Nach 17 Jahren soll Verbot für Berufsfotografen und -Kameramänner überarbeitet werden
Moskau - Russische Berufsfotografen und -Kameramänner
konnten am Mittwoch einen Erfolg feiern: 17 Jahre lang war es ihnen
verboten am Roten Platz zu arbeiten. Der Kreml kündigte nun an,
dieses Verbot überarbeiten zu wollen.
Seit 1993 waren die Journalisten einem bürokratischen Aufwand
unterworfen, der bis zu zehn Tage in Anspruch nehmen konnte, um die
Erlaubnis zu erhalten, den Roten Platz, seine Monumente und Mauern
filmen und fotografieren zu dürfen. Mit den Regelungen sollte laut
der Föderationsbehörde FSO sichergestellt werden, dass die
historische Stätte nicht für Werbezwecke missbraucht würde.
Präsident Dmitri Medwedew hat nun in einem Communiqué die FSO
aufgefordert, diese Regelungen zu überarbeiten. Medwedew soll von
einem russischen Fotografen auf einer Skipiste in Sotschi (russischer
Austragungsort der Winterspiele 2014) auf die bestehende Regelung
angesprochen worden sein. "Allerdings, das ist dumm!", soll der
Präsident, selbst ein Freund der Fotografie, vor laufenden Kameras
über die Regelung gesagt haben. (APA)