Nervenkrieg um "Swift"

9. Februar 2010, 18:32

Barroso sagt EU-Parlament Hilfe bei Bankdaten zu

Straßburg - Im Streit um das Interimsabkommen zum Bankdatenaustausch EU-USA zur Terrorbekämpfung ("Swift" ) sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso dem EU-Parlament Unterstützung zu. Der Innenausschuss hatte dem Plenum empfohlen, bei der Abstimmung Donnerstag mit Nein zu stimmen, da der von den EU-Innenministern ausgehandelte Vorschlag den wichtigsten Datenschutzbestimmungen widerspreche: Weitergabe an Dritte müsse verhindert, ein Klagerecht geschaffen, der Datenumfang eingegrenzt werden. Wie berichtet, hat US-Außenministerin Hillary Clinton in Straßburg interveniert und Nachbesserungen angedeutet. Nun wäre aber der EU-Rat am Zug mit Zusagen, sonst dürfte eine Mehrheit Swift zu Fall bringen.

Die Volkspartei setzt auf eine Verschiebung der Entscheidung. Die SPE will dem nur zustimmen, wenn es verbindliche Zusagen gibt. Barroso hat schriftlich mitgeteilt, dass die Kommission das Parlament in allen Schritten einbinden und Bedenken dessen berücksichtigen wolle. (tom, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.2.2010)

Sam Uncle
03
10.2.2010, 10:42
STASI 2.0, Verfolgungs- und Überwachungsstaat : Nein Danke

Die Weitergabe von Kontobewegungen unbescholtener Bürger frei Haus an Geheimdienste fremder Länder ist eine so unfaßbare Sauerei, daß jeder demokratisch gewählten Volksvertreter auf die Barrikaden müßte.

Oder wen vertreten die ? Außer ihren Sessel und ihren Geldbeutel ?

OttotheBusdriver
01
10.2.2010, 09:33
Die eiern herum

Da wird ein fauler Kompromiss herauskommen, mit dem "alle leben können".

So nach der Art:
die USA verpflichten sich, die Daten ganz, ganz sicher nur für Terrorrrrrrismus zu verwenden - ehrlich! Ganz großes Ehrenwort!

Seltsam, das kein Medium die österr. EU Abgeordneten interviewed. Wo sind die Ausführungen des "Pensions- und Arbeitsplatzsicherers" Swoboda oder des Krakelers Martin. Von dem ÖVP Haufen erwart ich eh nur Buckelei.

Sir Karl Popper
00
10.2.2010, 17:02
Meinungen von österreichischen Abg. zu SWIFT

finden Sie hier:

http://www.ots.at/suche/?query=swift


iohui
00
10.2.2010, 01:16
Barroso hat schriftlich mitgeteilt, dass die Kommission das Parlament in allen Schritten einbinden und Bedenken dessen berücksichtigen wolle.

warum schreibt er das? was davon ist nicht sowieso verbindlich vorgeschrieben???

wer ist in der eu für verträge mit drittstaaten zuständig?
wer sind die eu-internen kontrollinstanzen?
kann doch nicht sein, dass es da unklarheiten gibt. immerhin geht es um das schicksal von 500 mio. europäern und deren unternehmen.

Georg44
02
Frechheit!!!

Da sich Herr Barroso der einseitigen Datenforderung des Folterstaates USA offensichtlich mehr verbunden fühlt als den berechtigten Schutzinteressen seiner europäischen Staatsbürger, sollten folgende Massnahmen umgesetzt werden:

1) Misstrauensantrag gegen Barroso im EU Parlament

2) Amtsenthebung wegen offensichtlicher geheimdienstlicher Tätigkeit für einen fremden Staat, konkret die USA

iohui
01
10.2.2010, 01:09
?

das gilt wohl eher für sämtliche eu- innenminister und den dafür verantwortlichen schwedischen ratsvorsitzenden.

Ggg14
00
10.2.2010, 11:26

So ist es. In Wirklichkeit sind es ja die nationalen Regierungen, die sich in die Hose machen.

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