Risikofaktoren

Frühzeitiger Tod durch chronische Langeweile

10. Februar 2010, 15:41
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    foto: apa

    Experten sprechen von einem plausiblen Zusammenhang zwischen Langeweile und Herzkrankheiten: Wer gelangweilt sei, sei auch nicht motiviert, auf gesunde Ernährung oder  körperliche Betätigung zu achten.

Wissenschafter stellten Zusammenhang mit Herzrisikofaktoren fest - Langeweile gehe oft mit gesundheitsschädlichem Verhalten wie ungesunder Ernährung einher

London - Britische Mediziner haben einen Zusammenhang zwischen dem häufigen Empfinden von Langeweile und einem frühzeitigen Tod festgestellt. Zwar ist mit Langeweile für sich genommen offenbar kein Gesundheitsrisiko verbunden, wie Annie Britton und Martin Shipley vom University College London betonen. Aber Langeweile gehe oft mit gesundheitsschädlichem Verhalten wie übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen einher. Daneben könne Langeweile auch ein Symptom für psychische Probleme sein.

Herzkrankheiten wahrscheinlicher

Grundlage der Studie ist eine Befragung von mehr als 7.500 Beschäftigten im öffentlichen Dienst im Alter von 35 bis 55 Jahren, die bereits 1988 abgeschlossen wurde. Die Teilnehmer wurden befragt, ob sie sich im zurückliegenden Monat während der Arbeit gelangweilt hätten. Britton und Shipley verfolgten den persönlichen Werdegang der Befragten bis April 2009. Dabei stellten sie bei denjenigen Personen, die sich gelangweilt hatten, eine 2,5 Mal so hohe Wahrscheinlichkeit fest, schon in relativ frühem Alter an einer Herzkrankheit zu sterben.

Sobald bei der Untersuchung andere potenzielle Risikofaktoren mit einbezogen wurden, ergab sich aber eine geringere Wahrscheinlichkeit. "Der Zustand von Langeweile steht mit hoher Sicherheit stellvertretend für andere Risikofaktoren", erklären Britton und Shipley in einem Beitrag, der in der April-Ausgabe der Fachzeitschrift "International Journal of Epidemiology" veröffentlicht werden soll.

Gelangweilte machen weniger Sport

Andere Experten sprachen von einem plausiblen Zusammenhang. Wer gelangweilt sei, sei auch nicht motiviert, auf gesunde Ernährung, körperliche Betätigung und einen herzschonenden Lebensstil zu achten, sagte der Mediziner Christopher Cannon von der Harvard University. Es sei auch möglich, dass bei Langeweile Hormone ausgeschüttet werden, die für das Herz belastend seien.

Die Forscherin Sandi Mann von der britischen University of Central Lancashire nimmt ebenfalls einen Zusammenhang zwischen Langeweile und schlechter Ernährung an: "Leute, denen fad ist, neigen auch dazu, mehr zu essen und zu trinken, und wahrscheinlich essen sie nicht Karotten und Selleriesticks." Allerdings sollten sich nur diejenigen Gedanken machen, die chronisch gelangweilt seien. Schließlich langweile sich jeder mal von Zeit zu Zeit, sagte die Forscherin. (APA)

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18 Postings
Knochenmann
00
15.2.2010, 11:25
Vorsicht!

Dieses Produkt könnte Sie langweilen!

DAS wär mal ein Warnhinweis.

PjotrV
02
11.2.2010, 11:46

Demnach hatte mich dieser Artikel gefährdet.

Roter Baron
00
11.2.2010, 09:47
bin voll nicht gefährdet

;-)


roter baron

soamist
01
11.2.2010, 09:07
beamtenschicksal

wurzen sepp
 
02
11.2.2010, 08:44
so´n

fader artikel...

erich1963
07
11.2.2010, 07:34
"7.500 Beschäftigte im öffentlichen Dienst..."

Die Frage ist ja, woher die Langeweile kommt: aus chronischer Unterforderung oder weil die Leute schon innerlich gekündigt haben, nachdem sie gesehen haben, dass sich Engagement im öffentlichen Dienst nicht wirklich lohnt. Und depressiver Rückzug in der Freizeit hat sicher auch keine Vorteile....

h 90
00
11.2.2010, 12:18

Darum sind die Beamte auch alle so fertig, dass sie in fruehpension gehen muessen.

natoll
00
11.2.2010, 10:50

es wird beides sein. denn letzeres führt zu ersterem.

mayall
00
11.2.2010, 03:12
Wobei manche auch

auf die Idee kommen ÖBB Züge zu devastieren.

keiner da
00
11.2.2010, 00:43

öhm ... ja ... und was genau ist jez definiert als chronische langweile?

Vorpotsky
00
10.2.2010, 20:43
Mit 7500 Versuchspersonen

endlich mal ein gscheites Sample!

EquinoxOmega
05
10.2.2010, 19:17

Da bekommt "sich zu Tode langweilen" eine neue Bedeutung.

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
11.2.2010, 11:04
Ich würde sagen, das IST die URSPRÜNGLICHE Bedeutung! (C;

Viele Redensweisen haben einfach einen wahren Hintergrund.

Nikk
00
10.2.2010, 17:42

..wobei Beamte im Schnitt ja doch ein hohes Alter erreichen..

Matura im zweiten Bildungsweg
11
10.2.2010, 19:19

Nägel feilen, privat telefonieren und Kaffee trinken ist auch nicht langweilig.

h 90
00
11.2.2010, 12:19

8 Stunden am Tag die Windows Spiele zu spielen haelt auch geistig fitt.

Mitch21
00
11.2.2010, 20:16

is aber auch fad

keiner da
00
11.2.2010, 21:34

wenns immer nur die gleichen sind, weil man keine neuen draufkloppen kann, mit sicherheit

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