derStandard.at-Interview

"Sozialsystem ist ein Schönwettersystem"

Rosa Winkler-Hermaden, 11. Februar 2010, 13:18
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    "Das große Problem ist, dass der Kampf gegen Armut nicht so geführt wird, dass Armut überwunden oder abgeschafft wird. Armut wird alimentiert und bleibt aufrecht."

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    Holzingers Buch ist in der Edition Steinbauer erschienen. Er und sein Co-Autor Hansjörg Schlechter verzichten auf ihr Honorar und stellen es sozialen Organisationen zur Verfügung.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung droht die Armut in die Mitte der Gesellschaft zu rücken, sagt Armutsexperte Lutz Holzinger

"Ich wollte die Normalität der Armut in Österreich kennenlernen", sagt Lutz Holzinger, ehemaliger Chefredakteur der "Volksstimme". Er hat Institutionen wie die Wiener Schuldnerberatung, die Sozialberatung der Volkshilfe oder die Wiener Tafel besucht und über seine Erlebnisse ein Buch verfasst: "Vom Problem der Verarmung werden ganz normale Bürger erfasst. Durchschnittliche Menschen, die nie daran gedacht haben, dass sie mit einer solchen Karriere konfrontiert werden können", so Holzinger. Warum er deshalb für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintritt, sagt er im Interview mit derStandard.at.

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derStandard.at: Sie haben verschiedene Organisationen aufgesucht, die von Armut betroffenen Menschen helfen und darüber ein Buch geschrieben. Warum?

Holzinger: Das Ziel dieser Art von Recherche war, die Normalität der Armut in Österreich kennen zu lernen. Arme sind nicht so, wie man sie sich vorstellt. Es sind keine Leute, denen man ansieht, dass sie arm sind. Der Großteil der Armen in Österreich sind ganz normale Leute. Sie schauen aus wie du und ich und unterscheiden sich in Kleidung und Auftreten kaum von anderen. Durch verschiedene, meistens unglückliche Umstände oder Arbeitslosigkeit - häufig durch das Zusammentreffen von zwei prekären Karrieren wie Arbeitslosigkeit und Trennung, Arbeitslosigkeit und Wohnungsverlust oder Arbeitslosigkeit und Krankheit - werden sie aus der Bahn geworfen.

Dann treten sie in die Gruppe von Menschen ein, die manifest arm sind oder an der Armutsschwelle leben. Wenn man in dieser Situation ist, genügen geringfügige zusätzliche Belastungen und man kippt noch weiter in die Armut - bei Mietpreissteigerungen oder durch Nachzahlungen von Energiekosten.

derStandard.at: Hat das Bild, das sie erhalten haben, Ihren Vorstellungen entsprochen?

Holzinger: Ich bin relativ erwartungslos hingegangen. Ich bin dabei gesessen, die Klienten sind gefragt worden, ob sie zustimmen, wenn ich bei den Gesprächen zuhöre. Ich hab mich nicht eingemischt, sondern hab die Gespräche zwischen den Sozialarbeitern und den Personen, die Hilfe brauchen, einfach nur verfolgt.

Speziell in der Schuldnerberatung haben Bankkredite eine große Rolle gespielt. Da war ich überrascht, dass Menschen, denen man von Vornherein keine besondere Bonität zugetraut hätte, trotzdem ganz respektable Kredite erhalten haben. Sie konnten sie dann zum Teil nicht mehr bedienen und die Summen haben sich erhöht. Aber jeder, der aufgezeigt hat, hat einen Kredit bekommen. Das ist durch die Wirtschaftskrise nicht mehr ganz so, aber die Kredite laufen noch. Problematisch sind auch die hohen Überziehungsrahmen. Im Prinzip sind das ebenfalls Kredite mit unglaublich hohen Zinsen. Bei Jugendlichen und bei Menschen, nicht sorgfältig mit dem Geld umgehenden, kann es passieren, dass sie plötzlich mit 6.000 Euro im Minus sind.

derStandard.at: Und werden diese Personen dann ausreichend unterstützt?

Holzinger: Nein. Ich habe nicht geahnt, wie löchrig das Sozialsystem ist. Es ist ein Schönwettersystem. Wenn man es nicht braucht, ist es gut. Wenn man es aber braucht, gibt es so große Löcher, dass man rasch durchfällt. Das Arbeitslosengeld beträgt zum Beispiel lediglich 55 Prozent vom Nettolohn. Das Lohnniveau ist bei Arbeitern aber relativ niedrig. Ihr durchschnittlicher Nettolohn liegt in Österreich bei 1600 Euro. Und 55 Prozent davon ergeben bereits einen Betrag, der unter der Armutsgrenze liegt. Oft ist es kein Problem, wenn jemand drei Monate arbeitslos ist. Da hat man meistens die Möglichkeit, durch zu tauchen. Aber wer weiß schon, wie rasch man wieder eine Arbeit findet? Und wenn man in die Dauerarbeitslosigkeit rutscht, wird es schwierig, weil die meisten ihr Leben dem gewohnten Einkommensniveau angepasst haben.

derStandard.at: Ihr Buch trägt den Titel "Gespenst der Armut". Was wollen Sie damit sagen?

Holzinger: Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung droht die Armut in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Wir registrieren jetzt schon eine Rekordarbeitslosigkeit in der zweiten Republik. Es hat noch nie so hohe Arbeitslosenzahlen gegeben. Wahrscheinlich werden es dieses Jahr mehr als 400.000 und Experten sagen, 2011 werden es noch mehr.

Vom Problem der Verarmung werden ganz normale Bürger erfasst. Durchschnittliche Menschen, die nie im Leben daran gedacht haben, dass sie mit einer solchen Karriere konfrontiert werden können.

derStandard.at: Sind junge oder alte Menschen mehr von Armut betroffen?

Holzinger: Bei den alten Leuten ist es so, dass Niedrigeinkommen-Bezieher gelernt haben mit wenig Geld auszukommen. Aber natürlich gibt es auch ältere Menschen, die Probleme haben. Ich bin im Zuge meiner Recherchen auf eine Dame gestoßen, die Schwierigkeiten bekommen hat, weil ihr Mann gestorben ist. Dadurch ist die Mietbelastung gestiegen, sie ist mit ihrer sehr kleinen Rente nicht mehr ausgekommen. Bei jüngeren Menschen gibt es den klassischen Fall des Autonarren: Er nimmt Kredite auf, um eine aufgemotzte Schüssel zu kaufen, dann baut er Unfälle, kriegt Polizeistrafen und sammelt über diesen Weg Schulden an, die er von seinem Einkommen nicht mehr bedienen kann. Er landet in der Schuldnerberatung und fragt, ob nicht ein Privatkonkurs die Rettung wäre.

derStandard.at: Wie haben Sie den Berufsalltag der Sozialarbeiter miterlebt. Mit welchen Schwierigkeiten kämpfen sie?

Holzinger: Die Sozialarbeiter, die ich beobachtet habe, haben nach eigenen Aussagen relativ günstige Rahmenbedingungen. Eine Zeiteinteilung, die ihnen immer wieder die Möglichkeit geboten hat, durchzuatmen. Aber zum Beispiel in der Sozialberatung der Volkshilfe Wien hat mir meine Gesprächspartnerin ganz offen gesagt, dass sie froh ist, nur einen 20-Stunden-Job zu haben, weil es ihr sonst von der psychischen Belastung zu viel wäre. Man wird ständig mit Elend konfrontiert.

derStandard.at: Inwieweit sehen Sie die Politik gefordert, einzugreifen? Welche Maßnahmen sollen gesetzt werden?

Holzinger: Das große Problem ist, dass der Kampf gegen Armut nicht so geführt wird, dass Armut überwunden oder abgeschafft wird. Armut wird alimentiert und bleibt aufrecht. Es gibt deswegen auch immer mehr Organisationen, die ein bedingungsloses Grundeinkommen fordern. Ziel wären 1000 Euro im Monat ungeprüft, die jedem Österreicher zustehen sollten. Das ist die wesentlich bessere Alternative als die bedarfsorientierte Mindestsicherung, die im September eingeführt werden soll. Bei der Mindestsicherung ist das Niveau deutlich unter der Armutsgrenze.

derStandard.at: Aber wer stellt sich im Supermarkt noch an die Kassa, wenn man sich auf das Bedingungslose Grundeinkommen einigt?

Holzinger: Möglicherweise würden dann bestimmte Prozesse rascher rationalisiert. Nicht-erfüllende Tätigkeiten würden vielleicht schneller abgeschafft. Im Supermarkt könnte jeder selbst seine Ware scannen und abrechnen. Die Menschheit ist so erfinderisch, das ist überhaupt kein Problem.

Das Gemeine ist ja, dass Tätigkeiten, die am meisten Spaß machen, derzeit nahezu am besten entlohnt werden. Spitzen-Wissenschafter verdienen sehr gut und haben unglaubliche Freude an ihrer Arbeit. Reinigungskräfte hingegen verdienen sehr schlecht, obwohl sie sehr wichtig sind. Das Gemeinwesen würde ohne sie nicht funktionieren. Man müsste sie, wenn es das Grundeinkommen gibt, deutlich besser bezahlen, damit sie sich das antun. Das würde das Lohngefüge stark verändern.

derStandard.at: Ist es Ihrer Ansicht nach realistisch, dass das umgesetzt wird?

Holzinger: Ich bin ein hoffnungsloser Optimist. In einem Staatenverband wie der EU lässt es sich schon vorstellen, das umzusetzen. Das könnte zu unglaublichen Rationalisierungsschüben führen, die den Wirtschaftsstandort aufwerten. Es würden dadurch neue Technologien hervorgebracht, die weltweit zu vermarkten wären. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 11.2.2010)

Zur Person: Lutz Holzinger (66) hat Germanistik studiert und lebt und arbeitet als Journalist und Publizist in Wien.

Kommentar posten
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ÖVPler sind Volks-Gauner
00
die größten sozialgauner

ist die bbrz gruppe, mit FAB, Proba usw....

die brauchen nicht gültiges Recht, Arbeitsrecht einhalten da diese von AK und ÖGB unterstütz werden... die schauen einfach weg.....

wer im betrieb keine fixe mittagszeit hat und im betrieb anwesend bleiben muß hat gleitende arbeitszeit. die mittagspause darf nicht abgezogen werden...
aber proba ignoriert das und stiehlt somit jedem arbeitslosen pro tag geld...
arbeitsrecht ist für FAB u. Proba fremdwort, da sie geschützt sind durch ÖGB und AK

Sag' zum Abschied leise "Euro"
 
02
15.2.2010, 12:23
Das teuerste Sozialsystem der Welt,

und trotzdem wächst die Armut.

ÖVPler sind Volks-Gauner
01
das solzialsystem ist deshalb so teuer

weil sich bestimmte personengruppen bereichern, die nähe zur övp ist unumstritten.
die lobbiisten wollen nicht sozial helfen, sondern sozialgelder abcashen....
einer dieser großen sozialgauner ist die bbrz gruppe, bfi, fab, proba......
die sind sooooo mächtig, das sich da keiner wagt vor gericht zu ziehen...
wahrscheinlich gibts auch weisung der diversen ministerien arbeitslose zu schikanieren

was hat dieser ams-chef kopf schon großartiges geleistet außer geschönte statistiken....

jo eh
00
10.3.2010, 08:17

weil auch ein großer teil "importierte" armut ist. besonders seit den 2000er jahren.

melli91
01
15.2.2010, 09:02
Auch wenn alle das gleiche Monatseinkommen hätten,

würden die einen mit dem Geld auskommen und die anderen nicht. Welchen Anreiz soll jemand haben, eine schwierigere, gefährlichere, riskantere Arbeit zu verrichten, wenn ihm der höhere Lohn dafür wieder weggesteuert wird?

Chris Quast
02
14.2.2010, 22:37

wir haben ja wirklich schon ein feines niveau erreicht, dass man armut nicht mehr sieht. quasi unsichtbare armut.

glücklich wer bei uns arm ist und nicht in 180 anderen ländern dieser welt. naja ö eine insel der seeligen gilt scheinbar auch hier.

bacchus1at
01
14.2.2010, 12:42
schuldnerberatung

man gehe doch aufgrund dringendender finanzieller probleme zur schuldnerberatung. das erste, was man dort zu hören bekommt, ist, dass der früheste termin erst in 6-8 monaten zu vergeben sei. was bis dahin passiert, interessiert niemanden.

3.märz-oder 4.
02
13.2.2010, 20:03
armut wird auch gefördert

durch unglaublich hohe mietpreise,durch unglaublich niedrige
mindesteinkommen,durch unglaublich hohe energiekosten,durch unglaublich hohe ansprüche der arbeitswelt(viel können,nichts oder wenig kosten)....
durch unglaublich gerechte verteilung.

Überwachungskamera1
010
13.2.2010, 07:33
heuchlerisch wird viel darüber geredet

aber behoben wird der zustand nicht...
das liegt auch gar nicht im interesse....
da ist ein opernball wichtiger

Pete AMBER
72
12.2.2010, 18:43
Die Armut ist äußerst relativ. Da es bei uns keine absolute Armut (wie sie etwa in der Statistik der Weltbank mit der 1-Dollar-pro-Tag-Grenze erfasst wird) mehr gibt, misst die "Armut" in Europas Sozialstatistik etwas ganz anderes.

Armutsgefährdet ist in unserer Statistik, wer um 40% weniger verdient als das Medianeinkommen (das ist jener Betrag, den jeweils die Hälfte der Österreicher mit ihrem Einkommen über- und unterschreiten). Wenn es uns gelänge, die Realeinkommen aller Österreicher in den nächsten 3 Jahren zu verzehnfachen, würden wir uns wohl subjektiv reicher fühlen. Allerdings nur, bis wir einen Blick in die Sozialstatistik werfen: Sie würde zeigen, dass es genauso viel Armut gäbe wie heute. Andererseits: Würden alle Österreicher so viel Geld verlieren, dass keiner mehr als 60% des heutigen Medianeinkommens hätte, wäre der Großteil der Bevölkerung ziemlich sauer. Statistisch hätten wir dafür die Armut drastisch reduziert. Also alles äußerst relativ!

Überwachungskamera1
07
13.2.2010, 07:37
und was willst du uns damit sagen

die wirtschaft steuert die löhne gerade so niedrig das vielleicht der monatsbetrag um 1 euro drüber ist und schon ist man in der geschönten österreichsichen statistik nicht armutsgefährdet....

ein beispiel das heuchlerische proba/fab konstrukt sogenannte SÖBs, die lindern nicht wirklich die probleme - bereichern sich jedoch maßlos

vorgaukeln ist die devise in österreich

Keyser
31
12.2.2010, 13:11

Lieber Standard-Zensor, ich würde mich gerne sachlich mit wazlilaus über seine Ansichten unterhalten. Dazu verfasste ich ein Posting, in dem ich meine Ansichten zu seinem Posting darlegte.

Es wäre sehr nett, wenn du es ermöglichen könntest, mein Posting zu veröffentlichen. Wenn du schon dabei bist, kannst du BITTE auch meine anderen Postings veröffentlichen, die ich zu anderen Themen verfasst habe - die aber seit Tagen nicht erscheinen?

Vielen Dank ...
Keyser

watzlilaus "walmoerder" wondratschek
 
10
12.2.2010, 20:07
watzi ist geschmeichelt

und er hat, wie bei allen postings, bei "Meine emailadresse soll fuer andere User sichtbar sein", einen Haken gemacht..

LinksSchreiber
03
12.2.2010, 12:49
IDENTIFIZIERUNG VON OBEN NACH UNTEN!

Diese Art der Identifizierung kann auch als die URCHRISTLICHE oder REVOLUITIONÄRE bestimmt werden. Revolutionär war der gebildete Großbürger, er setzte seinen Geist im Namen der universalen Ideen der Aufklärung eingesetzt, um für mehr Gerechtigkeit in dieser naturgemäß ungerechten Welt zu sorgen. Der Klein-Bürger ist frei von Bildung. Er liest nichts außer Betriebsanleitungen, er konsumiert den multimedialen Stumpfsinn, welchen ihm die Unterhaltungsindustrie vorsetzt, er anerkennt nur den Unwert der Geldgier. Es ist eine Lüge, dass die Maximierung der Gier aller empirischen Individuen dazu führt, dass es in dieser Welt allen besser gehen würde. Das monetaristische Idol ist weder bürgerlich, noch christlich. Es ist ausschließlich dumm.

Helicopterman
04
12.2.2010, 13:22
Ich glaube, Sie sehen die Welt etwas zu idealistisch.

Die Großbürger haben sich gegen die Allmacht des Adels zumindest mehrheitlich eher aufgelehnt weil sie selbst mehr politischen und gesellschaftlichen Einfluß wollten der ihnen ihrer Meinung nach aufgrund ihres materiellen Besitzes zustand. Durch die Maximierung der Gier geht es ganz sicherlich nicht allen besser, im Gegenteil, den Verlierern sogar schlechter wie die aktuelle Entwicklung sehr gut aufzeigt. Allerdings werden die meisten kaum aus altruistischen Gründen ihre Gier ablegen wollen/können, da diese - leider - eine menschliche Grundeigenschaft ist. An der Unterschätzung der menschlichen Gier sind schon Ideologen wie Jesus oder Marx gescheitert.

LinksSchreiber
24
12.2.2010, 12:42
EINE GESELLSCHAFT OHNE GRUNDEINKOMMEN IST LATENT FASCHISTISCH STRUKTURIERT. Der konsitutive Basismechanismus aller latent faschistisch strukturierten Kulturen ist wiederum die IDENTIFIZIERUNG VON UNTEN NACH OBEN.

Es wird - ohne jedes Klassenbewusstsein, also unbewusst - eine Klasse ausgemacht, denen es noch schlechter geht als allen anderen und denen die SCHULD an dem für diese Kultur zentralen Antagonismus in die Schuhe geschoben wird. Unter diesen möglichen Sündenböcken rangieren die üblichen Verdächtigen: Arbeitssuchende, Asylbewerber, Mitglieder anderer Ethnien, Anders-Denkende, also jedes selbst-denkende Subjekt überhaupt. Diese Sündenböcke wären selbst an ihrer Ausgrenzung schuld. Sie werden in bestimmte Regionen ausgelagert, respektive in Lager konzentriert, wo sie zu Grunde gehen sollen - oder zufällig auch nicht. Jede vorgeblich ganz unregulierte Kultur, die sich nur über das "Gesetz des Stärkeren" definiert, ist faschistisch strukturiert.

das ist fix
00
13.2.2010, 12:25

Zuviele nichts-sagende Worthülsen in Ihrem Posting!

Wir haben nicht eine "unregulierte Kultur" sondern eine überregulierte Kultur. Wir leben schon heute im Jahr 2010 in einem sozialistischen Staat und kämpfen mit dem damit einhergehenden Problem: Totale Lähmung!

LinksSchreiber
24
12.2.2010, 12:31
DAS PROBLEM IST DIE IDENTIFIZIERUNG "VON UNTEN NACH OBEN"!

Proletarier ohne Klassenbewusstsein identifiziert sich, wie der gemeine Kleinbürger, nicht mit Seinesgleichen, sondern mit dem korrupten Geldadel, also mit den Mächtigen, mit der Oberschicht. Somit meint jeder, der selbst implizit armutsgefährdet ist, dass dies nicht sein Problem wäre, da er ja eh auch zur korrupten Elite dieser Kultur gehören würde. Durch eine allgemein verbreitete Dummheit, die mit der Abwesentheit jedes Klassenbewusstseins identisch ist, werden die realen gesellschaftlichen Antagonismen verdrängt, verleugnet oder verworfen. Deshalb scheint die Armut kein Problem der Mitte zu sein, obwohl es sich, in Wahrheit, um das zentrale Problem der ganzen Welt-Gesellschaft handelt. Lösung: IDENTIFIZIERUNG VON OBEN NACH UNTEN!

Herr Peter Sausenlastflacher
00
12.2.2010, 10:34

Kann es sein, das die Menschen ähnlich wie Tiere einen FutterNeid haben und nicht darüber debattieren wollen

Die Krone der Schöpfung hat eine Dornenkrone auf, ist eh schon lange bekannt *AU*

watzlilaus "walmoerder" wondratschek
 
119
12.2.2010, 10:23
Mut zur Asozialitaet

Wie die meisten der Standard-Interviewpartner geht auch dieser einfach von der Praemisse aus, dass der "Sozialstaat" die einzig moegliche Gesellschaftsform ist.

Die "Gesamtgesellschaft" wird fuer scheiternde Individuen in die Pflicht genommen, diese erhalten einen Rechtsanspruch auf ein Einkommen, dass natuerlich nur von den "Bessergestellten" kommen kann.

Wieso eigentlich? Nehmen wir uns doch den Mut, und sagen einfach Nein: Ob jemand scheitert oder nicht ist sein Problem: Wenn andere ihm etwas schenken - gut, aber er hat keinen Anspruch darauf.

In einer solchen Gesellschaft wuerde jeder wissen, dass er auf sich selbst gestellt ist und entsprechend handeln - also nicht einfach ueber widrige Umstaende klagen, sondern selber etwas tun.

jo eh
00
10.3.2010, 08:21

sie wünschen sich das ende einer zivilisierten gesellschaft?

oder erfreuen sie sich schlicht und einfach daran, wenn andere menschen absaufen?

Alkolix
01
12.2.2010, 17:20
auf in den bürgerkrieg



Gegenflieger
02
12.2.2010, 14:44

Wenn sie zu Ende denken , dann haben sie bald eine Schicht , die nichts zu verlieren hätte.
Und dafür sorgt , das sie sich nicht mehr auf die Straße trauen bei einbruch der Nacht.

Herr und Frau Österreicher
 
00
12.2.2010, 14:00
"In einer solchen Gesellschaft wuerde jeder wissen, dass er auf sich selbst gestellt ist und entsprechend handeln"

So eine gesellschaft wäre aber keine Gesellschaft und das nicht nur weil wir "hilflos" auf die Welt kommen und der überwiegende Teil der Gesellschaft ihr auch "hilflos" entschwindet!

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