Wien - Bei der seit vergangenem September zur deutschen Lufthansa gehörenden Austrian
Airlines (AUA) sind im Jänner 668.000 Passagiere befördert worden, was einem
Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Die Auslastung
legte deutlich um 3,8 Prozentpunkte auf 68,7 Prozent zu, teilte die AUA am
Dienstag mit. Die ausgelasteten Tonnenkilometer (RTK) gingen noch leicht,
nämlich um 0,4 Prozent auf 144,5 Mio. zurück.
Während auf der Langstrecke die Zahl der Kunden um 8,3 Prozent sank, wuchs die Zahl der Fluggäste auf der Kurz- und Mittelstrecke um 7,1 Prozent auf 567.300.
Bereits der Vergleichsmonat 2009 hatte schon die Krise widergespiegelt - damals waren die Passagierzahlen um 13 Prozent auf 632.000 Personen abgesackt.
"Wir dürfen uns von der positiven Entwicklung beim Passagieraufkommen nicht täuschen lassen, denn die Ertragssituation ist unverändert schwierig", kommentieren die AUA-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik die Verkehrszahlen.
Lufthansa steigert sich Dank Zukäufen
Auch der Lufthansa-Konzern hat dank seiner Zukäufe die Zahl der Passagiere im Jänner steigern können. Insgesamt flogen im vergangenen Monat knapp 5,9 Millionen Menschen mit der größten deutschen Fluggesellschaft oder einer ihrer Töchter Swiss, Austrian oder British Midland (BMI; ab Juli 2009 konsolidiert).
Das entspricht einem Plus von 23,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Auslastung der Maschinen ging um 1,4 Prozentpunkte zurück auf 72,9 Prozent. Ohne BMI und Austrian hätte der Passagierzuwachs im Jänner nur 0,6 Prozent betragen.
Gute Nachrichten von Cargo
Auch von der Frachttochter Cargo kamen gute Nachrichten. Das Frachtvolumen legte um 17,2 Prozent auf 131.000 Tonnen zu, während die Auslastung um 14,1 Prozentpunkte auf 64,5 Prozent stieg. Erneut war es vor allem die starke Nachfrage aus Asien, die die Geschäfte antrieb.
Bei der Lufthansa gleichen die Zukäufe der vergangenen Jahre den krisenbedingten Nachfragerückgang mehr als aus. Die großen Konkurrenten Air France-KLM und British Airways hatten im Jänner jeweils weniger Passagiere befördert als noch vor einem Jahr.(APA)