Phion weitet Verlust aus

10. Februar 2010 10:57

Trotz der weiterhin labilen Marktsituation erwartet das Management im Laufe des zweiten Halbjahres eine "insgesamt bessere Entwicklung

Wien/Innsbruck - Der zu 80 Prozent im Eigentum der US-Firma Barracuda stehende Tiroler Softwarehersteller phion hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009/10 seine Verluste weiter ausgeweitet. Vom April bis zum Jahresende 2009 summierten sich die Verluste auf 2,3 (Vergleichsperiode 2008/09: 0,9) Mio. Euro. Während die Umsätze um 18 Prozent auf 7,4 (9,0) Mio. Euro zurückgingen, erhöhten sich die Abschreibungen auf 1,2 (0,9) Mio. Euro, geht aus dem heute, Mittwoch, veröffentlichten Quartalsbericht hervor.

Trotz der weiterhin labilen Marktsituation erwartet das Management im Laufe des zweiten Halbjahres eine "insgesamt bessere Entwicklung". Gemeinsam mit dem neuen Haupteigentümer, der Barracuda Networks-Gruppe rechnet sich phion sehr gute Chancen aus, sich mittelfristig zu einem der wichtigsten Global Player in der IT-Security zu entwickeln. Der Firmensitz Innsbruck übernehme dabei auch Headquarterfunktionen für Barracuda für die EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten, Asien).

Die flüssigen Mittel haben sich um 2,7 Mio. Euro verringert. Die Erlösabgrenzungen - also für die Zukunft gesicherte Umsätze - haben sich gegenüber dem Halbjahr erhöht und belaufen sich per Jahresende 2009 auf fast 4,6 Mio. Euro. Das Niveau bei den Finanzverbindlichkeiten konnte mit 1,1 Mio. Euro gehalten werden. Der Eigenkapitalanteil beläuft sich auf knapp 58 Prozent. Die Bilanzsumme ist per Ende Dezember auf 18,5 (31. 3. 2009: 21 Mio. Euro) gesunken. Das Schlussquartal 2009/10 wird bereits Ende Februar enden.

Die Umsatzentwicklung im dritten Quartal habe nahezu exakt den Erwartungen zur Mitte des Geschäftsjahres entsprochen, so phion. Der Rückgang um rund 20 Prozent gehe auf die einerseits nach wie vor zurückhaltende Investitionsneigung und andererseits auf einen Großauftrag im dritten Quartal des Vorjahres zurück. Trotz dieser "eher moderaten" Umsatzentwicklung habe das EBITDA mit minus 86.000 Euro gegenüber den Vorquartalen verbessert werden können, heißt es weiter. Nach drei Quartalen belief sich das EBITDA auf -1,5 (-0,9) Mio. Euro, nach Abschreibungen ergab sich ein Betriebsergebnis (EBIT) von -2,7 (-1,8) Mio. Euro. Der Kurs der im Mid-Market der Wiener Börse notierten phion lag zuletzt bei 15,90 Euro je Aktie. (APA)

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