Bisher unbeachteter Servierteller gehörte Friedrich II.

10. Februar 2010, 11:45

Experten aus der BBC-Fernsehsendung "Antiques Roadshow" schätzten den Wert eines Seviertellers auf 100.000 Pfund

London - Ein antiker Servierteller stand Jahrzehntelang unbeachtet auf dem Regal einer britischen Familie. Doch nun fand Wendy Jones heraus, dass es sich um ein Stück aus dem Haushalt des preußischen Königs Friedrich des Großen handelt. Jones brachte das Geschirrteil zu den Experten der BBC-Fernsehsendung "Antiques Roadshow", und diese schätzten den Wert auf rund 100.000 Pfund (114.000 Euro).

Demnach gehörte der 55 Zentimeter lange Servierteller zu einem Service, das Friedrich II. 1750 von der Preußischen Ostasiatischen Handelskompanie als Geschenk erhielt. Wie Jones am Dienstag erklärte, befand sich der Teller, solange sie zurückdenken kann, im Besitz ihrer Familie. (APA, red)

 

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17 Postings
Gilgamesh
00
17.2.2010, 08:25

Die "Antiques Roadshow", oder "Cash in the Attic" kann ich im übrigen nur empfehlen, gucke sie immer wenn ich Zeit habe am Samstag auf BBC...


werwolfi
00
17.2.2010, 04:46

verdammnich, ich hoffe schon seit jahren, im familienbesitz endlich mal eine Stradivari, einen verschollenen Velazquez oder meinethalben auch einen teller aus dem service von irgendeinem Friedrich, ganz wurscht ob groß oder, zu finden, irgendwas, was ordentlich was abwirft - aber nein... *grummel*

paraCeslsus
00
14.2.2010, 16:17
Kaiser Friedrich II.

war doch der Enkel von Kaiser Friedrich Rotbart.

Nick Tameer
01
11.2.2010, 01:56

Irgendwie scheinen die Stücke aus seinem Nachlass nicht in Ehren gehalten zu werden:
http://www.versalia.de/archiv/Ri... e.831.html

Jürgen Rembremerding
03
11.2.2010, 01:08
Dass dieser dreiste Friedensbrecher sogar schon in einer

österr. Zeitung als "der Große" durchgeht, wundert doch!

füllhornkäfer
00
11.2.2010, 18:21

Wer weiß schon, wie diese Monarchen zu ihren Beinamen kommen? - Ich finde es aber trotzdem praktischer zum Merken als die vielen römischen Ziffern ;-)

Nick Tameer
00
13.2.2010, 12:24

Die praktische Numerierung hat aber den Vorteil, dass sich die zeitliche Reihenfolge der Monarchen unmittelbar erschließt ("ibu du mi enan sages, ik mi de odre uuet/chind, in chunincriche: chud ist mir al irmindeot") - in welcher Reihenfolge aber aber Karl Theodor, Ernst August, Friedrich Wilhelm oder Fürchtegott Immanuel aufgetreten sein mögen, das wissen heute *schauder* ja bekanntlich noch nicht einmal mehr 99% unserer Akademiker.

karlFranz
00
18.2.2010, 16:41
Kaiser Friedrich II. war schon "Jahrhunderte" verstorben,

als Friedrich III. vom Papst 1452 in Rom zum Kaiser gekrönt worden ist.

füllhornkäfer
00
15.2.2010, 12:38

Abgesehen von den Fällen, wo sich die Zählweise während der Amtszeit änderte - die sind aber, zugegeben, selten. Und dann sind noch diejenigen, die eigentlich nicht so hießen, wie sie hießen...naja, auswendig merkt man es sich so oder so nicht...

Der Waehlerwille
 
00
12.2.2010, 21:28
erinnert mich jetzt daran dass der grossteil der europäischen herrscher bis ins 19te jH überhaupt keine beinamen hatten ...

... irgendwann wars einfach in auch leuten des frühen mittelalters lustige völlig ahistorische beinamen zu geben.

eines der lustigsten beispiele: Ludwig "der deutsche"

Nick Tameer
00
13.2.2010, 12:07

Wenn man bedenkt, dass aus seinem Reich, in dem die Leute jenes Idiom sprachen, das man "thiudisc" nannte - inklusive eines kleines Anhängels namens Ostarrîchi (der Rest war noch slowenisch) im Lauf der Zeit Deutschland wurde, andererseits auch wieder nicht so komisch.

Der Waehlerwille
 
02
13.2.2010, 19:57
die slawischen anteile dieses "reiches" (das ja eigentlich nur ein loser zusammenschluss von regionen war

waren noch wesentlich grösser

die slawische besiedlung endete tief in bayern .. und knapp vor hamburg ..

selbst westlich von hamburg (bei ca stade) finden sich dann noch siedlungsreste.

aber ganz wichtig ist eben dass der terminus deutsch damals eine ganz andere bedeutung hatte .. man vergesse nicht dass er mit seinen ersten nennungen die franken/franzosen die norditaliener und die engländer bezeichnete .. es war ein reiner sprachbegriff.

herrscher von damals wären zutiefst verblüfft gewesen über all die seltsamen beinahmen die man ihnen (ahistorisch) nachträglich gab.

Jürgen Rembremerding
01
17.2.2010, 23:19
Sorry!

Geht um Ludwig den Deutschen. Man sollte Threads von vorne lesen!

Du hast recht!

Jürgen Rembremerding
00
17.2.2010, 23:18
Also für das 18. Jh. ist die Beschreibung

der slawischen Siedlungsgebiete definitiv unzutreffend. Da gab es in Bayern schon längst keine slawische Besiedelung mehr, die übigens überwiegend in Franken zu finden war, das damals wiederum noch nicht bayerisch war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bava... ia_Slavica

Nick Tameer
01
14.2.2010, 00:44

Dass der Begriff von einer Sprachdistinktion - die westlichen Franken hatten schon die romanische Sprache übernommen - zu einer ethnischen Bezeichnung wurde, geht - und das wollte ich sagen - im wesentlichen auf die Art der Reichsteilung zurück. Deutschland, Frankreich und das recht bald zwischen beiden aufgeteilte Lotharingen, an das die Erinnerung nur noch durch ein vergleichsweise winziges Reststück fortlebt.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
03
11.2.2010, 14:13

Rupert Riedl sagte einmal in einer Vorlesung: "Friedrich II., der aus mir unerfindlichen Gründen der Grosse genannt wird."

Nick Tameer
01
12.2.2010, 10:27

Rupert Riedl war eben kein preußischer Patriot.

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