1.500 Jahre alte Hauptstraße in Jerusalem ausgegraben

10. Februar 2010 14:09

Im Zuge von Infrastrukturarbeiten hatte man erstmals die Gelegenheit nach der alten Straße zu graben

Jerusalem - In der Altstadt Jerusalems haben Israelische Archäologen die etwa 1.500 Jahre alte Hauptstraße ausgegraben. Die israelische Archäologiebehörde teilte am Mittwoch mit, den Fund bestätige eine Darstellung auf der antiken Madaba-Mosaikkarte des Heiligen Landes. Das Madaba-Bodenmosaik in einer byzantinischen Kirche aus dem sechsten Jahrhundert in Jordanien zeige deutlich, dass der Eingang nach Jerusalem damals von Westen über eine einzige, breite Straße durch ein sehr großes Tor führte.

Als Jerusalem eine christliche Stadt wurde

Im Zuge von Infrastrukturarbeiten habe man erstmals die Gelegenheit gehabt, im Bereich der alten Straße zu graben, die aus der Zeit stammt, in der Jerusalem eine christliche Stadt wurde. Der zuständige Archäologe Ofer Sion habe auf der Basis der Madaba-Karte die alte Straße im Bereich der Renovierungsarbeiten vermutet. "Zu unserer großen Begeisterung haben wir in einer Tiefe von etwa 4,5 Metern unter der heutigen Straße die großen Steinplatten gefunden, mit denen der Weg gepflastert war", sagte Sion. Die mehr als einen Meter langen Platten seien allerdings inzwischen "unter dem Gewicht der Jahrhunderte" geborsten. (APA, red)

 

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Mladen Marinkovic
17.02.2010 15:06
Seit es Jerusalem gibt

sollte es ja auch eine Hauptstraße gegeben haben, wenn diese vor 1500 jahre mal gepflastert, bzw neu gepflastert wurde ist die Hauptstraße dennoch Antik, da braucht man sich dann über das Ende der Antike nicht mehr den Kopf zu zerbrechen :)

Ava Tar
11.02.2010 17:40

byzantinisch, nicht antik. Die Karte ist aus dem 6.Jahrhundert.

dr mike
13.02.2010 16:42

Und wann endet die Antike ihrer Meinung nach ? Etwa mit Justinian ? Wer definiert das ? sie etwa ?

alla riscossa
14.02.2010 15:31
na über das ende der antike wird man doch nicht streiten müssen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Antike

dr mike
14.02.2010 18:07

1) Ist Wikipedia nicht das Maß aller Dinge.
2) Selbst bei Wikipedia wird das Ende der Antike nicht endeutig definiert
3) Es gibt ganze Bücher die das "Ende der Antike" beschreiben und diskutieren. Da will ava tar wissen wann es so weit war
4) Selbst bei Wikipedia - das von ihnen zitierte - schreibt man könne das Ende der Antike mit dem Einfall der araber definieren. Dieser Einfall war ja nicht überall gleichzeitig. In diesem Fall geht es sich locker aus von einer antiken Strasse zu sprechen denn um 500 n Chr "war demnach noch die Antike in Jerusalem "

paraCeslsus
14.02.2010 22:25

Man lese auch den Eintrag unter dem Stichwort "Antike" im ersten Band des dreibändigen GESCHICHTE BROCKHAUS (2001) sowie im zweiten Band über den Beginn das Mittelalters unter dem Stichwort "Mittelalter".

paraCeslsus
14.02.2010 16:13
Daneben ist die Bandbreite des Beginns der Neuzeit

von 1453 bis 1517 direkt harmlos.

paraCeslsus
13.02.2010 17:24
Das Heilige

Römische Reich endete erst August MDCCCVI

Chi-Quadrat
12.02.2010 18:49
Anno Domini MMX

... 1500 Jahre alte Hauptstraße ...

(in der Volksschule hätte man halt beim Rechnen nicht fehlen sollen)

füllhornkäfer
12.02.2010 18:23
Steht eh so:

"Das Madaba-Bodenmosaik in einer byzantinischen Kirche aus dem sechsten Jahrhundert"...wo ist das Problem?
Dass die antike Straße noch im 6. Jh. bestand, ist eigentlich auch nicht ganz unplausibel.

Chi-Quadrat
11.02.2010 18:39
Die Antike reicht bis ca. 600 nach Christi,

daher ist der Text im Standard korrekt.

Nick Tameer
13.02.2010 23:51

Vorgesehen war eigentlich ein Riesenevent in Konstantinopel, eine Epochenwechselfeier, anlässlich derer Kaier Justinian unter unbeschreiblichem Jubel die Worte "Meine Damen und Herren, ich erkläre die Antike für beendet und eröffne hiermit das Mittelalter!" (auf griechisch, lateinisch, gotisch, koptisch und persisch) sprechen sollte. Wegen ständiger Kriege und Geldmangel wurde diese Feier immer wieder verschoben und schließlich ganz abgesagt, weshalb wir bis heute über den genauen Zeitpunkt streiten müssen - und dürfen!

alphabeta_ungesättigt
15.02.2010 18:57

Klingt ja sehr gut!

Mirabeau
11.02.2010 19:51

So klar ist die Sache leider nicht.
In der traditionellen Geschichtsschreibung endete die Antike mit mit der Reichsteilung 395 oder mit der Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus Augustulus 476. In der Numismatik beginnt das Mittelalter unbestritten mit der Währungsreform des byzantinischen Kaisers Anastasios I. 498.
Heutzutage wird in der Geschichte oft ein späteres Datum genannt, beispielsweise der Tod des oströmischen Kaisers Justinian 565.

Das Mosaik entstand um das Jahr 560.

paraCeslsus
13.02.2010 16:46

Das war also in der Zeit, in welcher Jerusalem etwa 300 Jahre christlich war.
Heute ist Jerusalem übrigens Titulatur des spanischen Bourbonenkönigs. Und vielleicht ist gar der greise Erzherzog Otto "Kronprinz" von Jerusalem?

Chi-Quadrat
11.02.2010 22:57
Nicht nur in der Kunstgeschichte

wird das Ende der Antike auch mit
dem Einbruch der Araber angesetzt
(7. Jahrhundert).

Andere wollen schon 324 n. Chr. als
Ende der Antike ansehen (Beginn der
Alleinherrschaft Konstantins d. Gr. bzw.
endgültiger Sieg des Christentums).

karlFranz
13.02.2010 15:06
Super!

Fast 4 Jahrhunderte Bandbreite für den Zeitpunkt "Ende der Antike".

Nick Tameer
13.02.2010 23:54

Ein Alptraum für Zwangsneurotiker!

paraCeslsus
14.02.2010 13:46

Ja, für so manche Maturakommissionsvorsitzenden.

Lethawae
10.02.2010 17:54

Da werden die Araber bestimmt irgendwo Protest einlegen.

Fritz Wunderlich
12.02.2010 20:50

ja, weil sie noch nicht da waren, also gibt es die strasse nicht

Ava Tar
11.02.2010 17:41

Wieso, das Land war doch damals leer^^

Preger
10.02.2010 17:28
Als wenn es nicht schon genug Strassen gaebe.

Muss man den Krempel wirklich auch noch zu Tage foerdern?

Cogito Ergo Dumm
10.02.2010 17:12
Ich finde es faszinierend,

dass man IN Jerusalem eine Straße ausgräbt, die NACH Jerusalem führt...

momodeluxe
11.02.2010 14:39

eine straße "In der Altstadt" von jerusalem belegt, daß "der Eingang nach" Jeruslam ...

kein wort, daß das gefundene stück straße "nach jerusalem" führte

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