Gespräche zwischen Nordkorea und Südkorea geplatzt

7. April 2003, 07:16
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Ministertreffen sollte Atomstreit beilegen

Seoul - Die für diese Woche geplanten direkten Gespräche zwischen Südkorea und Nordkorea zur Beilegung des Atomstreits sind geplatzt. Aus Pjöngjang sei keine entsprechende Terminbestätigung eingegangen, erklärte die südkoreanische Regierung am Montag. Die Gespräche auf Ministerebene sollten von Montag bis Donnerstag in Nordkorea stattfinden. Südkorea will den kommunistischen Nachbarstaat dazu bringen, sein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen zu stoppen.

Nordkorea hatte am Wochenende die für Mittwoch geplanten Beratungen des Weltsicherheitsrats über sein Atomprogramm als "Vorspiel zum Krieg" bezeichnet. Zudem warf Pjöngjang Japan vor, einen Angriffskrieg gegen Nordkorea zu planen. Der kommunistische Staat fordert seit Monaten direkte Gespräche mit den USA, die im Oktober den Vorwurf erhoben, Nordkorea habe ein geheimes Atomprogramm wieder aufgenommen. Der Sicherheitsrat befasst sich auf Antrag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) mit Nordkorea. Das kommunistische Land hatte im Jänner den Atomwaffensperrvertrag gekündigt.(APA/AP)

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