Für mehr Breitbandnutzung sowie koordinierte und forschungsorientierte IKT-Politik
Mit einer neuen Einrichtung will die österreichische Regierung im digitalen Zeitalter mithalten: Der Ministerrat hat am Dienstag das "Kompetenzzentrums Internetgesellschaft" aus der Taufe gehoben. Dabei handle es sich um eine gemeinsame Plattform für Aufgaben und Maßnahmen bei Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), formulierte man am Dienstag in einer Aussendung. Forcieren will man etwa die Breitbandnutzung sowie eine koordinierte und forschungsorientierte IKT-Politik.
Einer der "bedeutendsten Wirtschaftszweige in Österreich"
"Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien sind der treibende Faktor in einer modernen Gesellschaft. Mit dem Kompetenzzentrum Internetgesellschaft setzt die österreichische Bundesregierung hier gemeinsam die richtige Initiative", war Bundeskanzler Werner Faymann voll des Lobes. Auch Vizekanzler Josef Pröll würdigte gleich anschließend einen der "bedeutendsten Wirtschaftszweige in Österreich".
Chance
Eher allgemein gehalten sind die weiteren Ziele des Kompetenzzentrums: Etwa "Österreich in der Spitze der IKT-Nationen zu positionieren" und "Internet als Chance für alle Menschen zu begreifen". Das Kompetenzzentrum erarbeite gemeinsam mit allen Stakeholdern "eine klare Priorisierung der notwendigen Schritte" und definiere für die jeweilige Umsetzung eine "koordinierende Stelle". Geplant sind auch ein jährlicher Bericht sowie die Erstellung von Studien.
Der Vorstand des "Kompetenzzentrums Internetgesellschaft" setzt sich aus je einem Vertreter des Bundeskanzleramts, sowie des Finanz-, Verkehrs- und Wirtschaftsministeriums zusammen. Beratende Stimmen kommen aus der Rundfunkregulierungsbehörde RTR und dem Vorstand der "Internetoffensive Österreich". Das "Kompetenzzentrum Internetgesellschaft" arbeitet insbesondere auf Basis der Ergebnisse der Internetoffensive, die als Österreichische Internetdeklaration Faymann und Pröll übergeben wurden. (APA)