Neue Bahnen für neue Technologien

7. April 2003, 11:03
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Wenn ein Land nicht vom Fließband leben will, wenn ein Land sich nicht allein auf die Verkehrswege zu Land verlassen will, muss es in die Verkehrswege des Gehirns investieren. In Österreich hat das lang gebraucht, der Weg war weit vom Reden zum Tun: Gemeint ist die Regierungspolitik, die erst unter Klima & Schüssel wirklich begriffen hat, was die Zukunft kostet. Noch immer werden nicht die gewünschten 2,5 Prozent des Bruttonationalprodukts in die Forschung investiert. Aber um die zwei sind es schon.

Die Politik braucht die Zustimmung ihrer WählerInnen. DER STANDARD war die erste Tageszeitung Österreichs mit einer täglichen Berichterstattung über Wissenschaft und Innovation. Wir haben versucht, in beständiger Kleinarbeit mediale Vorarbeit zu leisten - für eine bessere Akzeptanz solcher Investitionen. Und wir konnten das auch tun, weil wir dazu von Wissenschaftern und Technologiefans in der Industrie ermuntert wurden. Unsere wöchentliche Seite "Wissenschaft spezial" wurde eingeführt - und prompt auch von einer Mitbewerberin kopiert. Die Basis wurde dadurch noch breiter.

Jetzt starten wir den nächsten Schritt. Während sich "Wissenschaft spezial" vor allem der Grundlagenforschung widmet, stellen wir in unserer montägigen Beilage "Forschung spezial" Technologie-Initiativen vor und präsentieren die Aktivitäten von EC Austria, der Info-, Service- und Veranstaltungsplattform für E-Business, vor dem breiten Hintergrund der angewandten Forschung in Österreich.

Wir hoffen, damit die Verkehrswege des Gehirns in breite Bahnen für die wissenschaftliche Fantasie und für den technologischen Erfolg verwandeln zu können. (Gerfried Sperl, Chefredakteur/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 4. 2003)

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