Vegeta-Hersteller

Krimi um kroatische Podravka geht weiter

9. Februar 2010, 14:03
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    foto: wikipedia

    "Würzig" geht es zu im Wirtschaftskrimi um den kroatischen Nahrungsmittelriesen Podravka, der unter anderem das beliebte "Vegeta" herstellt.

Ein Kredit des Mol-Großaktionärs OTP an den kroatischen Nah­rungs­mittelriesen soll mit Neben­absprachen "erkauft" worden sein

Beim staatsnahen kroatischen Nahrungsmittelriesen Podravka kehrt keine Ruhe ein. Wie mehrfach berichtet, wurden im Oktober sechs Top-Manager verhaftet. Sie sollen im Jahr 2006 versucht haben, durch Aktien- und Kredittransaktionen die Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen. Insgesamt sollen dabei 250 Millionen Kuna (34,7 Mio. Euro) an Firmengeldern unterschlagen worden sein.

In den folgenden Wochen war auch der kroatische Wirtschaftsminister und Vizepremier Damir Polancec von der konservativen Partei HDZ schwer unter Druck geraten, weil er vor seiner Polit-Karriere bis 2005 Manager bei Podravka war. Er trat Ende Oktober zurück, Duro Popijac folgte ihm als Wirtschaftsminister nach.

Nebenabsprache

Die Opposition wirft Polancec vor, über alle Vorgänge informiert gewesen zu sein und sie gedeckt haben. Bei seinem Rücktritt bestritt Polancec alle Vorwürfe gegen ihn. Er sei nur zurückgetreten, um die Regierungsarbeit nicht zu gefährden, sagte er sinngemäß.

Wie das "Wirtschaftsblatt" berichtet, sind den kroatischen Ermittlern jetzt dank Hinweisen aus Ungarn weitere Puzzleteile bekannt geworden. Demnach soll ein Kreditvertrag zwischen Podravka und der ungarischen Bank OTP existieren, der mit der Aufstockung der Anteile des ungarischen Ölkonzerns Mol bei der kroatischen Ölfirma Ina junktimiert war.

Die Bank OTP ist Großaktionärin bei Mol, und der ungarische Mineralölkonzern hatte 2008 seine Anteile an Ina auf 48 Prozent aufgestockt. Der kroatische Staatsanteil fiel dabei auf 44,8 Prozent. Ein neuer Aktionärsvertrag musste her, und hier vermuten Beobachter nun eine geheime Absprache: Mol bekam nämlich im Ina-Vorstand und -Aufsichtsrat das Sagen, obwohl die Ungarn nur eine Minderheit hielten. Gegenleistung soll der Kredit von Mol-Großaktionär OPT an Podravka gewesen sein.

OMV fordert Rückabwicklung

34 Millionen Euro sollen also auf Grundlage dieses Kreditvertrags an Podravka geflossen sein, und der Nahrungsmittelkonzern brauchte dieses Geld auch dringend: Eine Nachschusspflicht bei Merrill Lynch musste erfüllt werden. Wie die Ermittler herausfanden, war der Kredit außerdem mit Ina-Aktien besichert - obwohl Podravka nie Ina-Aktien besessen hatte.

Für den österreichischen Mineralölkonzern OMV, der bis vor einem Jahr ebenfalls an Mol beteiligt war, ist das alles nun jedenfalls Grund genug, eine Rückabwicklung des Verkaufs der staatlichen Ina-Aktien an Mol zu verlangen. Mol habe rechtswidrig gehandelt, weil die Machtübernahme bei Ina offenbar durch Nebenabsprachen erkauft wurde, sagte der OMV-Rechtsvertreter in Kroatien, Marijan Kostrencic, der Zeitung "Vecernji list". OMV und Ina konkurrieren auf dem kroatischen Tankstellenmarkt. (map, derStandard.at, 9.2.2010)

Kommentar posten
23 Postings
Petar K
00
10.2.2010, 05:05
Podravka erobert die Welt !

Einer der Beschlüsse von Jajce vom 21. November 1944 war der Erlass über den Übergang feindlichen Vermögens in Staatseigentum und die staatliche Verwaltung des Vermögens abwesender Personen sowie die Beschlagnahme des von den Besatzungsmächten gewaltsam entfremdeten Vermögens.

Gegenflieger
00
10.2.2010, 15:41

Und was hat das ganze mit Vegeta zu tun?

Petar K
00
10.2.2010, 17:19

Ohne jene Beschlüsse von damals wäre Podravka nicht das geworden, was es geworden ist, und die zahlten noch nicht einmal Schadensersatz für die zigtausenden enteigneten Grundstücksbesitzer, die, egal ob Freund oder Feind, von Podravka enteignet wurden, und Podravka deren Felder bewirtschaftete. Und nun, als quasi Schein-Privatkonzern, machen die es offensichtlich so weiter mit Bankkrediten. Banken sind nicht so leicht zu einteignen wie Bauern.

Gegenflieger
00
11.2.2010, 05:16

Pech gehabt.

LPFe
00
da tun sich ja Abgründe auf ...

Geronimo 02
00
10.2.2010, 08:36
hallo

was wir schon immer wussten, oder?
da gibt es nur eine lösung, nicht wahr?
so schnell als möglich in die eu.
denn hier ist der hort der unschuldig beschuldigten, unschuldslämmer und nichtwisser und sowieso nie dagewesenen.
wie wir bestens wissen, sidn solche dinge in der eu nie und nimmer möglich.
als beste beispiele gelten vielleicht italien, spanien, portugal, frankreich, ungarn, polen, rumämien, bulgarien, slowakei (vielleicht auch ö??? ,-) ), oder?

Irma la Douce
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das abgebildete ist auch nicht zu empfehlen: es enthält ganz viel MSG.

Peter_23
00
Was ist "MSG"?

Grummel
01

Glutamat, die typische Maggi-Würze

clearlake
00
trotzdem...

meine tante kocht nur mit vegeta, von maggi und knorr hält sie gar nix.....

yotix
 
00
10.2.2010, 09:07

Kenn ich. Vegeta ist Omas dreckiges Geheimnis: Die behauptet stocksteif, sie würde nicht mit so Fertig-Chemiemüll kochen, schneidet Gemüse "der Energie wegen" nur schräg, knallt aber esslöffelweise Vegeta in Suppen und reibt den Schweinsbraten damit ein. Wäh!

Muss ich das verstehen?
11

kenne ich - habe auch Yugo-Verwandtschaft...

clearlake
00
die ist höchstens in 3. generation

BGLD-krowodisch....

?und
11
willkommen in der eu ihr tüchtigen kroaten

wird zeit, daß die europäische justiz zuständig wird um den korruptionssumpf trocken zu legen.

marcopolo1971
 
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So wie in Österreich, ja?

LPFe
00
marcopolo

sagen's jetzt bloss, Marco Polo war Kroate

itavalda
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..... die war doch auch in Alpanien so erfolgreich .

Doe Zeiten des Moralapostel des Balkans sind für uns Alpaner vorbei.

Kehre vor der eigenen Tür !!!!!!!!!!!

Strellnikow
01
wenn wir...

...Österreicher erst mal vor der eigenen Tür zum kehren anfangen würden, dann könnten wir uns wahrscheinlich gar nicht mehr über andere Länder aufregen und diese beschuldigen, dass sie so korrupt sind... ist doch auch langweilig ;-)

cannery row
09
die gleiche europäische justiz..

die auch unsere sümpfe trockenlegt?

keiner da
00

aber aber ... welche sümpfe meinen sie denn?

/ironie

Dr. Prof. Senf
114
Ich bin froh

das wenigstens die Kroatischen Bhörden Ihre Arbeit machen. Wär schön wenn in Ö acuh in dieser Hinsicht was gemacht wird.

LPFe
00
13.2.2010, 10:55
irrtum

die kroatischen Behörden haben bisher fleissig mitgemacht

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