"profil": Betrugsverdacht gegen Geschäftsführerin von Flakturm-Datencenter im Augarten

7. April 2003, 13:08
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Staatsanwaltschaft ermittelt

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in aktuellen Ausgabe berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen die Geschäftsführerin jenes Unternehmens, das künftig ein Datencenter im Flakturm im Wiener Augarten betreiben soll, wegen Betrugsverdacht.

Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Krida und Betrug

Patricia K. will als Geschäftsführerin der DCV Planungs- und Errichtungs GmbH im größeren der beiden Flaktürme im Wiener Augarten bis zum Frühjahr 2004 ein Datencenter etablieren. Gegen die 36-jährige Unternehmerin ist jedoch bei der Staatsanwaltschaft Wien seit Juni 2001 ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Krida und Betrug anhängig.

Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit zwei EDV-Unternehmen, für die K. im Jahr 2001 als Geschäftsführerin tätig war. Beide Unternehmen - die Freeway Internet DienstleistungsgmbH und die AIT EDV-DienstleistungsgmbH - mussten im Dezember 2001 beziehungsweise März 2002 Konkurs anmelden.

Gelassen

Bei den zuständigen Stellen im Wirtschafts- und Finanzministerium sieht man die Angelegenheit gelassen. Man habe von diesem Sachverhalt Kenntnis und daher die DCV zur Hinterlegung einer Kaution verpflichtet, heißt es im Wirtschaftsministerium über das politisch umstrittene Projekt, das vor allem von den Wiener Grünen heftig bekämpft wird. "Solange DCV vertragstreu ist, haben wir kein Problem", meint Friedrich Resel vom Finanzministerium. Patricia K. war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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