Neues Bildgebungsverfahren

Histoscan zur Lokalisierung von Prostata-Tumorherden

10. Februar 2010, 16:36
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    foto: krankenhaus der elisabethinen linz

    Tumorverdächtige Areale werden farblich rot markiert.

Mittels fingerdünner Ultraschallsonde könne unnötige Gewebsentnahmen vermieden werden

Linz - Liegt bei einem Patienten Verdacht auf Prostatakrebs vor, kommt im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz künftig der erste Histoscan in Österreich zu Einsatz. Das neue Verfahren ist schmerzfrei, völlig ohne Belastung durch Röntgenstrahlen und nicht invasiv, unnötige Gewebsentnahmen können vermieden werden. Durch die computerunterstützte Auswertung der Daten einer konventionellen Ultraschalluntersuchung können Veränderungen im Prostatagewebe präzise und zuverlässig dargestellt werden, teilte das Krankenhaus bei einer Pressekonferenz in Linz mit.

Das Prostatakarzinom ist der am häufigsten diagnostizierte bösartige Tumor des Mannes noch vor Lungen- und Darmkrebs. Weltweit ist es eine der häufigsten Todesursachen. Diagnostiziert wird das Prostatakarzinom nach einer Gewebsentnahme durch eine histologische Untersuchung. Dazu müssen aber Verdachtsmomente gegeben sein, denn im Frühstadium ist das Leiden absolut symptomlos. Je früher das Karzinom erkannt wird, umso größer sind die Heilungschancen.

Sonde erzeugt Ultraschallbild

Mithilfe einer fingerdünnen Ultraschallsonde, die in den Enddarm eingeführt wird, wird ein hochaufgelöstes Ultraschallbild der Prostata aufgenommen. Die Untersuchung sei in der Regel für den Patienten weder schmerzhaft noch unangenehm und dauere maximal 15 Minuten.

Um ein präzises Ultraschallbild zu erhalten muss die Sonde möglichst nahe an die Prostata herangeführt werden. Durch die langsame Drehung der Sonde, die mit einem winzigen Motor ausgestattet ist, entsteht ein dreidimensionales Bild, heißt es seitens des Krankenhauses. Aus den Rohdaten des Ultraschalls werden in einem diagnostisch aufwändigen Verfahren tumorverdächtige Areale farblich markiert. Zeigt das Histoscanning einen auffälligen Befund, kann der daraus resultierende Eingriff wesentlich präziser und genauer vorgenommen werden als bisher. (red)

 

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