Wohnbaustadtrat Ludwig zog Bilanz über das erste Jahr mit der neuen Sanierungsverordnung
Wien - Vor rund einem Jahr trat die neue Wiener Sanierungsverordnung in Kraft. In deren Rahmen wurden die Fördersätze angehoben, gleichzeitig aber auch an strengere thermisch-energetische Grenzwerte gekoppelt. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) zog vergangene Woche Bilanz über das erste Jahr mit dem neuen Förderregime.
Demnach wurden 2009 insgesamt 346 Sanierungsprojekte mit 17.630 Wohneinheiten positiv beschieden und mit Baubewilligung ausgestattet (2008: 306 Projekte mit 10.867 Wohneinheiten). 145 davon betrafen die so genannte "Thermische Wohnraumsanierung", kurz Thewosan (2008: 125 Projekte).
Zahl der Anträge stark gestiegen
Die Anträge legten dabei im Vergleich zu 2008 stark zu, nämlich auf insgesamt 805 (von 473). Das größte Plus gab es bei Thewosan-Anträgen, die um 80 Prozent auf 369 zulegten. "Die Mehrzahl dieser Anträge, rund 200, wurden übrigens von Wohnungseigentümer-Hausgemeinschaften gestellt", erklärte der Vizebürgermeister, der dadurch bestätigt sieht, "dass die neuen Förderrichtlinien voll greifen".
Die Gesamtbaukosten aller bewilligten Projekte machen rund 415 Mio. Euro (2008: rund 311,6 Mio. Euro) aus, mehr als die Hälfte davon, nämlich 244 Millionen, trägt die Stadt. (red)