gewissen Spielraum bereits vorbereitet haben

7. April 2003, 12:59
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Leiter der Pensionsreformkommission rechnet noch mit einer "ganzen Reihe von Änderungen"

Wien - Der Leiter der Pensionsreformkommission, Theodor Tomandl, glaubt nicht, dass der Begutachtungsentwurf für die Pensionen so beschlossen wird, wie er vorliegt. "Es gibt eine lange Begutachtung, da wird schon einiges eingebracht werden. Es kommt die parlamentarische Behandlung. Da ist mit Sicherheit zu rechnen, dass noch eine ganze Reihe Änderungen drin sein werden. Es ist durchaus denkbar, dass die Regierung von Haus aus einen gewissen Spielraum schon eingebaut hat", so Tomandl am Montag im Radio-Mittagsjournal des ORF.

Er verwies darauf, dass die Beitragsgrundlage Jahr für Jahr zurückbleibe. "Wenn ich wirklich bei 40 Jahren Durchrechnung bin, habe ich eben Jahre darunter, die um 40 Prozent zu wenig aufgewertet sind". Notwendig sei ein besserer Berechnungsschlüssel, ansonsten würden Pensionen in einigen Jahren bis 20 Prozent niedriger ausfallen.

Außerdem erwartet Tomandl, dass bestimmte Fristen noch verändert werden, sei es bei den höheren Abschlägen für die Frühpension oder dem Steigerungsbeitrag. "Das volle Ausmaß, das durch die Kombination neuer Abschläge und niedrigerer Steigerungsbeiträge könnte nicht sofort wirksam werden, sondern sollten auf mehrere Jahre verteilt werden". Auch bei der Anrechnung der Kindererziehungszeiten könnte man über die geplanten 24 Monate hinausgehen. (APA)

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