Costa Rica

Zwei Österreicher vermutlich ermordet

10. Februar 2010, 06:13

Bruder eines Vermissten schaltete Behörden ein - Ortsbekannter "Bandit" von lokalen Behörden verhört

San Jose/Wien - In Costa Rica sind mit hoher Wahrscheinlichkeit zwei Österreicher ermordet worden. Zwar sind die Leichen der beiden Vermissten noch nicht gefunden worden, die Indizien lassen jedoch das Schlimmste vermuten, informiert das Landeskriminalamt Steiermark. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Knittelfelder Horst H. (68) und Herbert L. (65).

Das Außenministerium in Wien bestätigte am späten Dienstagabend, dass die beiden Männer seit Ende Jänner als vermisst gemeldet seien. Die entsprechenden österreichische Vertretungen wurden eingeschaltet. Dass tatsächlich ein Verbrechen vorliege, wurde aber noch nicht verifiziert. In San Jose, der Hauptstadt von Costa Rica, gibt es ein österreichisches Honorarkonsulat. 

Kaum Hoffnung für die zwei Steirer

Manfred Maurer, der österreichische Honorarkonsul in Costa Rica, erklärte in der Nacht auf Mittwoch, die Behörden des mittelamerikanischen Landes würden seit Wochen an dem Fall arbeiten. Erst am Dienstag sei er in einem "mehrstündigen Treffen" mit lokalen Sicherheitsbehörden zusammengesessen. Bisher sei man aber nicht sehr weit gekommen, bedauerte Maurer: "Die Zeit läuft uns davon."

Seit Weihnachten vermisst

Nach Angaben des Bruders ist die Region, in der Horst H. gelebt hat, ein bekanntes Drogeneinzugsgebiet. Zu einem Hauskauf in dem Gebiet in Costa Rica soll Horst H. durch seinen Freund Herbert L. animiert worden sein.

Die vermissten und vermutlich ermordeten Steirer Horst H. (67) und Herbert L. (65) kannten sich von Kindertagen an. Wie es seitens des Landeskriminalamts am Mittwoch hieß, habe sich der seit einigen Jahren pensionierte Horst H. vom "Weltenbummler und Abenteurer" Herbert L. dazu überreden lassen, rund 250.000 Dollar in ein Anwesen in Costa Rica zu investieren.

Horst H. hat sein ganzes Leben im obersteirischen Knittelfeld verbracht und war in der Stahlindustrie beschäftigt. Herbert L. ist hingegen seit mehr als dreißig Jahren nicht mehr in seiner Heimatstadt gewesen. Er sei durch die Welt gereist und habe sein Geld als Weltenbummler und "als eine Art Goldgräber" verdient, so Anton Kiesl vom LKA im Gespräch mit der APA. L. habe bereits für längere Zeit in Costa Rica gewohnt und sei auch dort verheiratet gewesen. Zwischenzeitlich habe er das Land aber wieder verlassen.

Horst H. folgte seinem Kindheitsfreund nach seiner Pensionierung nach Costa Rica, wo er in Rio Tigro en Puerto Jimenez, Dos Brazos, Distrikt Golfito, ein Anwesen kaufte. "Seither hielt er sich immer wieder für einige Monate in unregelmäßigen Abständen in Costa Rica auf", meinte Kiesl. Bei seinen Aufenthalten hielt er immer Kontakt zu seinem Bruder. Kurz vor Weihnachten meldete sich Horst H. dann zum letzten Mal telefonisch bei seinem Bruder.

Anruf aus Costa Rica

Anfang Jänner 2010 soll der Bruder von Horst H. dann aus Costa Rica von einem Bekannten einen Anruf bekommen haben, die erzählte, dass das Fahrzeug von Horst H. von "einem ortsbekannten Banditen" benützt werde. Als dann der für alle 14 Tage vereinbarte Anruf in der Heimat ausblieb, fing der Bruder an, sich Sorgen zu machen und nahm Kontakt mit dem Honorarkonsul auf. Dieser erstattete eine Vermisstenanzeige bei der lokalen Polizei.

Mutmaßlicher Mörder bezog Haus des Opfers

Schließlich übernahm die örtliche Kriminalpolizei den Fall, verhörte den Verdächtigen und führte eine Hausdurchsuchung im Anwesen von Horst H. durch. In den Räumlichkeiten wurden Blutspuren gefunden. Die Wände waren frisch gestrichen. Zum Erstaunen aller lebte zu diesem Zeitpunkt der verdächtige Mann bereits in dem Haus. In weiterer Folge stellte sich auch heraus, dass der Mann mit der Bankomatkarte des Österreichers insgesamt 28 Bargeldbehebungen durchgeführt hat.(APA)

Kommentar posten
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max 1231
 
11
11.2.2010, 13:37
ich finde man sollte alle diese narco gebierte einfach meiden

das ist von venezuela und kolumbien bis hoch nach mexico. ich versteh eigentlich eh nicht, warum die leute dahinfahren und andauernd mit mord und todschlag konfrontiert werden, aber ja sind ja "demokratien". in myanmar gibts z.B. fast keine kriminellen vorfälle. denn die leute wissen das das militär nicht lange fakelt und in der regel jeden erwischt. das ist gut so, manmal kann man sich von einen regiem doch was abschauen. bevor ihr jetzt wieder losschreit und mit den menschenrechten anfängt.... ich poste von kriminallfällen !! und nichts anderen.

Rene Stangeler
07
10.2.2010, 14:19
Da hat der Bandit wohl nicht damit gerechnet

dass überregionale Polizisten aktiv werden bei einem Ausländer. Kein Bemmerl, zieht ins Haus des Opfers. Der Verdächtige muss sich ja sehr sicher gefühlt haben.

Das mit der Schweiz Südamerikas dürfte Vergangenheit sein. 1000 Morde im letzten Jahr sind bezogen auf die Einwohnerzahl nicht gerade wenig.

139389
00
11.2.2010, 13:24

Dem Banditen wird nichts passieren, darauf können sie wetten. Auf jeden Fall ist diese Wette sicherer als auf die überregionale Polizei zu setzen....

Sowas nennt man Blauäugigkeit

Rene Stangeler
00
11.2.2010, 18:33
Ist schon klar, allerdings wenn sich der österr.

Konsul nicht eingeschaltet hätte wäre gar nichts unternommen worden. Dass der Verbrecher selbst im Falle einer Verurteilung nur kurze Zeit (und da mit allen Annehmlichkeiten, sofern er Geldmittel hat) im Gefängnis sein wird weiss ich auch.

polar bär
01
11.2.2010, 07:09

CR ist ein für mittelamerikanische verhältnisse sehr sicheres land, nichtsdestotrotz gibt es ecken die man besser meidet, wie in wien, marseille, prag, london.....auch sieht man in CR in einer stunde mehr uniformierte staatsgewalt als in österreich in einem monat.

Denken muss weh tun!
00
11.2.2010, 13:56
In Wien ist die größte Gefahr...

...angeschnorrt zu werden.

natoll
01
11.2.2010, 12:27

was für ein schmarrn. wennst nicht gerade in der hauptstadt bist, schaffst es monate keine einzige uniform zu sehen.
sicher ist dort schon seit einiger zeit gar nix mehr.

Fürchtegott Dreist
27
11.2.2010, 09:28
wiener ecken? eher eine überdosis krone ;-)

die ecken in wien würd' ich gern mals kennen, in denen man grundsätzlich angst haben muss überfallen und ermordert zu werden. an wien ist sicher viel zu kritisieren, aber gerade in punkto sicherheit würd ich nirgendwo lieber wohnen.

EquinoxOmega
00
11.2.2010, 16:23

Also ich wohne schon seit Jahren in Wien und kenne bis jetzt nur eine Person die hier überfallen wurde und dies fand im 1. Bezirk statt!

(Einbrüche und Taschendiebstäle sind leider nicht so selten, aber Überfalle auf Privatpersonen sind hier zum Glück eine große Ausnahme.)

major grubert
11
11.2.2010, 12:28
also

die ecke in wien wuerde ich auch gerne wissen.

sylvia29
00
10.2.2010, 15:26
bereits um 2000

wurden dort (also um golfito und puerto viejo) anscheinend häuser von ausländern schon bei kurzer abwesenheit besetzt und waren diesfalls kaum mehr zurück zu erhalten. habe damals einige us-amerikaner kennen gelernt, die urlaub im haus von - tw. entfernten - bekannten verbracht haben.

polar bär
00
11.2.2010, 07:03

deswegen werden von klugen leuten häuser nie alleine gelassen, oft wird eben jemand bezahlt sich darin aufzuhalten wenn man nicht anwesend ist. als gringo will man sich das geld natürlich sparen, weil daheim im ottakringer-grätzl tut man das auch nicht....

sweetmaker
 
32
10.2.2010, 11:42
hmm schweiz mittelamerikas also

http://derstandard.at/126370694... elamerikas

passt mit drogeneinzugsgebiet nicht wirklich zusammen.

Peter aus Wien
05
10.2.2010, 12:46
Wo wohl ein guter Teil von dem Geld landet, den die dortigen Drogenbarone einnehmen?

Also passt das doch ganz gut, mit der Schweiz.

Herr Brandt
04
10.2.2010, 12:45

in der Schweiz gibts keine Drogen?

zimbo
 
00
10.2.2010, 12:43
Das war noch vor ein paar Jahren so.

Hat sich aber radikal verändert, ist nun angeblich die Hauptdrogenroute.

wolken kratzer
 
00
10.2.2010, 08:48

erinnert irgendwie an die grausame geschichte vor ca. 2 jahren in la paz/bolivien...

sylvia29
31
10.2.2010, 15:26
inwiefern?

weil die opfer österreicher sind?

Tethys
11
11.2.2010, 09:06

Wollen Sie sich nicht informieren bevor Sie posten?

sylvia29
40
11.2.2010, 09:41
wozu die anmache?

das "spezielle" am fall der in bolivien ermordeten war, dass diese laut zeitungsberichten die mörder von sich aus aufgesucht haben.

von ähnlichem ist hier nichts zu lesen.

Tethys
00
11.2.2010, 14:24

Katharina und Peter beiden gingen nicht "freiwillig" mit. Wie kommen Sie darauf?
Welche Berichte haben Sie da gelesen?

sylvia29
00
11.2.2010, 15:22
hab bereits

gestern einen enstprechenden zeitungsartikel gepostet, ist aber nicht erschienen. mal sehen, ob jetzt die verlinkung in der gerade abgeschickten antwort auftaucht.

sylvia29
00
11.2.2010, 15:21
von freiwillig mitgegangen

hab ich kein wort gesagt. sondern davon, dass sie, nachdem sie bereits freigelassen worden waren, nochmals die kidnapper aufsuchten.

so stands damals meiner erinnerung nach überall zu lesen und ist z.b. hier http://www.krone.at/krone/S25... index.html (vorletzter absatz) auch noch zu finden.

Gerhard Eigner
00
11.2.2010, 13:49
blödsinn

wolken kratzer
 
00
10.2.2010, 23:59

seltsamer kommentar.

was "erinnert", ist nicht die gleiche staatsbürgerschaft, sondern a) dass wieder konten über bankomat-karten weiter geplündert werden konnten, b) dass wieder menschen wegen geld umgebracht werden.

letzteres wohl keine neue erkenntnis in der menschheitsgeschichte.

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